MINI Cooper SE: Test, Eindrücke und Erfahrungen

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Der MINI Cooper SE ist die erste rein elektrische Variante eines MINI. Bereits 2017 hatte BMW den elektrischen MINI als Studie auf der IAA präsentiert. Mittlerweile ist er schon einige Zeit auf der Straße zu sehen und hat erst im vergangenen Jahr ein Update erfahren. Und eben ein solcher Elektro-MINI aus dem Modelljahr 2021 war für gut zwei Wochen bei mir zu Gast.

Ein Highlight, bin ich doch schon seit jungen Jahren Fan der Marke und deren Fahrzeuge. Und nicht erst seit dem Film „The Italian Job“. Eins vorweg, ein umgebauter MINI wäre mir vom Style-Faktor noch lieber. Aber auch die moderne E-Neuauflage braucht sich nicht zu verstecken. Denn auch hier gibt es Gokart-Feeling pur. Doch dazu gleich mehr.

Vorab sei noch erwähnt, meine Eindrücke sind vollkommen subjektiv und spiegeln demnach nur meine eigene Meinung wider. Denke aber, dass die Informationen, Eindrücke und Fotos in diesem Artikel ihren Teil dazu beitragen können, um sich ein erstes Bild vom MINI Cooper SE zu verschaffen.

 

Wie immer gilt; sollten nach dem Lesen des Test- und Fahrberichts des Elektro-MINI von BMW von deiner Seite noch Fragen offenstehen, einfach melden und ich versuche diese zu beantworten. Deine persönlichen Erfahrungen mit dem E-Auto von MINI kannst du mir gerne zukommen lassen, damit wir diese mit den anderen Lesern teilen. Über Elektroautos im Allgemeinen kannst du dich auf dieser Seite informieren.

MINI Cooper SE: Ein Klassiker im neuen Gewand

MINI Cooper SE Countryman ALL4 und MINI Cooper SE machen aktuell etwa 15 Prozent des weltweiten Gesamtabsatzes von MINI aus. Dieser Anteil soll sich bis zum Jahr 2027 auf 50 Prozent steigern. Zu Beginn der 2030er-Jahre will MINI ausschließlich rein elektrisch angetriebene Modelle im Programm haben. Dies gab die Marke im November 2021 zu verstehen. Startschuss hierfür ist der Cooper SE, als erster Stromer aus dem Haus der BMW Kleinwagenmarke.

2021 hat das 2019 erschienene Elektroauto ein Update erfahren. Interessierte Käufer erwartet seit dem ein modifiziertes Exterieur einschließlich Multitone Roof, spezifischen Designmerkmalen, stilvoll verfeinertem Interieur und hochwertiger Ausstattung. Auch neue Fahrerassistenzsysteme, Komfort- und Connected-Pakete seien verfügbar. Des Weiteren habe man ein spezielles Editionsmodell ins Leben gerufen, welches aufpreispflichtig zu erwerben ist. 

Der MINI Cooper SE Hatch – so die volle Bezeichnung meines Testwagens – kam nicht nur in der Lackierung Rooftop Grey und einer Innenausstattung, kombiniert aus Stoff und Leder in Black Pearl Light Grey daher, sondern auch als das zuvor aufgeführte Editionsmodell. Dazu im Verlauf dieses Testberichts mehr.

An der Motorisierung des kompakten Stromers der Kleinwagenmarke von BMW hat sich seit erstem Erscheinen nichts verändert. Verbaut ist ein 135 kW/184 PS starker Elektromotor, welcher für einen markentypischen Vorderradantrieb sorgt. Darüber hinaus setzt die Marke auf eine innovative Fahrstabilitätsregelung mit aktornaher Radschlupfbegrenzung oder vereinfacht ausgedrückt, dass vom Verbrenner-MINI bekannte Gokart-Feeling geht auch bei der Elektro-Variante nicht verloren.

Auf minimaler Grundfläche bot bereits der MINI von damals genügend Platz für vier Personen und ihr Gepäck. Dies geht in der Theorie auch beim MINI Cooper SE nicht verloren. Auch, wenn man in der zweiten Reihe einige Einschränkungen hinnehmen muss. Sollte aber bei einer solchen Fahrzeuggröße nicht verwundern. Aufgrund der Batterie müssen allerdings keine Abstriche wahrgenommen werden. Denn der Hochvoltspeicher ist tief im Fahrzeugboden angeordnet, sodass sich keinerlei Einschränkungen des Gepäckraumvolumens im Vergleich zum herkömmlich angetriebenen MINI 3-Türer ergeben.

