Rimac: Porsche Beteiligung verwässert durch neue Finanzierungsrunde

Rimac: Porsche Beteiligung verwässert durch neue Finanzierungsrunde

Copyright Abbildung(en): Porsche

Das kroatische Unternehmen Rimac entwickelt und produziert Komponenten für die Elektromobilität und stellt selbst elektrische Supersportwagen her. Mit Porsche ist man bereits im Juni 2018 eine Partnerschaft eingegangen, um hinsichtlich der eigenen E-Offensive Fortschritte zu machen. Porsche beteiligt sich auch in der erneuten Finanzierungsrunde mit einem zweistelligem Millionenbetrag. Dennoch verwässert der prozentuale Anteil an Rimac, durch die Bewertung auf Basis von 500 Millionen Euro und dem Einstieg weiterer Investoren.

Anfang März 2021 hat der Aufsichtsrat der Porsche AG einer Erhöhung der Beteiligung an Rimac zugestimmt. Somit hat Porsche künftig seinen Anteil von 15 auf 24 Prozent erhöht. Nachdem das erste Investment bereits 2018 getätigt wurde. Hinsichtlich der aktuellen D-Finanzierungsrunde teilt Porsche mit, dass das Gesamtvolumen dieser Runde bei 500 Millionen Euro liegt, Porsche investiert eine zweistellige Millionensumme. „Mit neuen Investoren an Bord baut Rimac seine Position in der Elektromobilität weiter aus und wird damit zu einem noch stärkeren Partner für Porsche“, betont Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Porsche AG und Mitglied des Vorstands für Finanzen und IT.

Angeführt wird die aktuelle Runde vom Softbank Vision Fund 2. Als weiterer neuer Investor aus dem Finanzsektor ist Goldman Sachs Asset Management dabei. Nach der Transaktion hält Porsche weiterhin rund 20 Prozent an der Rimac Group. Die meisten Anteile verbleiben bei Firmengründer und CEO Mate Rimac. Das frische Kapital will die Rimac Group in die Erweiterung der Produktion für Großserienprojekte investieren. Außerdem sollen alleine in diesem Jahr 700 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden.

„Wir haben ehrgeizige Wachstumspläne für die nächsten Jahre und sind stolz auf die Unterstützung durch bedeutende neue und bestehende Investoren, die an unsere Vision glauben. Unser Dank geht auch an das Porsche-Team, das bei unserem bisherigen Erfolg eine wichtige Rolle gespielt hat und seine Unterstützung fortsetzt.“ – Mate Rimac, CEO von Rimac

Die Rimac Group ist weltweit als schnell aufstrebendes Unternehmen im Bereich elektrifizierter Fahrzeugtechnologie bekannt. Die Tochtergesellschaft Rimac Technology konzentriert sich auf die Entwicklung und Herstellung von Hochleistungskomponenten für Elektrofahrzeuge wie Batterien und E-Achsen. Die aktuelle Finanzierungsrunde soll die Entwicklung von Rimac Technology zu einem langfristigen Tier-1-Technologiepartner für globale Automobilhersteller vorantreiben. Im November 2021 schlossen Porsche und Rimac die Gründung eines Joint Ventures zwischen der Hypercar-Sparte von Rimac – Rimac Automobili – und Bugatti Automobiles erfolgreich ab.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung

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da entsteht das neues Kapitalsammelbecken…

clever von Mate Rimac seine Kompetenz in einer Tochtergesellschaft zu behalten, der Rest wird eine Totgeburt. Aufgeblasen mit Kapital ohne realen Gegenwert.

es bleibt spannend

Der VW-Konzern hat da früh aufs richtige Pferd gesetzt. Der Taycan wurde mit Rimac-Hilfe ein großer Wurf, man konnte Bugattis Zukunft sichern und vielleicht braucht Bentley noch Hilfe von Rimac. Darüber hinaus wird man sie nur noch als normaler Zulieferer nutzen. War aber auch für Rimac lohnenswert, weil sie sich dadurch etabliert haben.

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