MG4 Electric ab 31.990 Euro – Chinas Alternative zum VW ID.3

Copyright Abbildung(en): MG Motor

Der chinesische Autohersteller MG meint es mit dem Ausbau seines Produktportfolios in Europa mehr als ernst. Als nächstes soll der MG4 Electric Kompaktmodelle wie den VW ID.3, einen Cupra Born oder den kommenden Opel Astra-e angreifen.

Wahlweise ist der 4,29 Meter lange MG4 mit einer gerade einmal elf Zentimeter hohen Flachbodenbatterie ausgestattet, die über eine Kapazität von 51 oder 64 kWh verfügt, was eine Reichweite von 350 bis 450 Kilometern ohne Nachladung ermöglichen soll. Innen gibt es durch das flache Batteriepaket im Unterboden und den Hinterradantrieb viel Platz für bis zu fünf Passagiere und eine ausgeglichene Gewichtsverteilung von 50:50. Mittelfristig soll es jedoch nicht bei dem 125 kW / 170 PS sowie 150 kW / 204 PS starken Heckantrieb bleiben und der MG4 bekommt weitere Leistungsstufen sowie einen optionalen Allradantrieb, der den meisten Wettbewerber vorbehalten bleibt. Der MG4 Electric beschleunigt in 7,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und hat eine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

MG Motor

Der mindestens 28.420 Euro teure MG4 Electric basiert – aktuell rund 10.000 Euro günstiger als der 204 PS starke Basis-VW-ID-3 – als erstes MG-Modell für den europäischen Markt auf der vom Mutterkonzern SAIC entwickelten MSP-Plattform.

Update: Die Basisversion „Standard“ des MG4 Electric kostet 31.990 Euro, der Hersteller verlangt für das mittlere Modell „Comfort“ 35.990 Euro und für die Topversion „Luxury“ 37.990 Euro.

Ihr skalierbarer Aufbau eignet sich für Radstände von 2,65 bis 3,10 Meter, was verschiedene Karosserieaufbauten von einer Schrägheckversion über Limousinen bis zu einem Crossover ermöglicht. Das Ladevolumen des MG4 Electric, dessen Radstand 2,71 Meter beträgt, liegt zwischen 350 und 1.165 Litern. Innen gibt es Platz für vier bis fünf Personen, während der Fahrer auf sieben Zoll große Digitalinstrumente und ein 10,25 Zoll großes Zentraldisplay blickt.

MG Motor

„Der MG4 Electric ist ein weiterer Meilenstein in der langen Geschichte von MG Motor“, so Xinyu Liu, CEO von MG Motor Europe. „Er bietet eine intelligente Alternative für Kunden, die mehr wollen. Als erstes Fahrzeug auf Basis unserer technologisch ausgefeilten und äußerst flexiblen MSP-Plattform verbindet er eine beeindruckende elektrische Performance, ein exzellentes Fahrverhalten und innovative Assistenzsysteme mit einer leichten Bedienbarkeit und einem außergewöhnlich dynamischen Design.“

Der MG4 ist zum Marktstart mit einer 400-Volt-Bordspannung ausgestattet; kann für nachfolgende Modellgenerationen jedoch auf eine 800-Volt-Technik für größere Ladegeschwindigkeiten aufgerüstet werden. Der MG4 hat in seiner Basiskonfiguration eine Reichweite von 350 Kilometern. Die Wechselstrom-Ladeleistung an liegt bei 6,6 Kilowatt, bei Schnellladungen bis zu 117 Kilowatt lässt sich das 51-kW-Akkupaket in 40 Minuten von 10 auf 80 Prozent befüllen. Bei den Modellen mit mehr Leistung und dem größeren Akkupaket liegt die maximale Ladeleistung bei 135 kW.

MG Motor

MG Motor will seinen Wachstumskurs nach der Markteinführung des MG4 Electric speziell in Europa weiter fortsetzen. „Die Einführung des neuen MG4 Electric ist unser bisher wichtigster Schritt. Und es wird noch mehr kommen“, sagt Xinyu Liu, „MG Motor hat sich zum Ziel gesetzt, intelligente Mobilitätslösungen mit erschwinglichen, aber gut ausgestatteten und qualitativ hochwertigen Autos zu entwickeln, die ein großartiges Fahrerlebnis bieten. Bis zum Jahr 2025 werden wir das Portfolio der Marke auf zehn Modelle erweitern, um die Kundenbedürfnisse in verschiedenen Segmenten – vom Kleinstwagen bis zu Sportwagen – zu erfüllen.“


Über den Autor: Patrick Solberg; press-inform

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Der Preis stimmt nicht. Es sind 32k plus 900€ Auslieferung und 1000€ Expresspauschale bei Auslieferung dieses Jahr. Also 34k. Tesla-Tricks, da sind wir beim Thema.

