Mobilitätsbudget: Mit nachhaltiger Mobilität zu Mitarbeiter-Zufriedenheit

Copyright Abbildung(en): MOBIKO

MOBIKO ermöglicht Arbeitgebern, die Mobilität ihrer Mitarbeitenden mit einem monatlich Mobilitätsbudget zu managen. Mitarbeitende können ihr Budget flexibel und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt einsetzen. Wer grüne Alternativen nutzt, öfter den ÖPVN oder Elektromobilität etc. wird dabei belohnt. Wie ein solches Modell im beruflichen Alltag funktionieren kann, welche Stolpersteine gegebenenfalls aus dem Weg zu räumen sind und wie ein Mobilitätsbudget zu mehr Mitarbeiter Zufriedenheit führen kann, das habe ich mit Nicola Büsse, COO und Geschäftsführerin von MOBIKO besprochen.

Nicola hat sich im gemeinsamen Gespräch sehr offen gezeigt und von dem noch recht jungen, dafür aber durchaus schnell wachsendem Start-Up aus München erzählt. MOBIKO ist ein 2018 von Audi’s „Denkwerkstatt“ (Audi Business Innovation) und dem Company Builder mantro gegründetes Unternehmen. Dieses möchte Arbeitgebern die Möglichkeit geben, die Mobilität ihrer Mitarbeitenden über ein Mobilitätsbudget zu managen. Dabei sei es den Mitarbeitenden möglich, dass diese ihr Budget flexibel und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt einsetzen können. Eigenverantwortlichkeit und Mitarbeiter-Motivation, über das eigentliche Gehalt hinaus, sind somit nicht nur Schlagworte, sondern können gelebt werden.

Wie Nicola in der aktuellen Folge ausführt, habe man MOBIKO 2019 ausgegründet, um eine noch breitere Masse an Unternehmen ansprechen zu können, für die das Mobilitätsbudget in Frage kommt. Zu einem, um die eigenen Mitarbeiter entsprechend zu motivieren, Nachhaltigkeit nicht nur auszuloben, sondern tatsächlich zu leben, aber auch um Kosten im Blick und damit auch im Griff behalten zu können. Interessant war hierbei die Aussage, dass zu Beginn der Wunsch/ Impuls nach veränderter Mobilität – weg vom klassischen Dienstwagen – durch die Mitarbeiter ans Unternehmen herangetragen wurde. Mittlerweile erkennen aber auch viele Firmen das Thema und wollen über MOBIKO entsprechende Impulse an die eigenen Angestellten geben.

Über eine digitale Plattform sei es Unternehmen möglich die Mitarbeiter nach verschiedenen Benutzergruppen zu clustern, individuelle Budgets für Bus, Bahn, E-Bike, usw… zur Verfügung zu stellen. Die Arbeitnehmer selbst können dann ganz individuell ihre Mobilität im Alltag ausleben und reichen über die Plattform (Web/ App) ihre Abrechnungen ein. Das MOBIKO-System erkennt die Belege, prüft diese und verarbeitet diese für das Unternehmen voll automatisiert. Der Mitarbeiter selbst sieht lediglich am Ende des Monats, auf seiner Abrechnung, wie sein Mobilitätsbudget abgerechnet wurde. Der Aufwand bei Unternehmen und Mitarbeiter wird somit auf ein Minimum begrenzt und lässt etwaige Hemmschwellen verschwinden.

MOBIKO arbeite laut Aussage von Nicola Anbieterunabhängig. Somit ist es egal, von welchem Anbieter der Mitarbeiter bspw. das E-Bike nutzt, insofern es für ihn in seinem Mobilitätsbudget freigegeben ist. Dies zahlt darauf ein, dass Unternehmen lediglich den Rahmen bereitstellen für die eigenen Angestellten. Diese aber eigenverantwortlich mit ihrem Mobilitätsbudget wirken dürfen.

Gestartet zum Beginn der Pandemie habe man dennoch ein gutes Wachstum verzeichnen können. Da Flexibilität im Alltag, New Work als auch gesetzliche Regulierung ihren Teil zu einem Wandel beim Mobilitätsdenken beigetragen haben. Eine Denke, welche auch aktuell durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, weiter befeuert wird. Denn in Zeiten steigender Diesel- und Benzin-Preise wird die Mobilität auch überdacht.

In diesem Zusammenhang ist es schön zu sehen, dass MOBIKO mit dem Mobilitätsbudget dem Arbeitgeber ein Mittel an die Hand gibt, nachhaltige Mobilität zu fördern. So können E-Autos und Ladekosten bspw. gezielt im Mobilitätsbudget integriert werden. Tankkosten für Diesel und Benzin werden aber ausgeschlossen. Gleiches gilt bei Leasingkosten für Fahrzeuge. Auch für die mittlerweile ausgelaufene kFw-Förderung von privaten Wallboxen bietet man eine Lösung. Aber ganz ehrlich, dass hörst du dir im Gespräch mit Nicola Büsse am besten selbst an.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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