Rein elektrisch sei eine Reichweite von 203 bis 234 Kilometer nach WLTP-Zyklus möglich. Wobei dies stark von der eigenen Fahrweise abhängig ist. Als der Stromer bei mir angeliefert wurde, wurden bei 100% vollem Akku noch eine Restreichweite von 137 km angezeigt. Fast 100 km Unterschied zur bestmöglichen Reichweite nach WLTP-Zyklus. Eine Ansage. Im Rahmen des Testzeitraums hat sich dies allerdings eingependelt und ich bin durchaus an die angegebenen Verbrauchswerte von 17,6 – 15,2 kWh/100 km gemäß WLTP herangefahren.

Als Kompakt-Stromer geht der MINI allemal durch. So bringt es dieser auf eine Höhe von 1.432 mm, bei einer Breite von 1.727 mm sowie einer Länge von 3.850 mm. Das Kofferraumvolumen wird mit 211 Liter angegeben – ein wenig zu wenig, um meinen E-Scooter zum Pendeln von der Ladestation – unter zu bekommen. Dachhoch mit umgeklappter Rücksitzbank sind dann 731 Liter Kofferraumvolumen vorhanden. Da klappt es dann auch mit dem E-Roller. Gewichtsmäßig kein Problem, können doch bis zu 335 Kilogramm zugeladen werden.

Produziert wird der MINI Cooper SE im Heimatland der Marke. Im MINI Werk Oxford läuft er gemeinsam mit den konventionell angetriebenen Varianten des Modells vom Band. Seine Antriebstechnologie stammt aus den Kompetenzzentren für Elektromobilität der BMW Group in Dingolfing und Landshut. Statt Verbrenner oder Diesel wird eben ein E-Motor und entsprechendem Akku verbaut. So einfach kann es gehen. Wobei man dem Stromer seine Verbrenner-Herkunft durchaus anzumerken vermag.

Exkus: Ausblick auf die vollelektrische Zukunft der Marke MINI

BMWs Kleinwagenmarke MINI hat vergangenen Herbst seine Zukunftsstrategie für die kommenden Jahre vorgestellt. Dabei greift das Unternehmen die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Energiewirtschaft und Klimaschutz auf und veruscht mögliche Lösungsansätze aufzuzeigen. „BIG LOVE“ sei hierbei der Leitzsatz, welcher die enge Verbundenheit der Marke zu den natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planeten, zu den Menschen in ihrer ganzen Vielfalt, zu technologischem Fortschritt und zu profitablem Wachstum, aufzeigen soll.

Nachhaltigkeit stehe im Fokus, was man bei MINI bereits durch eine kontinuierliche Reduzierung des CO2-Fußabdrucks pro Fahrzeug über den gesamten Produktlebenszyklus zum Ausdruck bringt, wie BMW zu verstehen gab. Erläutert wird dies am Beispiel der Lieferkette der ausschließlichen Nutzung von Ökostrom in der Produktion. Darüber hinaus strebe man bis 2030 die vollständige Elektrifizierung der Marke an, verbunden mit einem stetig wachsenden Anteil an Natur- und Recycling-Materialien in den Fahrzeugen.

Als global agierender Anbieter bekenne sich MINI zudem zur gesellschaftlichen Vielfalt und unterstütze Initiativen, die sich für Toleranz und eine offene Gesellschaft einsetzen. Trotz Ausbau der Fertigungsmöglichkeiten in China, setze man auch weiterhin verstärkt auf das Werk in Oxford. Damit bleibt der traditionsreiche Standort das Herzstück der Produktion und Großbritannien die Heimat der Marke MINI.

Derzeit habe man sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 der CO2-Ausstoß je Fahrzeug und gefahrenem Kilometer gegenüber dem Jahr 2019 mindestens halbiert werden soll. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Elektrifizierung des Antriebs. Erste Erfolge sind absehbar. So zeichnen sich der MINI Cooper SE Countryman ALL4 und MINI Cooper SE für etwa 15 Prozent des weltweiten Gesamtabsatzes von MINI aus. Dieser Anteil soll sich bis zum Jahr 2027 auf 50 Prozent steigern.

