Polestar: Gemeinsam für ein klimaneutrales Auto

Polestar: Recycling Schlüssel zum klimaneutralen Fahrzeug

Copyright Abbildung(en): Polestar

Es ist der Kritikpunkt schlechthin an Elektroautos: während der Betrieb emissionsfrei erfolgt, solange der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommt, schleppt vor allem die Batterie einen beachtlichen Emissions-Rucksack mit sich, sodass das Fahrzeug selbst einen deutlich höheren CO2-Fußabdruck habe als ein Verbrenner. Der schwedische Elektroautobauer Polestar will daher spätestens im Jahr 2030 ein komplett klimaneutrales Fahrzeug vorstellen. Fredrika Klarén, Leiterin des Bereichs Nachhaltigkeit bei Polestar, hat in einem Interview mit Springer Professional erläutert, wie das gehen soll.

Bereits im September 2020 wurde eine Ökobilanz zur vollständigen Analyse des CO2-Fußabdrucks des Polestar 2 veröffentlicht.  Das „Polestar-0-Projekt“ verfolgt nun das Ziel, über die komplette Wertschöpfungskette hinweg alle CO2-Emissionen aus der Fahrzeugproduktion zu eliminieren. „Wir müssen die Art und Weise, wie wir Autos herstellen, ändern, um eine nachhaltige Gesellschaft aufzubauen,“ erläutert Klarén. Es sei ihr bewusst, dass dieses Ziel sehr ambitioniert sei und große Herausforderungen mit sich bringe. Auch habe man heute noch nicht alle Antworten dafür. Sie ruft daher auch andere Automobilhersteller auf, sich zu engagieren und Ökobilanzdaten, Methoden und Angaben zu den Herausforderungen gegenüber den Kunden transparent zu machen.

Die größte Herausforderung sieht sie darin, dass ein schneller und gleichzeitig gerechter Übergang zur elektrifizierten Mobilität stattfinden muss. Klimaneutralität, nachhaltige Ressourcennutzung sowie faire und sichere Arbeitsbedingungen müssten gleichzeitig erreicht werden, obwohl durchaus Zielkonflike bestehen. Eine wesentliche Rolle wird aber der Einsatz von wiederverwendeten und recycelten Materialien in den Batterien sein, um die Umweltverschmutzung und Abfälle aus Minen zu reduzieren. Der geplante Börsegang an der Nasdaq in New York soll die Mittel aufbringen, um die ehrgeizigen Zukunftspläne umsetzen und die branchenführenden Nachhaltigkeitsziele vorantreiben zu können. An seine Lieferanten stelle Polestar bereits heute strenge Anforderungen in Bezug auf Ethik, Umwelt und Transparenz. Das Projekt umfasse daher auch ein eigenes Blockchain-Projekt zur Rückverfolgbarkeit von Zulieferteilen.

Klarén spielt den Ball aber auch an die Ladeinfrastrukturbetreiber und an die Regierungen. Jene, die Emissionsziele festlegen, müssten auch mehr tun, um den Übergang zur Elektromobilität zu erleichtern, indem sie rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, die Investitionen des privaten Sektors in die Infrastruktur fördern und beschleunigen. „Es wäre fatal, wenn wir bei der Entwicklung der Autos der Zukunft von der Infrastruktur der Vergangenheit im Stich gelassen würden„, bringt sie es auf den Punkt.

Quelle: Springer Professional – „Nachhaltigkeit ist Bestandteil der DNA von Polestar“

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Tönt gut… hoffentlich steht dabei nicht die Politik im Wege. Dringend solle auch das Thema über Batterierecycling und deren Möglichkeiten, die es bereits heute gibt, an der Öffentlichkeit behandelt werden – nicht immer nur die Probleme, die noch immer zu lesen und hören sind. Aufwachen, hier gibt es gute Lösungen, also setzen wir diese um!

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