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Moke Electric 2023: Eine Elektro-Legende!

Moke Electric 2023: Eine Elektro-Legende!

Copyright Abbildung(en): Moke

Der Moke ist eine fahrende Legende – zugegeben eine kleine. Den Winzling auf Mini-Basis kennt man seit den 1960er aus Filmen, Strandurlauben oder als Hotelshuttle. Jetzt feiert das Kultmodell in den USA seine Auferstehung – natürlich elektrisch.

Bereits im Jahre 2014 hatte es der chinesische Autobauer Cherry versucht, dem legendären Mini Moke neues Leben einzuhauchen. Verkauft wurden nicht viele und auch der nächste Versuch im vergangenen Jahr mit einem Verbrenner wurde erst einmal zu Rohrkrepierer. Jetzt soll es mit einem Elektroantrieb aber endgültig besser laufen. Moke bringt seinen Californian nach 40 Jahren mit einer Elektroversion zurück auf die Straße.

Mittlerweile ist Moke International Eigentümer der originalen Moke-Markenzeichen der British Motor Corporation. Produziert wird der elektrische Moke Californian ebenso wie sein europäischer Bruder Electric Moke in der Fertigungsstätte der Fablink Group in Northamptonshire / Großbritannien. Sein Name ist eine Hommage an den 1977er Moke Californian – eine verbesserte Version des Mini Moke, der in Amerika verkauft wurde und dessen Produktion 1982 eingestellt wurde.

Die Optik ist genau so, wie man es vom Ur-Moke kennt. Doch statt des bekannten Benzinmotors wird der 800 Kilogramm schwere Electric Moke von einem 33 kW / 44 PS starken Elektromotor angetrieben, der ihn überschaubare 80 km/h schnell macht. Die maximale Reichweite: ebenfalls überschaubare 120 Kilometer. In stattlichen vier Stunden erstarkt der Moke Californian nach getaner Arbeit wieder zu voller Leistungsbereitschaft.

Die neue Version ist mit 3,23 Metern um 19 Zentimeter länger als der Urahn. Ähnlich schaut es bei der Breite von 1,66 Metern (plus 30 Zentimeter), der Höhe von 1,56 cm (plus acht Zentimeter) aus. Isobel Dando, CEO von Moke International: „Es ist großartig, dass wir dem US-Markt zum ersten Mal seit 40 Jahren ein echtes Moke-Auto anbieten können. Der originale Moke Californian repräsentiert ein unglaublich wichtiges Kapitel in der reichen Geschichte des Unternehmens; wir sind stolz darauf, dass der MOKE weiterlebt und in der elektrischen Ära genossen werden kann.“

Moke

Die von der British Motor Corporation 1959 gebauten Prototypen wurden unter dem Codenamen „The Buckboard“ entwickelt. Ursprünglich war der Mini Moke als leichtes Militärfahrzeug gedacht, das mit dem Fallschirm in Kriegsgebieten abgeworfen werden konnte und den Truppen half, unwegsames Gelände schnell zu überwinden. Im Inland wurde er als Nutzfahrzeug für Landwirte und Arbeiter vermarktet, fand aber schnell eine große Fangemeinde auf der ganzen Welt, insbesondere in Südfrankreich und Australien, wo seine robuste Bauweise und sein offenes Dach ihn zum ultimativen Strand-Shuttle machten.

Gerade bei Prominenten und in der Filmindustrie machte sich das Strandfahrzeug in den 1960er Jahren einen Namen als Kultmobil. Bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1993 gab es viele Varianten des ursprünglichen Mini Moke. Besonders bekannt war der Moke Californian, der von 1977 bis 1982 in den USA verkauft wurde. Vom Design her wich er vom zweckmäßigen Look des Mini Moke ab, was ihn bei einem jungen, modebewussten Publikum in sonnenverwöhnten Orten wie Playa del Rey und Cayucos beliebt machte.

Mini-Vater Alec Issigonis hatte den britischen Winzling vor rund 60 Jahren für die British Motor Corporation (BMC) entworfen. Zwischen 1963 und 1992 wurden knapp 50.000 Mokes produziert. Das Auto ohne Dach wurde bald zum Sinnbild-Vehikel für die Beachboy-Generation. Der britische Designer Michael Young hat dem offenen Viersitzer eine kleine Auffrischung verschafft. Seit der zaghaften Wiederbelebung der Marke im Jahr 2017 war die Produktion von Moke International zwischen den Midlands und Frankreich angesiedelt, wobei die ersten Fahrzeuge in Großbritannien entwickelt und auf dem europäischen Kontinent montiert wurden.

Der vollständige Umzug zurück nach Großbritannien wurde durch Zuschüsse der britischen Regierung aus dem „Niche Vehicle Network“ sowie durch das jüngste Handelsabkommen ermöglicht, das britischen Automobilunternehmen auf der Grundlage definierter Ursprungsregeln zollfreien Zugang zu EU-Märkten gewährt. „Die Rückkehr der vollständigen Moke-Produktion an die britische Küste ist eine Heimkehr für eine der beliebtesten Ikonen unseres Landes. Seit der Wiederbelebung der Marke im Jahr 2017 haben wir bestehende Enthusiasten wieder in den Bann gezogen und eine völlig neue Generation mit der perfekten Kombination aus Spaß, Nutzwert und Open-Air-Vergnügen des MOKE vertraut gemacht“, sagt Isobel Dando, „dies spiegelt sich in einer beträchtlichen Nachfrage auf unserem Heimatmarkt wider und bestätigt unsere Pläne, durch die globale Markteinführung des ultimativen Fahrzeugs für den Weg vom Strand bis zum Resort.“

Die Fablink Group mit Hauptsitz in Northamptonshire, England, ist ein führender Tier-1-Zulieferer von Automobilstrukturen und kompletten Fahrzeugbaugruppen für mehrere globale OEMs. Die Fablink Group bietet umfassende Design-, Fertigungs- und Konstruktionsdienstleistungen für einige der weltweit führenden Automobilhersteller, darunter Jaguar Land Rover und Morgan. Das Unternehmen verfügt über eine Produktionsfläche von über 45.000 Quadratmetern und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter an seinen sechs britischen Standorten.

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Flippiges Strandkarre, wenn da nicht das Preis Leistung Verhältnis wäre.
The Launch Edition of the electric MOKE is priced at £34,980 (approximately US $41,920), making this British-built EV one of the more expensive options on the market.
Selbst ein Citroën Méhari, historisch toprestauriert oder neu als Elektro, ist günstiger, mit ebenfalls Kultcharakter.
Die Kiste müsste die Hälfte kosten, dann wirds was.

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