Mazda: Sieht die Zukunft vielfältig. Es gibt nicht den einen Antrieb!

Copyright Abbildung(en): Elektroauto-News.net

Im Rahmen der ersten europäischen Pressefahrt des Mazda CX-60 e-Skyactiv Plug-In-Hybrid konnte ich mich mit Jochen Münzinger, Direktor für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mazda Deutschland, über die Pläne des Automobilherstellers für die Zukunft austauschen.

In der Welt der Elektromobilität gilt der japanische Automobilhersteller Mazda als Nachzügler und „muss“ aufholen, um mit den Marktbegleiter mithalten zu können. Wobei müssen ein ziemlich starkes Wort ist. Insbesondere dann, wenn man sich wie Mazda für die Vielfältigkeit im Antrieb entscheidet, wie Münzinger im gemeinsamen Gespräch ausführt.

Für Mazda sei die aktuelle Zeit, mit all ihren Herausforderungen eine disruptive Zeit, welche den Wandel beschleunige. Aber eben nicht nur in eine Richtung. Es gilt den für den jeweiligen Markt sinnvollen ökologischen Antrieb zu finden. Dies spiegelt sich in der Multi-Solution-Strategie der Marke wider.

Denn trotz aller Investitionen in die Elektrotechnologie hat Mazda den Verbrennungsmotor immer noch nicht aufgegeben. Bewusst, sei angemerkt. Das Unternehmen plant, bis 2025 fünf neue Hybridautos und fünf neue Plug-in-Hybride auf den Markt zu bringen. Dabei verspricht der japanische Hersteller, dass seine Benzin- und Dieselmotoren der nächsten Generation niedrigere CO2-Emissionen, niedrigere NOx-Emissionen, einen besseren Kraftstoffverbrauch und mehr Leistung bieten sollen.

Aber auch weitere Elektroautomodelle, neben dem Mazda MX30 seien in Planung. Dann allerdings auf einer vollkommen neuen Plattform. Hierbei handle es sich um die dedizierte Skyactiv EV Scalable Architecture. Diese wurde bereits im Jahr 2021 angekündigt. Damals noch mit drei E-Modellen, welche zwischen 2025 und 2030 auf die Straße kommen sollen. Herr Münzinger führte Elektroauto-News.net gegenüber aus, dass bis 2030 mit mindestens fünf E-Fahrzeugen auf dieser Plattform zu rechnen sei. Diese bewegen sich über alle Segmente hinweg.

Mazda achte dabei allerdings darauf, wie schon beim Erstlingsstromer, dass die Fahrzeuge durch und durch grün sind. Der CO2-Rucksack soll bewusst gering gehalten werden und dem jeweiligen Anwendungszweck entsprechen. Sprich, ein Fahrzeug wie der MX30, der eher als Zweitwagen oder für den Einsatz im urbanen Alltag gedacht ist, muss keinen riesigen Akku mit sich herumtragen. Insofern sinnvoll, da dieser CO2-mäßig mit am schwersten ins Gewicht fällt. Es gilt ein ausgewogenes Mittelmaß zu finden.

Der MX30 habe dies bereits gefunden, erfreue sich hoher Zusprache am Markt und ist derzeit bereits für das komplette Jahr 2022 ausverkauft. Dies liegt aber nicht nur am Interesse der E-Autofahrer, wie Herr Münzinger ausführt. Auch die Lieferkettenproblematik spiele hierbei eine Rolle. Denn nach der Umstellung auf das neue Modelljahr – mit optimierter Ladetechnik und Ausstattungsangebot – wollte die Produktion nicht mehr so richtig anlaufen. Dies habe man mittlerweile wieder im Griff.

Positiver wirkt hier schon eher der Zuspruch auf den neuen Mazda CX-60 e-Skyactiv Plug-In-Hybrid, dieser habe alleine in Deutschland schon über 5.000 Vorbestellungen, welche noch 2022 ausgeliefert werden. Und somit vom Umweltbonus profitieren. Bis Ende September verspricht der japanische Automobilhersteller zudem, dass die bis dorthin bestellten Plug-In-Hybriden (Leasing/ ausgewählte Variante) ebenfalls vom Umweltbonus profitieren. Selbst wenn die Auslieferung erst im ersten/ zweiten Quartal 2023 erfolgt. Die Kaufprämie für Plug-In-Hybride geht dann zu Lasten Mazdas.

Mit dem CX-60, welcher zunächst nur als PHEV auf die Straße kommt, treibt Mazda die Elektrifizierung seines Modellprogramms voran und erweitert seine Crossover-Palette: Mit dem Mazda CX-60 bringt die Marke das erste Modell mit Kombination aus Verbrenner und E-Fahrzeug auf die Straße. Zeitgleich handle es sich dabei um das leistungsstärkste Straßenfahrzeug der Japaner. Das Plug-in Hybridantriebssystem aus einem 2,5-Liter Skyactiv G Reihenvierzylinder-Benzinmotor mit 141 kW / 191 PS sowie einem 100 kW / 136 PS Elektromotor entwickelt eine Systemleistung von 241 kW / 327 PS sowie ein maximales Systemdrehmoment von 500 Nm. Die Batterie weist eine Kapazität von 17,8 kWh auf, ermögliche eine rein elektrische Reichweite von 63 Kilometern (nach WLTP).