Im Jahr 2023 will MINI das erste Modell einer neuen Generation von rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen präsentieren. Das zukünftige Kern-Portfolio der rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge soll den MINI 3-Türer sowie jeweils ein Crossover-Modell im Kleinwagen- und im Premium-Kompaktsegment umfassen.

Gokart-Feeling im Alltag? So liefert der MINI Cooper SE ab...

Die Marke MINI ist vor allem für eins bekannt. Für ihr Gokart-Feeling. Wie man dies genau beschreiben soll, das ist mir auch nicht so ganz klar. Aber man spürt es, wenn man erstmals in einen MINI einsteigt. Bin hierbei auch der Überzeugung, dass der Antrieb keinen Unterschied macht. Die Elektro-Variante das Gefühl lediglich noch zu verstärken weiß. Denn kaum ist der Start-Kippschalter in der Mittelkonsole umgelegt, die Parksperre entfernt und der Vorwärtsgang eingelegt, brecht der Stromer mit seinen 135 kW/ 184 PS bei einem maximalen Drehmoment von 270 Nm nach vorn.

Dadurch, dass die modellspezifisch konfigurierte Hochvoltbatterie aus Lithium-Ionen-Zellen, die in 12 Module
unterteilt sind, im Fahrzeugboden verbaut ist, kommt der Cooper SE von MINI mit einem entsprechend tiefen Schwerpunkt daher. Wodurch dieser noch näher am Boden klebt. Eine souveräne und vor allem sichere Straßenlage ist dadurch auf jeden Fall gewährleistet, wie BMW selbst in entsprechenden Mitteilungen zu vermitteln mag. 

MINI setzt bei der Konstruktion der Hochvoltbatterien auf vergleichsweise kleine Energiespeicher, die eine auf die urbane Mobilität angepasste Reichweite sicherstellen und gleichzeitig nicht durch ein übermäßig hohes Gewicht den Stromverbrauch und die Agilität der Fahrzeuge beeinträchtigen sollen.

Trotz schwerem Akku sei die reine E-Variante, mit einem Leergewicht nach DIN von 1.365 Kilogramm, nur rund 145 Kilogramm schwerer als der MINI Cooper S 3-Türer mit Steptronic Getriebe. Aufgrund des nicht viel schwereren Gewichts, des durchaus starkem E-Motor und der Gegebenheit, dass E-Autos beim Start direkt ihre volle Leistung abrufen können, katapultiert es das Fahrzeug von 0 auf 60 km/h in 3,9 Sekunden. Oder wie BMW zu verstehen gibt: „Auf den ersten 60 Metern hält er dabei mühelos mit herkömmlich angetriebenen Sportwagen mit.“

Sollte natürlich nicht der Anspruch sein, sich Rennen mit Sportwagen zu liefern. Der vollständigkeitshalber sei noch erwähnt, dass der Sprint von 0 auf 100 km/h rund 7,3 Sekunden benötigt. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h ist dann auch Schluss. Aufpassen ist hierbei angesagt. Aufpassen vor dem eigenen Fahrgefühl, welches einen überwältigen kann.

Denn ich muss durchaus zugeben, dass ich direkt nach den ersten Kilometer einfach immer weiter fahren wollte mit dem E-Auto von MINI. Das Gokart-Feeling hatte mich gefangen und dafür gesorgt, dass ich in manchen Situationen mehr Strom gegeben habe, als es eigentlich der Fall sein sollte. Man muss hier durchaus darauf achten, dass die Pferde nicht mit einem durchgehen. Trotz der Tatsache, dass ich „nur“ in der Standard-Fahreinstellung MID unterwegs war.

Insgesamt stehen vier Modi zur Auswahl, welche durch Betätigung des Kippschalter in der Mittelkonsole gewählt werden können. Der leistungsfähigste Modus SPORT unterscheidet sich von der Standardeinstellung MID durch eine direktere Lenkungskennlinie und ein besonders spontanes Ansprechverhalten des Antriebs. Eher komfortorientiert kommt der Modus MID daher. Im Modus GREEN sowie im neuen, speziell für den neuen MINI Cooper SE konfigurierten Modus GREEN+ ist ebenfalls die komfortorientierte Lenkungscharakteristik aktiv.

