Mazda soll bis 2025 drei neue Elektroautos bringen wollen

Mazda soll bis 2025 drei neue Elektroautos bringen wollen

Copyright Abbildung(en): Mazda

Der japanische Autohersteller Mazda, der in Sachen E-Mobilität eher als Nachzügler gilt, will sein Angebot an Elektroautos ausbauen und soll bis 2025 drei neue Elektro-Modelle ins Portfolio aufnehmen. Die drei neuen Stromer sollen alle auf der neuen, dedizierten Skyactiv EV Scalable Architecture aufbauen, welche der Hersteller bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte. Damals hieß es noch, die drei neuen E-Autos sollen zwischen 2025 und 2030 eingeführt werden – also später als nach dem aktuellen Bericht von AutoExpress. Eine Quelle für die Information des vorgezogenen Zeitplans nennt das britische Fachblatt leider nicht.

Die neue Plattform kann zwischen den Achsen flexibel erweitert werden. Mit höherem Radstand kann auch die Batteriekapazität erhöht werden. Diese Plattform-Strategie, die mittlerweile mehrere Hersteller für ihre E-Autos verfolgen, hat den Vorteil, dass unterschiedlich große Fahrzeuge – etwa ein Kleinwagen und ein großer SUV – theoretisch auf der gleichen Montagelinie zusammengeschraubt werden können, was aus Fertigungssicht erheblich effizienter ist als bisherige Vorgehensweisen.

Mazda hat noch keinerlei Leistungsdaten für die neue Plattform mitgeteilt. Bekannt ist, dass zunächst die eher kleineren Segmente gefüllt werden sollen. Es darf also zunächst mit Elektroautos im Format eines Mazda 3 oder CX-30 gerechnet werden.

Trotz aller Investitionen in die Elektrotechnologie hat Mazda den Verbrennungsmotor immer noch nicht aufgegeben. Das Unternehmen plant, bis 2025 fünf neue Hybridautos und fünf neue Plug-in-Hybride auf den Markt zu bringen. Dabei verspricht der japanische Hersteller, dass seine Benzin- und Dieselmotoren der nächsten Generation niedrigere CO2-Emissionen, niedrigere NOx-Emissionen, einen besseren Kraftstoffverbrauch und mehr Leistung bieten sollen. Diese neuen Verbrenner werden weiterhin auf Mazdas Skyactiv Multi-Solution Scalable Architecture aufbauen. Käufer sollen die Wahl zwischen 24V- oder 48V-Mild-Hybrid-Antriebssträngen (wobei erstere kleineren Fahrzeugen und letztere für größere Autos reserviert sind), Plug-in-Hybriden und einem Range-Extender-System mit Wankelmotor haben.

Das Unternehmen teilt mit, seine Ingenieure auch mit der Entwicklung erneuerbarer synthetischer Kraftstoffe beauftragt zu haben. So will Mazda die CO2-Emissionen seiner gesamten Flotte reduzieren, ohne dass enorme Infrastrukturänderungen erforderlich sind – der Kraftstoff könnte an herkömmlichen Zapfsäulen bezogen werden. Derzeit untersucht Mazda synthetisierte Kraftstoffe aus Kohlenstoff, welcher durch riesige Filter direkt aus der Atmosphäre gezogen werden soll. Der Kohlenstoff werde dann mit Wasserstoff in einem Verhältnis vermengt, um ihm genau die gleichen Eigenschaften wie herkömmliches Benzin und Diesel zu verleihen. Wird bei der energieintensiven Herstellung dieses Kraftstoffs Ökostrom verwendet, ist der Vorgang fast komplett CO2-neutral.

Mazda arbeitet zudem an Biodieselkraftstoffen, die aus nachhaltigen Rohstoffen wie Mikroalgenfetten und gebrauchtem Speiseöl hergestellt werden sollen. Wichtig sei dem Hersteller, dass diese Rohstoffe nicht mit Landflächen für die Lebensmittelversorgung konkurrieren, wie es normalerweise bei Biodieselkraftstoffen der Fall ist.

All diese Innovationen sollen Mazda dabei helfen, seine Klimaziele zu erreichen. Das Ziel ist, die CO2-Emissionen gegenüber dem Niveau von 2010 bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren. Mazda plant darüber hinaus eine vollständige CO2-Neutralität in jedem Bereich seines Geschäfts bis 2050.

Quelle: AutoExpress – Mazda gears up to launch three new EVs by 2025

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Mazda soll bis 2025 drei neue Elektroautos bringen wollen
ja, da erkennt man die eindeutige Absicht!

Aus dem Artikel:

„Derzeit untersucht Mazda synthetisierte Kraftstoffe […]. Wird bei der energieintensiven Herstellung dieses Kraftstoffs Ökostrom verwendet, ist der Vorgang fast komplett CO2-neutral.“

Verschwiegen wird auch hier wieder v.a.,

  • welche Unmengen an Grünstrom (schon jetzt nicht ausreichend vorhanden!) das auf die gleiche Fahrstrecke ggü. einem BEV erfordert und
  • dass die Verbrennung von eFuels – neben der angeblichen bilanziellen CO2-Neutralität – weitere giftige und klimaschädliche Stoffe freisetzt (u.a. NOx und SOx) …
  • von der Lärmbelästigung so nebenbei mal ganz abgesehen!

die Hersteller, die die Zeichen der Zeit erkannt haben investieren gerade zig Milliarden um den Anschluss nicht zu verlieren und um den Übergang vom Verbrenner zum technisch eindeutig überlegenen Konzept so schnell wie möglich zu absolvieren.
Einige werden auf der Strecke bleiben, vor allem jene die den ewig gestrigen erzählen wie schön es ist, altes behalten zu dürfen.

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