NIO: Jeden Tag werden 3 neue Batteriewechsel-Stationen eröffnet

NIO: Jeden Tag werden 3 neue Batteriewechsel-Stationen eröffnet

Copyright Abbildung(en): NIO

Wie das chinesische Elektroauto Start-Up NIO zu berichten weiß, habe man mittlerweile die 800. Batteriewechsel-Stationen in Betrieb genommen. Spannend ist hierbei vor allem der schnelle Fortschritt des Wachstums. In den vergangenen 33 Tagen wurden weitere 100 neue Tauschstationen gebaut, was bedeutet, dass jeden Tag drei neue Stationen eröffnet wurden. Wenn dieses Tempo beibehalten wird, gewinnt es alleine durch die schiere Anzahl an Stationen noch verstärkt an Bedeutung für den E-Mobilitätsektor.

Dies scheint auch der Markt zu registrieren. Das chinesische E-Auto-Startup Nio und der Tankstellenbetreiber Shell sind vor kurzem eine spannende Zusammenarbeit eingegangen: Die beiden Unternehmen haben eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um unter anderem die Batteriewechseltechnologie von Nio nach Europa zu bringen. Aber nicht nur der chinesische Hersteller profitiert davon. Auch andere Automobilhersteller könnten daraus ihren Nutzen ziehen. Einer gemeinsamen Mitteilung zufolge wollen Nio und Shell ein Netzwerk von Co-gebrandeten Batteriewechsel-Stationen entwickeln und aufbauen, zunächst in China und Europa. An diesen könnten auch andere E-Fahrzeuge ihre Batterien tauschen. 

Doch zurück zum aktuellen Ausbau des eigenen Netzwerks. Hier gibt NIO zu verstehen, dass die Fertigstellung von 800 Batteriewechsel-Stationen erst der Anfang für das Jahr 2022 sei. „Wir werden das Netz der Batterietauschstationen weiter ausbauen und das Ziel erreichen, bis Ende des Jahres über 1.300 Tauschstationen in China zu haben, um unseren Nutzern einen bequemeren Stromversorgungsservice zu bieten“, so NIO weiter.

Mit Stand vom 21. Januar hat NIO 800 Batterietauschstationen, 637 Supercharging-Stationen und 645 Ziel-Ladestationen eingerichtet und mit mehr als 460.000 öffentlichen Ladestationen in China verbunden, um den Nutzern eine noch bessere Erfahrung beim Aufrüsten, Aufladen und Tauschen von Batterien zu bieten.

Quelle: NIO – Pressemitteilung

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NIO sieht sich womöglich unter Druck, weil CAES (Tochtergesellschaft des finanzkräftigen chinesischen Batterieherstellers CATL) die Batteriewechsellösung EVOGO auf den Markt bringt, die – anscheinend neben ein paar technischen Vorteilen – noch den „Charme“ mitbringt, kein Produkt eines konkurrierenden Auto-Herstellers zu sein …

https://www.elektroauto-news.net/elektroauto-laden/catl-batteriewechselloesung-evogo

Insgesamt aber bleibt: Mit solchen langfristigen, also für viele-viele Jahre festzulegenden Standards

  • ohne die aber Akkuwechsel-Systeme eben genau nicht auskommen können,
  • die aber andererseits im krassen Gegensatz zur aktuellen Akku-Entwicklung im galoppierenden Fortschritt steht,

bindet sich der (teilnehmende) Hersteller für die Zukunft einen Klotz ans Bein und hängt dem Kunden die Kosten um den Hals!

Last edited 3 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Schade um das schöne Geld. Bei der momentan dynamischen Entwicklung der Batterietechnologie erscheint eine langfristige Festlegung auf eine spezielle Technologie und einen festen Formfaktor sinnlos. Die Kosten der Wechselstation sowie die Vorhaltung zusätzlicher Batterien in der Ladestation müssen ja letztlich auf den Kunden umgelegt werden. In 5 Jahren auf die dann aktuelle Technologie umzuschwenken würde nochmals einiges kosten.

