MINI Concept Aceman: Ausblick auf kommenden MINI E-SUV

MINI Concept Aceman: Ausblick auf kommenden MINI E-SUV

Copyright Abbildung(en): MINI

Ende kommenden Jahres startet heiß ersehnt die neue Mini-Generation. Während die Verbrenner unverändert aus dem britischen Oxford anrollen, sollen die Elektromodelle aus China die neue Automobilwelt erobern. Neben dem coolen Mini Hatch dürfte dem kompakten Einstiegscrossover Mini Aceman die wichtigste Bedeutung zukommen.

Seit mehr als zwei Jahren wird die neue Mini-Generation gemeinsam von BMW und dem chinesischen Kooperationspartner Great Wall entwickelt. Nachdem der aktuelle Countryman als Mittelklasse-SUV mit entsprechender Innenraumvariabilität aus dem Portfolio nicht mehr wegzudenken ist, wird es in der neuen Modellfamilie noch einen zweiten, deutlich kleineren Crossover geben, der die weltweiten Innenstädte erobern soll – natürlich elektrisch.

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Einen seriennahen Ausblick darauf bietet die Studie des Mini Aceman, ein 4,05 Meter langer Elektro-SUV, der ins Herz der urbanen Kundschaft trifft. „Das Mini Concept Aceman ermöglicht den Ausblick auf ein völlig neues Fahrzeug, das in der künftigen Modellfamilie die Position zwischen dem Mini Cooper und dem Mini Countryman einnimmt“, sagt Mini-Markenchefin Stefanie Wurst, „dieses Konzeptfahrzeug spiegelt wider, wie Mini sich in Richtung einer vollelektrischen Zukunft neu erfindet und wofür die Marke steht: ein elektrifiziertes Gokart Feeling, ein immersives digitales Erlebnis und ein starker Fokus auf einen minimalen ökologischen Fußabdruck.“

Das Außendesign ist typisch Mini und dabei nochmals deutlich puristischer als bisher. Überraschend allein, dass Mini den knapp über vier Meter langen SUV ernsthaft als Fünfsitzer anbieten will. Zumuten will man Mitfahrern welcher Größe auch immer die Rückbank sicher nicht für drei Personen. Zwei Personen können vorne wie hinten jedoch für diese Dimensionen angenehm sitzen, denn schließlich ist der Aceman nicht als Langstreckencrossover gedacht. Mit einer Breite von 1,99 Meter steht er stämmig auf seinen vier Reifen im 20-Zoll-Format, gefällt mit guten Proportionen und macht mit einigen seiner Karosseriedetails sogar auf Offroader.

„Das rein elektrische Fahrzeugkonzept ermöglicht es, das Design wieder mehr auf die traditionellen Grundwerte von Mini im Sinne des Prinzips von Creative Use of Space zu lenken“, sagt Mini-Chefdesigner Oliver Heilmer, „dadurch entstehen Modelle, die auf der Straße wenig Raum beanspruchen und gleichzeitig in ihrem Inneren mehr Komfort, mehr Vielseitigkeit und mehr Emotionen bieten als jemals zuvor.“

Noch spartanischer als das Äußere zeigt sich der Aceman-Innenraum. Das Cockpit wird von einem großen Rundinstrument dominiert, auf dem alle Funktionen dargestellt werden. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das spätere Serienmodell hinter dem Lenkrad zumindest ein Head-Up-Display mit den wichtigsten Informationen für den Fahrer bietet und mittelfristig gar größere Teile des Armaturenbretts und der Windschutzscheibe als Projektionsfläche nutzt. Bitter für die meisten Mini-Fans: die charakteristische Toggle-Leiste mit den wichtigsten Direktschaltern bleibt zwar erhalten, doch die so beliebten Ledersitze, bisher gesetzt bei den besonders edlen Modellen, sollen ersatzlos gestrichen werden.

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Zukünftig können die Insassen auch bei den höchsten Ausstattungsstufen nur noch auf Textil- und Kunststoffsitzen Platz nehmen können. Auch die Studie ist mit kunterbunten Stricksitzen im Recyclingtextil ausgestattet. Vielleicht entscheiden sich die Mini-Verantwortlichen mit Blick auf aktuelle Ausstattungsquoten, verwöhnte Kundschaft und zeitgemäßen Innenraumchic doch noch für das optionale Lederinterieur, denn die aktuelle Gestaltung von Sitzen und Türtafeln erinnert mit Mustern und Darstellung eher an die Generation des ersten Renault Twingo. Die Zeiten, in denen der Innenraum der Mini-Modelle mit Chrom und Leder verziert wurden, scheint jedoch endgültig vorbei zu sein. Freuen wird das nicht alle Mini-Fans.

Auffälliger denn je sind bei der Studie des Mini Aceman die LED-Leuchteinheiten vorne wie hinten. Die Lichtsignatur im Stile des britischen Union Jack am Heck gehört jedoch der Vergangenheit hat. Stattdessen gibt es markante Lichtelemente, die der Mini-Kunde auf Wunsch aus dem Fahrzeug variieren kann. Beim Konzeptmodell wird der obere Teil des angedeuteten Kühlergrills zudem als variable Darstellungsfläche genutzt. Den angedeuteten Union Jack gibt es allein mit dem Dachgepäckträger, der dem Zukunftsmodell neben dem angedeuteten Unterfahrschutz mehr Lifestylecharakter verleihen soll.

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Zu den Antrieben hält sich Mini mehr als zwei Jahre vor dem Marktstart noch überraschend bedeckt. Jedoch ist es längst kein Geheimnis mehr, dass die Elektroversionen wahlweise über Front- oder Allradantrieb verfügen sollen. Neben dem rund 180 PS starken Mini Cooper Aceman könnte es den rund 225 PS starken Cooper S und einen rund 300 PS starken John Cooper Works als Allradversion geben. Darauf können sich die Mini-Jünger daher bereits freuen. Die Akkupakete dürften Größen zwischen 40 und 60 kWh in sich tragen, was Reichweiten zwischen 350 und 500 Kilometern ohne Ladestopp ermöglichen würde.


Über den Autor: Stefan Grundhoff; press-inform

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Mini war mal wirklich ein cooles und witziges Auto – bis BMW einstieg. Nun ist aus dem City-Hopper ein City-SUV-Monster geworden. Ein Auto von dem niemand weiss, wozu es genau gut sein soll. Gross ist der Mini geworden, aber nicht erwachsen und nicht ausgereift. Wenn es ein paar Hausfrauen dazu bewegt auf Elektro zu wechseln, dann ist es ja gut. Zum Glück hat er (noch) keine Wandernieren erhalten.

Wichtig ist vor allem, dass in jener Kompaktkategorie das elektrische Angebot steigt. Das wird in den nächsten Jahren (endlich) geschehen etwa durch Renault-Nissan, durch den VW-Konzern (inkl. Cupra), durch Mini und weitere. Ich freu mich drauf. Und hoffentlich auch bei Hyundai/KIA, Toyota und anderen dann. Top.

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