Opel fordert Kaufdatum als relevant für Auszahlung der Innovationsprämie

Opel fordert Kaufdatum als relevant für Auszahlung der Innovationsprämie

Copyright Abbildung(en): Opel

Käufer von Elektroautos sind aktuell verunsichert: Denn sie können angesichts der aktuell oft langen Lieferzeiten und der geplanten Neuregelung der Umweltbonus genannten E-Auto-Kaufprämie ab 2023 nicht davon ausgehen, die volle Prämie zu erhalten. Denn maßgeblich für die Auszahlung ist das Liefer- bzw. Zulassungsdatum des Fahrzeugs.

Opel-Deutschlandchef Andreas Marx fordert deshalb von der Bundesregierung, dass zum einen alle Käufer, die ihr Fahrzeug bis zum 31. Dezember 2022 bestellen, auch die volle Prämie erhalten. Zum anderen soll die Bundesregierung eine schnelle Entscheidung über die zukünftige Förderung von Elektroautos treffen.

Die Kunden, Händler, aber auch die Hersteller brauchen schnell Klarheit darüber, wie es mit der Innovationsprämie weitergeht“, sagte Marx in einem Interview mit der Autogazette. Für den Markthochlauf der Elektromobilität sei eine Förderung von E-Autos „nach wie vor erforderlich“, sagte er. Das Zögern mit der Entscheidung, wie die überarbeitete Kaufpreisprämie ausgestaltet sein soll, sorge bei Verbrauchern für Unsicherheit, welche zusätzlich durch die aktuell herrschende Chipkrise verstärkt werde. Denn diese führe dazu, dass sich die Lieferzeiten verlängern.

Angesichts der derzeit teils langen Lieferzeiten von E-Autos wegen der Halbleiterproblematik sollte die Bundesregierung die Auszahlung der Kaufprämie vom Datum des Kaufvertrages abhängig machen und nicht wie bisher vom Zulassungsdatum“, sagte der Opel-Deutschlandchef. Alle Käufer, die ihr E-Auto bis zum 31. Dezember bestellt haben, sollten auch die volle Höhe der Kaufprämie erhalten, findet Marx. „Mit einer solchen Regelung könnte der Kunde heute ruhigen Gewissens ins Autohaus gehen und ein Elektroauto bestellen, ohne Gefahr zu laufen, nicht mehr in den Genuss der vollen Prämie zu kommen.“ Genauso sei dies auch im Jahr 2009 mit der Abwrackprämie gehandhabt worden.

Auch Wallboxen sollten wieder gefördert werden

Käuferinnen und Käufer von rein elektrisch betriebenen Elektroautos erhalten im Jahr 2022 weiterhin bis zu 9000 Euro Förderung. Plug-In-Hybride werden mit maximal 6750 Euro gefördert. Aber ab 2023 soll ein neues Förderdesign greifen, welches einen stärkeren Fokus auf positive Klimaschutzeffekte legen soll. Diese sollen etwa im Fall der umstrittenen Plug-in-Hybride über den elektrischen Fahranteil und eine elektrische Mindestreichweite definiert werden.

Marx sprach sich auch dafür aus, die erschöpften Fördertöpfe für die Installation privater Wallboxen – der Zuschuss betrug 900 Euro pro Wallbox – wieder zu füllen. „Diese Art der Incentivierung ist für die Kundinnen und Kunden ebenso ein wichtiger Baustein, um sich ein E-Auto zuzulegen“, so Mark.

Um die Lieferzeiten für seine überdurchschnittlich hoch nachgefragten E-Autos möglichst kurz zu halten, verbaue Opel die zur Verfügung stehenden Chips vorrangig in Elektroautos. In einem rückläufigen Gesamtmarkt verzeichnet Opel – wie die gesamte Branche ebenfalls – einen hohen Kundenwunsch nach rein elektrischen Modellen. Beim Corsa sowie beim Mokka lag der Anteil der rein elektrischen Modelle zuletzt bei gut 25 Prozent, so Marx.

Quelle: AutoGazette – Opel: Kaufvertrag sollte über Kaufprämie entscheiden

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Volle Zustimmung.
Als Kunde sollte man nicht durch Störungen in weltweiten Lieferketten benachteiligt werden.

Das Kaufdatum ist hier ein akzeptabler Kompromiss. Auszahlung dann erst bei Zulassung.

Ein absolut vernünftiger und unterstützenswerter Vorschlag! Die derzeitige Praxis kommt einem Lotteriespiel gleich, an dem sich nur die beteiligen, die notfalls auch auf die staatliche Prämie verzichten könnten. Wer etwas für’s Klima tun möchte, aber auch rechnen muss, braucht diese Sicherheit, um überhaupt eine Kaufentscheidung treffen zu können.

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