Wenn man sich die aktuelle Kostenentwicklung bei Schnellladestationen ansieht, bei dem die Betreiber nun versuchen, mit Gewinn zu arbeiten, wird klar, dass Wechselakkus nochmals einen Premiumzuschlag verlangen dürften. Das Konzept macht nur an Autobahnen halbwegs Sinn, wo die Wechselstationen möglichst rund um die Uhr weitgehend ausgelastet werden. Mit steigenden Reichweiten und Ladegeschwindigkeiten schrumpft der technologische Fortschritt zudem von Jahr zu Jahr.

Nio ist nicht Tesla. Da aktuell kein europäischer Automobilhersteller die Absicht verkündet hat, sich an diesem System zu beteiligen, bleibt der Kundenkreis erstmal auf Nio-Fahrer begrenzt. Tesla war mit dem Model S seinerzeit technologisch führend. Zudem kam noch das Image. Beides sehe ich bei Nio nicht. Da die Modellpalette bei BEV’s zudem ständig wächst, sehe ich keine große Chance für Nio, auf relevante Zulassungszahlen außerhalb von China zu kommen.

Solange Batterien schwer, teuer und nur langsam zu laden sind, machen Wechselsysteme durchaus Sinn, und sind zudem sogar nachhaltiger, als festverbaute Systeme.
Leider sind die dazugehörigen Mietpreise von Nio recht gesalzen, so dass dies dem Konzept entgegenspricht.
Grösster Vorteil ist, der Nutzer muss sich keine Gedanken über die Haltbarkeit des Akkus und dessen Kapazität machen. Vorausgesetzt, die Akkupacks gibt es in ferner Zukunft immer noch, und verschwinden nicht durch technischen Wandel.
Prinzipiell kann ich mir aber eine weitreichende Verbreitung gut vorstellen, weil der Geschwindigkeitsvorteil eine geladene Batterie zu erhalten enorm ist, und hierdurch massenweise teure aufwändige Ladestationen eingespart werden können, zudem die Akkus artgerechter geladen werden könnten, welches wiederum dessen Haltbarkeit verlängert.

Und alle 7 Minuten verliebt sich ein Single neu auf parship. CATL will den Autoherstellern den Akku nehmen und damit die komplette Wertschöpfung betreiben. Das ändert nichts dran, dass diese Systeme dem Untergang geweiht sind. Was in China in einer bestimmten Schicht in bestimmten Großstädten in einer bestimmten Zeit funktioniert, sollte man nicht auf die Welt ausrollen.

In wenigen Jahren wird Akkuspeicher so günstig, so verfügbar und so kompakt sein, dass es eigentlich fast egal ist, ob man in ein Auto 100 kWh oder 250 kWh einbaut. Außerdem haben Reichweitenangst nur die, die noch gar kein Elektroauto fahren. Mit meinem Taycan fahre ich durch die ganze Republik und Langstrecke ist überhaupt gar kein Problem. Er hat nutzbare 88 kWh und lädt von 5-80 % mit etwa 200 kW Durchschnittsgeschwindigkeit. Das ist schon gut. Wenn der Nachfolger 50% mehr kann, also 132 kWh nutzbar und 300 kW durchschnittliche Ladegeschwindigkeit hat, ist man schon in einem Bereich, ab dem es kaum noch praktische Vorteile gibt.

