Produktion elektrifizierter Autos in Deutschland abermals rückläufig

Produktion elektrifizierter Autos in Deutschland abermals rückläufig

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Automobil-Analyst Matthias Schmidt hat das erste Quartal 2022 in seinem aktuellen Report betrachtet. Wie dieser aufzuzeigen vermag blieb der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge unter der 20 Prozent-Marke. Im zweiten Monat in Folge. Zurückzuführen sei dies laut seiner Analyse auf Engpässen bei der Beschaffung von Kabelbäumen in der Ukraine, welche sich auf die Produktionskette der Hersteller auswirkt.

Der Volkswagen Konzern musste beispielsweise Mehrmarken-Elektroauto-Produktionslinie in Zwickau für einige Tage stoppen. Nach Angaben von Volkswagen wurde die Produktion ab Mitte April wieder auf 950 bis 1.050 Einheiten pro Tag hochgefahren.  Nach Angaben der Financial Times musste die Produktion von Elektroautos der VW-Gruppe auch in China gestoppt werden, da wichtige Teile nicht geliefert werden können. In den USA und in Europa seien E-Autos der VW-Gruppe (VW, Audi, Porsche, Skoda, Seat) momentan „ausverkauft“. Schuld sind fehlende Chips und Kabelstränge, die aus der Ukraine kommen – wie Automobil-Analyst Schmidt ebenfalls darlegen konnte. Im ersten Quartal 2022 hat die VW-Gruppe nur 99.000 E-Autos weltweit verkauft. Tesla hat im selben Zeitraum mehr als dreimal so viele Fahrzeuge ausliefern können.

Schmidt wirft einen Blick auf die Zahlen, welche durch Angaben des VDA und der SAR in Erfahrung gebracht werden konnten. In den vergangenen zwölf Monaten seien 630.500 Elektroautos und Plug-In-Hybride vom Band gelaufen. Ins Verhältnis gesetzt machen diese rund 20,30 Prozent der im Zeitraum März 2021 und Februar 2022 gefertigten 3,1 Millionen PKW aus. Soweit der Blick auf die Produktionszahlen im ersten Quartal 2022.

Die Zulassungszahlen zeigen sich im ersten Quartal 2022 noch positiv hinsichtlich ihrer Entwicklung. Wobei hier auch mit rückläufigen Zahlen zu rechnen ist, wenn die aktuellen Krisen weiter anhalten. Wovon auszugehen ist. Seit Januar wurden insgesamt 195.400 elektrifizierte Fahrzeuge zugelassen, ein Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Eine Aufgliederung nach PHEV und E-Autos findet von Seiten VDA nicht statt. Schmidt kann bis Ende März 2022 mit Daten aufwarten.

So wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 83.672 Elektroautos in Deutschland zugelassen, rund 29,3% mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Plug-In-Hybriden brachte es Deutschland auf 67.771 Zulassungen, was einem Rückgang von 13,2 Prozent bei den Zulassungen gleichzusetzen ist. Dennoch brachte man es mit 151.443 elektrifizierten Fahrzeugen bis Ende März auf Rang eins im Ranking nach zugelassenen E-Autos und PHEV in Europa.

Quelle: Matthias Schmidt -European Electric Car Market Intelligence Study March Q1/2022

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Schade eigentlich…
Die Konkurrenz schläft nicht.

An dicken Autos, egal ob mit Verbrenner oder E-Motor, habe ich kein Interesse.

Ich warte auf überdachte Pedelecs, die mit sehr geringen Resourcen 2 Personen und den Einkauf oder für Handwerker und Lieferdienste 1 Person und eine große Transportbox im städtischen und stadtnahen Bereich transportieren können sowie auf einen Ausbau der Radwege bzw. Radstraßen.

2023 dürften einige Startups mit der Serienproduktion der überdachte Pedelecs beginnen und sie in größeren Stückzahlen liefern. Auch Microlino, XBUS und andere L7e-Elektrofahrzeuge sind dann hoffentlich soweit.

Die Energiewende von unten in Verbindung mit kleineren E-Fahrzeugen und günstigeren Wärmepumpen-Heizungen in Privathäusern und Firmengebäuden sowie der massive Ausbau von PV- und Windkraftanlagen kommt dann noch dazu – wenn sich die Politik endlich von der Ar…kriecherei gegenüber den alten großen Energie-Konzernen verabschieden würde. Ob der Ukraine-Krieg dafür ausreicht?

Interessant!
BEV und PHEV und Europa: alle anderen Kombinationen würden den VW-Konzern dann doch abrutschen lassen.

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