Neue Regelung für Elektroauto-Kaufprämie: E-Auto-Nachfrage steigt

Neue Regelung für Elektroauto-Kaufprämie: E-Auto-Nachfrage steigt

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Nach langem Hin und Her ist die künftige Ausgestaltung der Förderung von E-Autos endlich geklärt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat den Umweltbonus für die kommenden beiden Jahre 2023/24 neu geregelt. Laut Daten von Carwow, einem Neuwagen-Vergleichsportal, stieg mit Bekanntwerden der neuen Regelungen das Interesse an Elektroautos enorm an – und das trotz der künftig niedrigeren Förderprämien.

Für Kund:innen scheint also mit der Neugestaltung des Umweltbonus ein entscheidender Bremsklotz aus dem Weg geräumt, was auch die Zahlen von Carwow zeigen: Im Vergleich zur vorherigen Woche sei das Interesse an Stromern um 100 Prozent gestiegen, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung. Vorher waren sich viele Menschen unsicher, was die Anschaffung eines E-Autos betrifft.

Das zeigt auch eine Umfrage, die Carwow im April durchführte. Damals sprachen ein Drittel der Befragten davon, mit einem Kauf eines E-Autos zu warten, aufgrund der unklaren BAFA-Prämie.

  • Ich warte mit dem Kauf, aufgrund von langen Lieferzeiten: 20 Prozent
  • Ich warte mit dem Kauf, aufgrund von unklarer BAFA-Prämie ab 2023: 33 Prozent
  • Ich möchte sobald wie möglich kaufen: 49 Prozent
  • Ich warte mit dem Kauf, aufgrund von persönlicher Situation: 14 Prozent

Endlich hat das Wirtschaftsministerium die Käufer:innen für dieses Jahr aus der Unsicherheit befreit. Die neue Regelung gibt über das Jahr 2022 eine klare Perspektive – und die Folge ist ein wieder steigendes Interesse an E-Autos“, sagt Philipp Sayler von Amende, CEO und Co-Founder von Carwow Deutschland.

Die Förderung für E-Autos wird zunächst fortgeführt. Allerdings mit einigen Änderungen: Für Plug-in-Hybride wird die Förderung definitiv zum Ende des Jahres auslaufen. Bei reinen Elektroautos (batterie- oder brennstoffzellenbetrieben) wird der Kauf ab Januar 2023 mit 3000 Euro (Nettolistenpreis zwischen 40.000 und bis zu 65.000 Euro) beziehungsweise 4500 Euro (Nettolistenpreis bis 40.000 Euro) bezuschusst. Ab Januar 2024 werden nur noch E-Autos bis zu 45.000 Euro mit 3000 Euro gefördert.

Zudem plant das Wirtschaftsministerium einen Förderdeckel. Laut den Angaben stehen für die Förderung reiner E-Autos insgesamt 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung. 2,1 Milliarden Euro für 2023 und 1,3 Milliarden Euro für 2024.

Mit dem Förderdeckel für 2023 und 2024 könnte erneut Unsicherheit in den Markt einziehen. Doch jetzt wissen Käufer:innen zumindest den Rahmen und können sich darauf einstellen. Das war vor der Regelung nicht der Fall“, sagt Philipp Sayler von Amende. „Zudem gehen wir davon aus, dass durch den Wegfall der Förderung Plug-Ins für Privatkunden uninteressanter werden und daher der Plug-in-Anteil weiter fallen wird.“

Quelle: Carwow – Pressemitteilung vom 29.07.2022

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Wieviel von den Fördermittel wurden für 2022 denn bisher beantragt und was zählt da rein?

Es ginge noch einfacher und ganz ohne Förderdeckel – Verbrennersteuer statt Prämie – da braucht dann keiner Angst zu haben, wenn die Auslieferung des E-Auto etwas länger dauert. Aber die Politik ist nicht so für das Einfache, lieber die Spendierhosen anziehen und Steuergelder verprassen, die Bürger zahlen es ja.

Eine echte Energie- und Verkehrwende ist das nicht, wenn 1,6 Tonnen Verbrenner gegen 2 + X Tonnen E-Auto getauscht werden, wichtiger wären es die Gesamtmasse an Blech auf 4 Rädern zu veringern, z.B. durch leichtere E-Autos und viele überdachte Pedelecs mit Solarzellen, damit der Resourcenverbrauch sinkt.

Zitat: „Im Vergleich zur vorherigen Woche sei das Interesse an Stromern um 100 Prozent gestiegen.“

Interessse ist noch kein Kaufvertrag. Aber es werden auch wohl zunehmend „Panik-Bestellungen“ getätigt, weil man unbedingt noch die Prämie einsacken will…

Solange Plug-in Dienstwagen über die 0,5% Regel weiter massiv gefördert werden, kann sich die Autoindustrie auch weiterhin über eine hohe Nachfrage freuen.

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