Darüber hinaus ist der Antrieb in diesen beiden Modi auf maximale Effizienz ausgerichtet. Im Modus Green+ werden zusätzlich ausgewählte Komfortfunktionen wie Heizung, Klimatisierung und Sitzheizung eingeschränkt beziehungsweise deaktiviert, um die Reichweite des Fahrzeugs zu erhöhen. Es lässt sich hierbei festhalten, dass die Reichweite durchaus zunimmt. Die Fahrfreude leider aber auch ein wenig abnimmt. Daher sollte man in Abhängigkeit der jeweiligen Fahrsituation entscheiden, welcher Modus die richtige Wahl ist.

Reichweite, Verbrauch und Lademöglichkeiten im Blick

In den vorherigen Abschnitten bin ich nun schon auf einige Aspekte des vollelektrischen Fahrens mit dem Cooper SE Hatch von MINI eingegangen. In puncto Gesamtauftritt konnte er bereits überzeugen, bevor wir uns ans Design machen, gilt es, dass wir das Thema Laden noch ein wenig genauer unter die Lupe nehmen. Zunächst die Fakten meines Testfahrzeugs.

Zwei Wochen mit dem elektrischen MINI Cooper SE haben mir in der Tat viel Freude bereitet. Dabei muss man sagen, dass ich auch dieses Mal versucht habe, dass von reinen Stadtfahrten, über Überland- bis hin zu Autobahnfahrten alles mit dabei war, was man mit einem Elektroauto erleben kann. Somit hatte ich die Möglichkeit einen ganz guten Querschnitt durch die Strecken abzubilden, welche der Stromer von MINI wohl auch unter „normalen Begebenheiten“ meistern müsste.

Dabei hat sich zu Beginn gezeigt, insbesondere beim Ausreizen des Gokart-Feelings, dass sich der Energie-Verbrauch an der Obergrenze und leicht über den Angaben des WLTP-Zyklus aus dem technischen Datenblatt bewegt. Und dennoch ist es mir im Verlauf des zweiwöchigen Testzeitraums gelungen mich an die untere Grenze der WLTP-Werte anzunähern. Ohne großartige Einbußen beim Fahrgefühl hinnehmen zu müssen. Für mich ein durchaus überzeugendes Ergebnis.

Dennoch gilt natürlich auch beim MINI Cooper SE: „Egal welcher Fahrmodus gewählt wurde, egal wie sparsam man Druck auf das Strom-Pedal ausübt, irgendwann ist jeder Akku leer. Aber auch dafür ist man gewappnet. Noch bevor es an die eigentliche Ladestation geht.“

Die schnellstmögliche Lademöglichkeit bieten somit Gleichstrom-Lader mit 50 kW-Ladeleistung. Hier geht es in 35 Minuten von 10 auf 80%. Selbst lade ich üblicherweise an einem solchen 50 kW-Lader in meinem Heimatort und kann bestätigen, dass diese Werte aus dem technischen Datenblatt von MINI erreicht werden konnten.

Wer sich nicht sicher ist, wie weit die Restreichweite des E-Autos reicht, der sollte auf das Navigationssystem des Cooper SE setzen. Die eDrive Anzeige informiert über den aktuellen Energiefluss und die Reichweite sowie über Möglichkeiten, diese durch eine Deaktivierung von Komfortfunktionen oder die Erhöhung der Rekuperationsleistung zu steigern.

Auf der Navigationskarte kann ein Reichweitenkreis dargestellt werden, der den vom jeweiligen Batterieladezustand abhängigen Aktionsradius des MINI Cooper SE aufzeigt. Beim Start der Routenführung wird neben der schnellsten und der kürzesten Verbindung auch eine GREEN Route vorgeschlagen, die mit dem geringsten Stromverbrauch verbunden ist. 

Exterieur und Interieur im Fokus

Erste Erfahrungen, beschriebene Eindrücke und eingebundene Fotos haben dir hoffentlich einen Eindruck des MINI Cooper SE Hatch vermitteln können. Nun tauchen wir gemeinsam noch ein wenig mehr ein und betrachten das Exterieur und Interieur des E-Autos etwas genauer.