Mein Kommentar dazu ;-)
Nio ist ein serviceorientiertes Unternehmen, die neben AC und DC auch Batterietausch anbieten (Patente für induktives Laden haben sie auch). Auch ihr Ziel nachhaltig zu sein sehe ich damit gegeben. Das Mietmodell erlaubt vielen Leuten eher den kleineren Akku zu wählen, da bei bedarf (Urlaub) ein Großer für ein zwei Wochen schnell mal gewechselt werden kann. Und das Argument mit der schnellen Akkuentwicklung wird hier auch unterstützt. In 3-4 Jahren ist der Nio am selben Stand wie jedes andere neue Elektroauto. In ferner Zukunft wird der Kunde auch die Wahl der chemischen Zusammensetzung auf seine Bedürfnisse und Geldbörse abstimmen können. Der Taycan-Fahrer wird den Hochleistungs-Festkörperakku fahren, während andere vielleicht nur den günstigen LFP, Silizium was auch immer brauchen. Das ist dann alles mit dem Auto möglich, das man sich vor ein paar Jahren gekauft hat. (div. technische Upgrades sind jetzt schon bei Nio möglich, und soll weiter forciert werden)
ich finde den Ansatz super und es ist ja nur eine von vielen Autofirmen, das ist deren weg.

„bis Ende des Jahres über 1.300 Tauschstationen in China zu haben,“
Sollte ich demnächst nach China fahren/fliegen und dort ein E-Auto brauchen, wird diese Information sehr nützlich sein.

Nio ist wie Tesla.
Die ziehen ihre Visionen durch, während andere noch denken „geht nicht, bringt nichts“.

Wenn ich die Diskussionen her lese stellen sich mir die „Nackenhaare“.

Fakt ist, das Nio ein System aufgegriffen hat welches andere wegen ihrer verklemmten Führungsspitze abgelehnt haben.
Hier war das eigene Brot backen um nicht einen Einfluss auf die Gewinne zu habe wichtiger.
Mit Nio hat ein Unternehmen den renommierten gezeigt, dass es auch anders geht.
Die meisten welche hier eine Kommentar abgeben haben es real noch nie getestet. Sehen sich aber selbst in einer Position in de man über andere welche andere Wege gehen Lästerern und herziehen kann.
Das ist das System der renommierten Autohersteller. Einfach nichts anderes zuzulassen als das eigene.

  • In der globalen Industrie ist diese Denkweise schlicht weg falsch
  • Es steht der sogenannte eigene Vorschritt im Mittelpunkt. Dadurch werden Scheuklappen aufgebaut.
  • ein Auto ist mittlerweile vergleichbar mit einem Smartphone. Das Fahren wird immer mehr in der Hintergrund gedrängt wie das eigentliche telefonieren beim Smartphone. Es ist mehr oder weniger zur Nebensache verkommen.

Das ist die Realität welche die sogenannten renommierten Auto-Hersteller nicht einsehen wollen

Das System von Nio funktioniert. Egal was alle sagen. Ich haben es im Gegensatz zu den Schreiben hier real getestet und sage: “ Ja es funktioniert“.
Wer von den Kritikern hat es im realen Leben schon getestet? Aber sie sehen sich als Götter der Automobilindustrieb und verdammen alles was nicht von ihnen kommt. Verdammt noch mal, dieses System wurde VW, Mercedes, Opel und Tesla angeboten. Sie wollten es aber schlicht weg einfach nicht. Jetzt kommt ein Start-up und setzt es erfolgreich um. Klar ist dann, dass die alles daran setzen das System herunter zu reden weil se es ja nicht wollten.
Eigene Fehler einzugestehen ist nicht die Sache der Deutschen Autobauer. Dabei sehen sie nicht, dass sie den technischen Vorsprung wegen der Engstirnigkeit in der Managerebene verloren haben.
Ein Auto ist mittlerweile nicht mehr das was es vor 5 Jahren noch war. VW und Mercedes müssen sich das eingestehen. Wobei Mercedes zu knapp 20% den Chinesen gehört. Also real nach der allgemeinen Vorstellung nicht mehr ein reines deutsches Auto ist. wer schimpft über Geely? Der Eigner hat auch ca. 10% von Mercedes.
Also bitte erst „schlau machen“ bevor hier Kommentare geschrieben werden.
Danke.

Warum wird sowas nicht bei uns gebaut. Ich glaube dann würden noch mehr einE Auto kaufen

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