Mercedes-Benz bringt Batterie künftig auf die Schiene

Mercedes-Benz bringt Batterie künftig auf die Schiene

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Mercedes-Benz bringt die Batterie auf die Schiene. Nicht in Form von Batteriebetriebenen Zügen, sondern als Transportmittel, um von einer klimaneutralen Transportlösung zu profitieren. Zu Beginn der Woche wurde das hochmoderne Automotive Logistics Center in direkter Nähe zum Mercedes-Benz Werk Bremen offiziell eröffnet. Dieses gilt als Dreh- und Angelpunkt für die Batteriesystem der EQ-Modelle.

Denn das Zentrum für Batterielogistik steht im Mittelpunkt des klimaneutralen Logistikkonzepts für die Batteriesysteme des neuen Mercedes-EQ Modells EQE. DB Cargo transportiert die Systeme ab diesem Jahr CO2-neutral vom Mercedes-Benz Werk Hedelfingen in Stuttgart über rund 650 km nach Bremen und liefert sie bedarfsgerecht und ebenso CO2-neutral bis ans Band des Bremer Mercedes-Benz Werks. DB Cargo sei es möglich, dass die Züge in direkter Nähe der Werkshallen rangieren und dort abladen können. In nächster Nähe werden die Lithium-Ionen-Batterien in einem Traileryard sowie einer Batteriehalle zwischengelagert und für die Anlieferung ans Montageband vorbereitet. Die Abwicklung erfolgt dabei mit elektrischen Zugmaschinen.

Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand für Güterverkehr, gab bei der Inbetriebnahme des nachhaltigen Logistikkonzepts zu verstehen, dass „ein einziger Güterzug die Fracht von bis zu 52 Lkw befördern kann und spart automatisch 80 bis 100 Prozent des CO2-Ausstoßes ein im Vergleich zum reinen Straßentransport.“ Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Ambition 2039 von Mercedes-Benz, wie auch Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz Group AG, Produktion und Supply Chain Management, einzuordnen vermag: „Die CO2-neutrale Transportlogistik ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zu einer klimaneutralen Fahrzeugflotte und deren Herstellung. Für unser weltweites Produktionsnetzwerk setzen wir dabei auf einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Transportmix. Die intelligente Kombination nachhaltiger Transportmedien, wie im Bremer Batterielogistikzentrum, ist dabei maßgebliche Voraussetzung.“

Nikutta weiß von Seiten der DB zu ergänzen, dass der Transport der Lithium-Ionen-Akkus nicht gerade einfach ist: „Batterien sind nicht gerade leicht, sensibel im Handling und müssen sorgsam transportiert werden, bis sie am Fließband sind. Da ist ein DB Cargo-Zug ganz natürlich das klimafreundliche Transportmittel der Wahl!“ Entscheidend für die CO2-Bilanz ist die Tatsache, dass Versorgungs- und Lieferwege über die eine ganz neue Rolle zu teil wird: Der Transport von Lithium-Ionen-Batterien stellt spezielle Anforderungen. Auch die Vorbereitung der Bauteile für die Montage am Fließband sind neue Aufgaben für den Bahnlogistiker DB Cargo. Dabei muss sich die Bahnlogistik verlässlich auf den Produktionstakt der Automobilindustrie anpassen – „im Takt“ von Schiene, Logistik und Fließband.

Mercedes-Benz setzt dabei vollständig auf klimaneutrale Schienenlogistik: „Eco plus“ lautet das Angebot, mit dem DB Cargo die Logistikketten des Premiumherstellers vollständig CO2-neutral organisiert. Das gilt sowohl für die Anlieferung von allen Fahrzeugteilen per Schiene in die Mercedes-Benz-Werke, wie auch für die Auslieferung von fabrikneuen Fahrzeugen. Ähnliche Schritte ist die Deutsche Bahn bereits in der Vergangenheit mit dem VW Konzern gegangen.

Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung

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Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorstand für Güterverkehr, gab bei der Inbetriebnahme des nachhaltigen Logistikkonzepts zu verstehen, dass ein einziger Güterzug die Fracht von bis zu 52 Lkw befördern kann und spart automatisch 80 bis 100 Prozent des CO2-Ausstoßes ein im Vergleich zum reinen Straßentransport.“

Und 1 Lokführer für die Fracht von bis zu 52 Lkws, das ist fast schon autonomes Fahren, aber ohne G5.

Zudem auch noch ohne Reifenabrieb, Lkws-Staus, überfüllte Lkw-Parkplätze und Billiglöhner.

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