Bereits erwähnt fuhr mein Testwagen als sogenanntes Editionsmodell in der Lackierung Rooftop Grey und einer Innenausstattung, kombiniert aus Stoff und Leder in Black Pearl Light Grey vor. Wie MINI zu verstehen gibt vereint das Editionsmodell die für die jüngste Auflage des MINI entwickelten optischen Highlights wie die neugestaltete Frontpartie und das Multitone Roof mit exklusiven Designmerkmalen im Exterieur und Interieur sowie mit hochwertigen Ausstattungsdetails.

Wie zuvor aufgeführt kommt auch die zweite Auflage des Stromes mit einem auf Minimalismus fokussiertem Design daher. Dies äußert sich sowohl durch die runden Scheinwerfer und der hexagonale Kühlergrill als typische Designmerkmale der Fahrzeugfront, welche nun noch deutlicher betont werden. Bei den Editionsmodellen hat man künftig zudem die Wahl zwischen der Außenlackierung Island Blue metallic sowie der beim Testwagen zum Einsatz kommenden Lackierung Rooftop Grey metallic. Kombiniert wird diese mit dem im Wettbewerbsumfeld des MINI einzigartige Multitone Roof. Dahinter verbirgt sich eine neue Lackiertechnik, welche ein vom Windschutzscheibenrahmen bis ins Heck ziehenden Farbverlauf von San Marino Blue über Pearly Aqua bis Jet Black realisiert. Wahrlich ein Blickfang.

Schwarze Außenspiegelkappen, die 17 Zoll großen Leichtmetallräder im Design MINI Electric Collection Spoke sowie die in Piano Black hochglänzend gehaltenen Exterieurelemente, zu denen die Einfassungen für Kühlergrill, Scheinwerfer und Heckleuchten ebenso gehören wie die MINI Logos, der Modellschriftzug am Heck, die Türgriffe und die Side Scuttles runden das äußere Erscheinungsbild des Stromers ab.

Öffnet man die Tür, wird der Blick auf das Interieur des MINI Cooper SE freigegeben. Ist der Blick nach unten gerichtet, sieht man zunächst die Einstiegsleisten mit aufgedrucktem MINI Electric Logo, dann nimmt man aber auch schon Platz in den Sportsitzen in der Stoff-/Leatherettekombination Light Grey und kann von hier aus die neugestalteten Interieuroberflächen in der Ausführung MINI Yours Aluminium und einen anthrazitfarbenen Dachhimmel betrachten. 

Die Hände legt man beim Editionsmodell des Stromers auf ein Sport-Lederlenkrad in Nappa-Ausführung, das in den Editionsfahrzeugen ebenfalls ein MINI Electric Logo aufweist. Hierdurch wolle die Marke den Premium-Charakter des Elektro-Kleinwagen entsprechend unterstreichen. Zur Steigerung des Wohlbefindens bei kalter Witterung wird erstmals eine Lenkradheizung angeboten. Diese lässt sich direkt am Lenkrad durch einen kleinen Taster aktivieren, der auf der linken Seite davon vorzufinden ist. Die Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer hingegen lässt sich durch Kippschalter an der Mittelkonsole betätigen.

Zur Serienausstattung des MINI Cooper SE gehört das Paket Connected Navigation. Mit der Wahl des Pakets Connected Navigation Plus wird es um ein Head-Up-Display, die Telefonie mit Wireless Charging, den Concierge Service und die Funktionen von MINI Connected XL ergänzt. Aufpreispflichtig versteht sich. Im Vergleich zum Fahrerassistenz Plus-Paket fällt dies vergleichsweise günstig aus (dazu im nächsten Punkt mehr). 

Im Upgrade des Fahrerassistenz-Pakets ist eine aktive Geschwindigkeitsregelung enthalten, die nun erstmals eine
Stop & Go-Funktion umfasst. Somit ist es dem Stromer möglich bei Bedarf bis in den Stillstand abzubremsen. Mit kurzem Tritt aufs Strompedal geht es danach weiter. Eine automatische Tempo- und Abstandsregelung wird dabei entsprechend genutzt. 

