Wasserstoff-Tankstellen-Europa-2022

Rekordzahl neu eröffneter Wasserstoff-Tankstellen in 2021

Copyright Abbildung(en): LBST

Im Jahr 2021 sind weltweit 142 Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb gegangen, einmal mehr so viele wie nie zuvor. Neu eröffnet wurden 37 Tankstellen in Europa, 89 in Asien und 13 in Nordamerika. Das ist das Ergebnis der 14. Jahresauswertung von H2stations.org, einer Website der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST). Mittlerweile gibt es in 33 Ländern eine Tankstelleninfrastruktur für Wasserstoff.

Zum Jahresende 2021 waren weltweit insgesamt 685 Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb. Für 252 weitere Tankstellenstandorte bestehen bereits konkrete Planungen. Bemerkenswert seien die Entwicklungen in Spanien und Neuseeland, wo es erstmals viele neue konkrete Standortplanungen gab. Neu hinzu gekommen sind Ungarn und Slowenien, wo jeweils eine Wasserstoff-Tankstelle in Betrieb ging. Damit kann man nun bereits in 33 Ländern Wasserstoff tanken.

Europa verfügte zum Jahresende über 228 Tankstellen, davon 101 in Deutschland. Frankreich liegt mit 41 Tankstellen weiterhin an zweiter Stelle in Europa, gefolgt von Großbritannien mit 19, der Schweiz mit zwölf und den Niederlanden mit elf Tankstellen.

Wasserstoff-Tankstellen-Weltweit-2022
LBST

In Asien waren Ende 2021 insgesamt 363 Tankstellen in Betrieb: 159 in Japan und 95 in Korea. Die 105 erfassten chinesischen Tankstellen dienen fast ausschließlich zur Betankung von Bussen oder Lkw. Korea hat mit 36 neuen Tankstellen die meisten Inbetriebnahmen im Jahr 2021 verzeichnet und baut seine Infrastruktur für alle Brennstoffzellenfahrzeuge aus.

Von den 86 Tankstellen in Nordamerika befindet sich auch weiterhin der größte Teil mit 60 in Kalifornien. Im Jahr 2021 gingen dort elf neue Tankstellen in Betrieb.

Interaktive Standort-Karten und individuelle Auswertungen

Die Internetseite H2stations.org bietet einen umfassenden Überblick zu allen Wasserstoff-Tankstellen weltweit, sowohl in Betrieb befindlichen, geplanten als auch stillgelegten, und stellt dazu auch interaktive Karten zur Verfügung. Daten zur Entwicklung der Wasserstoff-Infrastruktur und passende Statistiken runden das Informationsangebot ab.

Die zugrundeliegende Datenbank wird seit 2005 gepflegt und fortlaufend aktualisiert. Sie enthält detaillierte Informationen zu mittlerweile fast 1500 Tankstellen weltweit. „Trotz des steigenden Pflegeaufwands stellen wir die Basisdaten auf H2stations.org für die private Nutzung immer noch kostenfrei zur Verfügung“, sagt LBST-Geschäftsführer Dr. Uwe Albrecht. „Für die professionelle Nutzung lizensieren wir die Daten inklusive weiterer Detailinformationen zu Technologien und Märkten und erstellen für unsere Kunden auch regelmäßige Berichte zu neuen Entwicklungen sowie individuelle Auswertungen.“

Quelle: TÜV Süd – Pressemitteilung vom 01.02.2022

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So lange bei der ganzen Produktionskette für Wasserstoff 60 % der eingesetzten Energie verloren geht und nicht am Reifen ankommt, wird hier ein bestehender Unsinn (Verbrenner) mit neuem Unsinn (H2 EV) ersetzt. Und den Strom von einer Photovoltaik auf meinem Dach kann ich auch nicht in Wasserstoff verwandeln, um ihn in einem H2 Auto zu nutzen. Man tauscht als Autobesitzer die Abhängikeit von den Minaralölkonzernen gegen die Abhängigkeit von H2/Gas Produzenten aus.

Last edited 9 Monate zuvor by Stefan

Wenn nicht ein Wunder geschieht, werden die Zahlen der Tankstellen und der Wasserstofffahrzeuge unbedeutend bleiben und…das ist gut so. Deutschland wird auf absehbare Zeit keine nennenswerte Überschussenergie zum Nulltarif anbieten.

(In den paar Stunden, wenn mal nachts und/oder am Wochenende ein Orkantief über Deutschland fegt, lässt sich keine betriebswirtschaftlich sinnvolle Elektrolyse betreiben)

Der massenhafte Import grünen Wasserstoffs, wie ihn einst Altmaier schon erträumte, ist sicher technisch möglich. Nur werden die Wasserstoffscheichs der Zukunft sicher eben auch profitorientiert denken und handeln. Der „grüne Stahl“ wird schon teuer genug werden und der Steuermichel darf, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern, kräftig mithelfen…

Die Energiedichten der Batterien steigen und steigen. Wasserstoff als Argument wird immer absurder. Was soll dieses Thema? Wenn jemand Wasserstoff mit hohen Verlusten als Energiespeicher nutzen will dann kann man das ja erwägen. Aber um damit Autos zu bewegen. Die Bilanz ist dermassen schlecht, dass ich nicht begreiffe, warum es dafür überhaupt eine Lobby gibt.

Europa verfügte zum Jahresende über 228 Tankstellen, davon 101 in Deutschland.

Das bedeutet im Durchschnitt 1 H2-Tankstelle für jeweils 3 Landkreise bzw. für 4 Land-/Stadtkreise.

Mehr zu schreiben wäre momentan Zeitverschwendung.

Da wird ja der Mirai Absatz bald nach oben gehen ;-))).

@ Jakob Sperling:

„Die Lieferanten von Photovoltaik-Modulen denken alle auch profitorientiert.

Und trotzdem sind PV-Anlagen eine gute Sache, nicht?“

Ja klar, weil sie v.a. auf eine bewährte, extrem skalierbare, solide, sehr langlebige, Fehler-verzeihende, wartungsarme, tbc. Technik mit hohem Eigenarbeits-Potential und sehr günstigen Einstiegspreisen und damit auf eine breite „Demokratisierung“ der Energieerzeugung setzen (–> Energie in Bürgerhand!) … in vollem Gegensatz zu einer Wasserstoff-Wirtschaft, die wir zwar zur Dekarbonisierung benötigen, die aber sehr gern (auch räumlich!) im Industrie-Bereich verbleiben darf!

Na toll! Dann brauche ich mit einem H2-Auto nur noch 150km fahren bis zur nächsten Tanke.Dort tanke ich dann einen Energieträger, der mit wahnsinnigen Energieverlusten hergestellt wurde zu Irrsinnspreisen an einer Zapfsäule, die min. das Zehnfache einer Ladesäule an Investitionskosten erfordert. Zuhause angekommen habe ich dann bei einer angenommenen Reichweite von 600 km einen Aktionsradius von 300km, bevor ich mich wieder auf den Weg zur H2-Tanke machen muss. Derweil schüttelt der Nachbar mit seinem BEV, das er mit dem Strom seiner Photovoltaikanlage zuhause lädt, nur noch verständnislos mit dem Kopf….

Last edited 9 Monate zuvor by Norbert Seebach

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