Ich glaube nämlich eher, das wird Kunden catchen, die sonst auf nen Tesla gespart hätten. Ladegeschwindigkeit passt zu Tesla, qualitativ eher besser, aber deutlich billiger und hat CarPlay/Android Auto sowie ne Federung. Zum Fernlichtassistenten und zur Intervallfunktion der Scheibenwischer ist nichts bekannt, aber schlechter als bei Tesla kann beides nicht sein.

VW dagegen bedient erst einmal die ganzen Firmenwagenfahrer, da muss man beim ID.3 das alte Grundmodell für 29.900€ nicht mehr heraus holen. Und natürlich fangen sie die Kunden, die einen Händler am Ort haben wollen. Das sind viel mehr als man denkt.

Last edited 12 Tage zuvor by David

erinnert mich etwas an Dacia damals.
günstige Autos für Leute die kein Statussymbol brauchen.

lass wir uns überraschen ob da mit Qualität und Benutzerfreundlichkeit gepunktet wird.

es bleibt spannend

Egon muss jetzt ganz tapfer sein: Preiswerter und vielleicht auch besser als die Volkwagen….

Würde ich nie kaufen, genau wie einen Dacia auch nicht. Noch eher ein VW, aber auch das ist bei mir Geschichte, solange es keine sportlichen Mittelklassewagen von Audi oder VW gibt. Das wird wohl noch lange dauern, bis es da was gibt – da haben VW und Co. die Zeit komplett verschlafen.
Ich bin froh, dass ich in meinem starken Elektroauto einer führenden, bekannten Marke (Ami) eine perfekte Verarbeitung aus chinesischer Produktion jeden Tag genießen darf, jeder Schweizer Kollege hat mir bisher mit einem Oha, du fährst Tesla die Anerkennung gezeigt, die diese Marke bei uns in der Schweiz mittlerweile genießt. Das ist sicher auch in Deutschland kaum anders – aber das wissen ja alle ehrlichen, unverfälscht denkenden Menschen die im Leben Erfolg haben sowieso.

Last edited 12 Tage zuvor by Läubli

@David:
Glaubst du du bekommst es in diesem Leben noch einmal hin, in in einem Artikel in dem es um VW und einen asiatischen Hersteller geht Dein dummes Tesla Bashing einfach einmal zu lassen?
Ich glaub da wären sehr viele viele Leute hier im Forum wirklich sehr dankbar!

So etwas hängt für mich ganz stark davon ab, ob ich einen Händler- und Servicebetrieb in der Nähe habe und ob das Netz auch sonst (mindestens) deutschlandweit passabel ausschaut. Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten hinzugekommenen asiatischen Marken (Japan, Korea) haben jenes Level mittlerweile erreicht.

Als wir in den 1980ern mit unserem damaligen neuen Mazda 323 nach Österreich und Südtirol fuhren, hatte ich noch mulmiges Gefühl das Servicenetz dort betreffend. Muss ich heute selbst drüber schmunzeln.
So ein Netz müssen aber neue Marken wie MG, BYD und und und erst mal aufbauen. WENN es einem als Kunde ein Anliege ist, bei mir etwa ist es ein solches.

Neuerdings ist es das fehlende Händlernetz, welches bezahlte Lobbyisten wie unser Porsche FUD David wie eine Sau durchs Dorf treiben, aber sind wir doch einmal ehrlich.
Wie oft kommt es bei einem Neuwagen vor, daß ich außer zum Service bei Verbrennern jährlich zum Service muß?

Klar, die alten OEMs müssen ihre Werkstätten auslasten und deswegen fährt der David mit seinem Porsche jährlich zur Inspektion – da spielt man dann über viele Stunden sehr altmodisch wenigstens einmal pro Jahr ein „neues“ Software Update via Kabel auf.

Das machen moderne Firmen übrigens seit über 10 Jahren schon via OTA.

Wer ist den wirklich mit seinem Neuwagen einmal liegen geblieben?
– und eine Mobilitätsgarantie gibt es dann ja auch noch.
Die meisten braven Deutschen sind dann auch noch sicherheitshalber im ADAC – das läßt dann auch sehr tief blicken.

Also lasst Euch von Leuten wie David oder Egon keine Angst machen, wo nichts zu befürchten ist.

Die gegnerische Versicherung bezahlt übrigens notfalls den Leihwagen bis das benötige Ersatzteil da ist – auch diese Angstschiene bedient unser FUD David ja immer wieder gerne.

Unsere bisherigen Neuwagen von Peugeot, VW, BMW und jetzt Tesla haben uns bisher noch nie ein „dichtes Händlernetz“ vermissen lassen.

;-)

Werde mal schauen, probefahren, überlegen.
Bei uns in der Nähe hat ein anerkannter, alteingesessener Händler (Fiat, Suzuki u. a.) nun auch MG im Angebot und wie ich höre, könnte Mitte Oktober dort ein MG4 Electric zum Anfassen und mehr vor Ort sein.

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