Im gemeinsamen Gespräch hat Jochen Münzinger ausgeführt, dass sich der Akku des Teilzeitstromers, im Gegensatz zu PHEV-Modellen der Marktbegleiter, nicht im Kofferraum sondern zwischen Vorder- und Hinterachse widerfinde. Was für eine entsprechend gute Lage auf der Straße führe. Rein elektrisch fährt der CX-60 als PHEV bis zu 140 km/h.

Nach gut 95 Kilometer Strecke, welche ich im ersten PHEV der Marke zurücklegen konnte, lässt sich festhalten, dass das teilelektrifizierte Fahrzeug in der Tat einiges richtig macht. Die rein elektrische Reichweite von 63 Kilometer scheint realistisch erreichbar, insofern man sich im Stadtverkehr befindet. Auf freier Strecke nimmt die Kilometer-Reichweite schneller ab, als man diese eben auf der Straße zurücklegt. Aber dies trifft den japanischen Automobilhersteller nicht alleine. Es geht den Marktbegleitern ähnlich.

Dennoch ist es möglich den Plug-In-Hybriden recht sparsam von A nach B zu bewegen, insofern man mit dem Gas-/ Strom-Pedal vorsichtig umgeht. Der Kraftstoffverbrauch beläuft sich im kombinierten WLTP-Zyklus auf 1,5 Liter je 100 Kilometer, was CO2-Emissionen von 33 g/km entspricht – so Mazda in einer entsprechenden Mitteilung. Auf meiner Teststrecke kam ich auf einen Energieverbrauch von 20,6 kWh/ 100 km sowie 2,2 Liter auf 100 Kilometer. Wobei angemerkt sein sollte, dass eine längere Strecke auf der Autobahn zurückgelegt wurde, sowie auf der Landstraße. Was nicht unbedingt mit WLTP-typischen Geschwindigkeiten einhergeht.

Wer seinen Mazda CX-60-e Skyactive Plug-In-Hybrid regelmäßig lädt, der wird seine Freude daran haben und bekommt ein Fahrzeug, welches überzeugend dasteht und vor allem beim Fahren eine gute Figur abgibt. Insofern man beim navigieren die Größe des Gefährts nicht außer Acht lässt. Denn im Innenraum wirkt er durchaus kompakt und aufgeräumt. Von außen zeigt sich dann allerdings dessen kraftvolles, wuchtige Auftreten. Mehr Details hierzu in unserem ersten Artikel über das Fahrzeug. Im Detail dann mehr in einem folgenden Testbericht, sobald erste Testwagen zur Verfügung stehen.

Der Mazda CX-60 ist das erste von zwei neuen Crossover-Modellen, die auf einer neuen „Large Platform“-Architektur basieren und in den kommenden zwei Jahren in Europa eingeführt werden sollen. Als Plug-in Hybridantrieb ist der Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV ein wichtiger Teil der Mazda Multi-Solution-Strategie für eine nachhaltige Mobilität. Diese folgt dem Prinzip, dass es für unterschiedliche Anwendungen eine jeweils passende Antriebslösung gibt. Doch das lässt du dir am besten selbst von Herr Münzinger in der aktuellen Podast-Folge erläutern.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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Ich seh die Zukunft von Mazda gar nicht vielfältig, sondern einfach nur dem bestehenden Trend weiter abwärts folgend…

Das sieht nicht gut aus für Mazda.
Jetzt noch groß Geld in tote Techniken stecken? Andere schränken ihr PlugIn-Hybrid-Angebot schon ein, das Ende des Verbrenners ist gar nicht mehr weit weg. In vielen Ländern werden reine BEV massiv staatliche bevorzugt und es hängt nur von der Lieferfähigkeit der OEM ab, sich in diesem riesigen neune Markt Anteile zu sichern…
Und dann beschäftigt sich Mazda mit der Technik von gestern, die morgen tot sein wird..
Ein Wettbewerber weniger .. leider.

Man merkt gerade läuft wieder die nächste Konzern Lawine in Bezug auf Batterie Alternativen um den Verbraucher wieder Sand in die Augen zu streuen…
Es wird dringend zeit für ein Verbrenner Verbot!

Mazda hat es geschafft das mit Abstand schlechteste E Auto zu bauen, das es gibt. Und es ist das Einzige, das Mazda hat.

Interessant, wer hier alles Mazda also „auf dem Holzweg“ verortet.
Und Toyota und BMW usw. usf.

Man sollte an den alten Spruch dabei denken, dass derjenige, der lauter Geisterfahrer auf der Autobahn zu sehen meint, i. d. R. selbst der Geisterfahrer ist ;)

„Interessant, wer hier alles Mazda also „auf dem Holzweg“ verortet.“

Nein.
Traurig ist stattdessen, wer es alles noch nicht gemerkt hat, dass das Verbrennen (und damit unwiederbringlich verlorener) fossiler Rohstoffe niemals nachhaltig sein kann.

Last edited 22 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

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