Paul-Wasserstoff-LKW

Paul Nutzfahrzeuge stellt Wasserstoff-LKW der 24-Tonnen-Klasse vor

Copyright Abbildung(en): Next Mobility Konsortium

Ein mittelschwerer Wasserstoff-Brennstoffzellen-LKW mit 24 Tonnen Zuggesamtgewicht und bis zu 500 Kilometern Reichweite: Entwickelt hat den PH2P genannten E-LKW der Sonderfahrzeugbauer Paul Nutzfahrzeuge. Das Next Mobility Accelerator Consortium wiederum, dem die Paul Group, MaierKorduletsch und Shell angehören, will den PH2P nun als ganzheitliches Konzept in die Praxis bringen.

Die Gruppe will außerdem eine regionale, skalierbare Wertschöpfungskette von der grünen Wasserstoff-Herstellung bis zur Produktion der Wasserstoff-Fahrzeuge schaffen – für H2-LKW in der mittleren und schweren Klasse sowie H2-Busse.

Kombiniert mit einer Brennstoffzelle ist Wasserstoff ein äußerst vielversprechender Ansatz, um CO2-und Feinstaub-Emissionen im Transportsektor zu reduzieren. Wir sehen ihn als den Energieträger der Zukunft im LKW-Verkehr“, sagt Bernhard Wasner, Geschäftsführer der Paul Group. „Mit unserer Entwicklung des PH2P Trucks legen wir ein konkretes Produkt für die Serienfertigung vor und bilden gleichzeitig in Kooperation mit unseren Partnern eine bedarfsgerechte Tankinfrastruktur ab: Gemeinsam realisieren wir eine komplette Infrastruktur für grünen Wasserstoff von der Wasserstoff-Herstellung bis zur Produktion der H2-LKW mit Elektrolyseur, Logistik und Betankungsmöglichkeiten.“

De PH2P Wasserstoff-LKW ist ein Null-Emissions-Fahrzeug, das ein 16-Tonnen-Fahrgestell mit einem Zuggesamtgewicht von 24 Tonnen bietet. Die Reichweite liegt bei 450 bis 500 Kilometern (allerdings ohne Anhänger und je nach Fahrprofil), vollgetankt werden kann innerhalb von 10 bis 15 Minuten. Der Wasserstofftank fasst 30 Kilogramm, das Fahrzeug verbraucht rund 6,5 Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 85 km/h, die Dauerleistung bei 120 Kilowatt, die Spitzenleistung bei 300 Kilowatt. Das Dauerdrehmoment ist mit 2800 Newtonmeter angegeben. Die ersten 25 Fahrzeuge aus der Produktion der Paul Group sollen noch im Herbst 2022 an die ersten Kunden geliefert werden.

Zehn Jahre Erfahrung mit E-Antrieben

Paul Nutzfahrzeuge führt einen eigenen Bereich „Next Mobility“. Dort hat das Unternehmen bereits seit mehr als zehn Jahren Erfahrung mit E-Antrieben: Die erste Zusammenarbeit startete im Projekt eHighway von Siemens. Weiterhin wurden mehr als 50 Retrofit-Fahrzeuge Mercedes E-Vario mit Integration der elektrischen Antriebsachse eTransport des Kooperationspartners BPW, Bergische Achsen aus Wiehl, realisiert. Ebenfalls mit BPW Bergische Achsen hat Paul den BAX entwickelt – einen elektrischen 7,5-Tonner mit 3,5 Tonnen Nutzlast und 200 Kilometer Reichweite, der seit September 2021 erfolgreich in der Praxis eingesetzt wird. Und mit dem PH2P Truck wurde nun der erste mittelschwere Wasserstoff-Brennstoffzellen-LKW mit 24 Tonnen Zuggesamtgewicht und bis zu 500 Kilometern Reichweite von Paul Nutzfahrzeuge serienreif präsentiert.

Quelle: Paul Nutzfahrzeuge – Pressemitteilung vom 02.06.2022

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„… ein 16-Tonnen-Fahrgestell mit einem Zuggesamtgewicht von 24 Tonnen bietet. Die Reichweite liegt bei 450 bis 500 Kilometern …“

„Der Wasserstofftank fasst 30 Kilogramm, das Fahrzeug verbraucht rund 6,5 Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 85 km/h, die Dauerleistung bei 120 Kilowatt, die Spitzenleistung bei 300 Kilowatt.“

So, jetzt kann uns der liebe Daniel W. hier ganz sauber ausrechnen, wie viel Batteriekapazität es alternativ bräuchte, was das kosten und wiegen würde, und was dann von den 8 Tonnen Nutzlast noch bliebe.

Die vielen Wasserstoffleugner hier sind ja von ihrem Guru geblendet und können ganz offensichtlich nicht rechnen.

naja…..
sollen die mal weiter entwickeln

Last edited 22 Tage zuvor by neumes

Brutto und Netto mal unberücksichtigt, da auch H2-Tanks nicht ganz leer gefahren werden können.

30 kg H2 x rund 22 Kwh (1 kg H2 ca. 22 kWh im BEV) = ca. 660 kWh / 3.710 kg (Akasol-Akkupack 2023)
8.000 kg – 3.710 kg = 4.290 kg + (250 bzw. 500 kg) BZ + 400 kg (geschätzt) H2-Tanks = 4940 bis 5190 kg.

Also von 8 Tonnen Nutzlast bei einem FCEV blieben rund 5 Tonnen beim einem BEV bei 461 km Reichweite.

Beim FCEV gäbe es aber höhere Anschaffungs- und Wartungskosten gegenüber einem BEV.

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