MINI Cooper SE: Preise & Förderung durch Umweltbonus

Sollten dich die bisherigen Eindrücke des Stromers von MINI überzeugt haben, dann ist es nun wohl an der Zeit einen Blick auf die Preise zu werfen. Auch ob die Förderung durch den Umweltbonus für das Elektroauto von MINI eine Option ist will ich nicht unbeachtet lassen.

Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro. Des Weiteren ist mit dem jüngsten Konjunkturpaket eine Förderung reiner E-Autos in Höhe von maximal 9.000 Euro möglich; wenn der Netto-Listenpreis unter 40.000 Euro liegt.

Wie du sicherlich gemerkt hast, hast du bei der Konfiguration deines MINI Cooper SE die Qual der Wahl. Denn die Auswahl deines „Trims“ ist hierbei nur der erste Ausgangspunkt zum individuellen Stromer. Weitere Konfigurationsmöglichkeiten sind gegeben. Zur Einordnung möchte ich dir nachfolgend den Umfang meines Testfahrzeugs aufzeigen.

Mein MINI Cooper SE Hatch startet beim Listenpreis von 32.500 Euro, durch Sonderausstattungen im Wert von 8.800,00 Euro landet der Stromer schlußendlich bei einem Bruttolistenpreis von 41.300,00 Euro. Hiervon kann der Umweltbonus & Innovationsprämie in voller Höhe in Abzug gebracht werden. Es folgt die Auflistung der Sonderausstattung.

Fazit zum Test des MINI Cooper SE Hatch

Krasser könnte der Kontrast nicht sein. Kurz zuvor noch im BMW Flaggschiff iX unterwegs, dann der Umstieg auf den E-Kleinwagen MINI Cooper SE. Und dennoch fällt das Fazit nicht ganz so eindeutig aus, wie man es vielleicht vermutet. Denn beide E-Fahrzeuge haben ihre Vor- und Nachteile.

Doch es soll hier gar nicht zum Vergleich ausarten. Dafür sind sie zu unterschiedlich. Bleiben wir also beim MINI. Dieser hat mich für den Einsatz im urbanen Umfeld begeistert. Ein echtes Stadtfahrzeug, was eigentlich gar nicht mehr sein möchte. Denn mit kleinem Kofferraum, begrenzter Mitnahmemöglichkeit in der zweiten Reihe und eine doch recht überschaubare Reichweite, schränkt das Einsatzfeld des Cooper SE doch stark ein.

Innerhalb dieses Einsatzfeldes agiert er jedoch überzeugend. Nicht nur, dass er sich gekonnt durch den Verkehr in der Stadt schlängelt, Parkplatz-Suche kein Problem darstellt und auch das Laden ausreichend schnell ist, hat er mich vor allem durch das Fahrgefühl überzeugt.

Als Gokart-Feeling bezeichnet dies MINI selbst. Ein Gefühl nah an der Straße, mit guter Lage auf eben dieser und entsprechenden Vortrieb ausgestattet. Schnittig, schnell und dennoch gut zu steuern. Macht einfach Laune. Ein E-Auto was Spaß macht. Wenn es denn zu einem selbst passt. Das gilt es eben selbst herauszufinden. Vielleicht habe ich dir darauf ein wenig Lust gemacht?

Disclaimer

Der MINI Cooper SE wurde mir für diesen Testbericht kostenfrei, für den Zeitraum von zwei Wochen, von MINI zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine hier geschriebene ehrliche Meinung.

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Als Stadt- und Pendlerauto, wenn man eine eigene Wallbox hat, machbar. Aber Reichweite und Ladegeschwindigkeit sind für sie 2-3 längeren Fahrten, die sich im Laufe eines Jahres doch ergeben, so untauglich, dass es einschränkt. 50 kWh Akku und 100 kW Ladeleistung sollten eigentlich vorhanden sein.

Preislich gehobenes Lifestylauto(chen) für den Kurzbereich, im Fall von Langstrecken nur für Reisende, welche von Reiseroute lange etwas haben wollen.
Wer stylische Alternativen für stark erhöhte Alltagsnutzung sucht findet diese im KIA Soul oder dem Smart #One, welche eigentlich alles besser können und dabei weniger Kosten, aber etwas mehr Straßenraum für sich beanspruchen.

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