Nach Lucid zieht es auch Foxconn nach Saudi-Arabien

Nach Lucid zieht es auch Foxconn nach Saudi-Arabien

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2025/ 2026 wolle Lucid Motors ein Produktionswerk in Saudi-Arabien errichten. Bedenkt man, dass der größte Anteilseigner von Lucid der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) ist, verwundern diese Pläne nicht. Nun scheint es auch Apple-Partner Foxconn dorthin zu ziehen. Ausschlaggebend hierfür seien die Handelskonflikte zwischen den USA und China. Mit dem Werk in Saudi-Arabien wolle man die Produktion diversifizieren.

Entstehen könnte dort ein Werk, welches sowohl Mikrochips, Komponenten für Elektrofahrzeuge und andere elektronische Geräte wie Bildschirme fertigt. Hierzu sei das Unternehmen bereits im Austausch mit Saudi-Arabien sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten über den gemeinsamen Bau einer 9-Milliarden-Dollar-Anlage, wie das Wall Street Journal (WSJ) zu berichten weiß. Derzeit werden die angedachten Vorschläge wohl noch geprüft. Angepeilter Standort wäre Neom, eine geplante technikorientierte Region in der Wüste. Dort würde eine Zweistraßen-Halbleiter-Lohnfertigungsanlage errichtet. Für Neom sind im Nordwesten des Landes am Roten Meer 26,500 Quadratkilometer reserviert. Das entspricht etwa der Größe Mecklenburg-Vorpommerns, Hamburgs und des Saarlandes zusammen.

Foxconn, der weltweit größte Auftragsfertiger für Elektronik, ist auch ein wichtiger Apple-Zulieferer. Mittlerweile hört man den Namen aber auch immer stärker im Zusammenhang mit Elektroautos und Halbleiter. Im November konnten wir berichten, dass Foxconn den geplanten Kauf der US-Fabrik des angeschlagenen E-Start-ups Lordstown Motors in die Tat umsetzt. Insgesamt investiert das Unternehmen umgerechnet 201 Millionen Euro. Hierfür übernimmt Foxconn die Autofabrik von Lordstown Motors. Vom Band soll dort unter anderem der Elektro-Pickup namens Endurance laufen.

Bereits im Sommer 2021 wurde berichtet, dass Foxconn Elektroautos in den USA, Thailand und vielleicht Europa bauen will. Dafür suche man entsprechende Standorte. Durch die Übernahme der E-Autofabrik in Lordstown wird nun ein Anfang gemacht. Notwendige Komponenten und Teile für die E-Fahrzeuge könnten dann noch aus Saudi-Arabien zugesteuert werden. Hier gilt es allerdings zunächst eine Übereinkunft zu erzielen. So soll laut WSJ die saudische Regierung verlangen können, dass mindestens zwei Drittel der Produktion in bestehend Lieferketten Foxconns fließen, um die Rentabilität des Unternehmens zu gewährleisten. Gleichzeitig will Foxconn offenbar Anreize wie Finanzierungen, Steuererleichterungen und Subventionen für Strom und Wasser. Neben Saudi-Arabien spricht der Konzern demnach auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über eine mögliche Ansiedlung des Projekts.

Quelle: heise.de – Foxconn plant Bau einer 9-Milliarden-Dollar-Fabrik in Saudi-Arabien

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