Chinesischer Autobauer stellt erstes Modell mit Cell-to-Chassis-Technologie vor

Copyright Abbildung(en): Leap Motor

Aktuell setzen die meisten E-Auto-Hersteller auf vorgefertigte, ultraflache Plattformen, die viel Platz für Batterie, Passagiere und Zuladung lassen. Batteriehersteller wie CATL verfolgen einen weiteren Optimierungsschritt: die Cell-to-Chassis-Technologie (CTC). Dabei werden die Batteriezellen direkt in die Karosserie verbaut, was Kosten sparen und Reichweite bringen soll, aber schlecht für die Recyclingfähigkeit der Batterien ist. Der chinesische E-Auto-Spezialist Leap Motor hat nun das erste Modell vorgestellt, das auf dieser neuen Technologie basiert, den C01. Die Limousine leistet in der Allradversion beachtliche 400 Kilowatt (540 PS) bei einem Einstiegspreis von nur 25.500 Euro.

Die Flaggschiff-Limousine ist etwas mehr als fünf Meter lang. Die fünf Modellvarianten gibt es mit vier verschiedenen Reichweiten, zwischen 500 und 630 Kilometer. Die CTC Technologie spart 20 Prozent an Komponenten sowie 15 Kilogramm Gewicht ein. Da die Batteriemodule aber schwer zu demontieren sind, wird es diese Technologie in Europa wegen der hohen Recyclingvorgaben schwer haben. Die Gesamteffizienz des ölgekühlten Elektromotos liegt laut Angaben des Unternehmens bei 88,5 Prozent. Die Hinterradversion weist 200 Kilowatt (270 PS) bei 300-500 Nm auf. In der Allradversion kommt ein baugleicher Elektromotor dazu, der die Leistung entsprechend verdoppelt. Damit beschleunigt der C01 von 0 auf 100 km/h in 3,66 Sekunden.

Gestartet werden kann der C01 – ähnlich wie viele Smartphones – nur mit einer Face ID-Identifizierung, die allerdings auch automatisch 25 fahrerabhängige Einstellungen speichert. Eine hohe Interkonnektivität ermöglicht die Steuerung direkt über Smartphone oder Smartwatch. 23 intelligente Fahrerassistenzsysteme, darunter automatisiertes Einparken von innerhalb oder außerhalb des Autos und automatisiertes Überholen, sorgen für umfangreiche Sicherheit.

Nach dem Minivan T03, dem Coupé S01 und dem SUV-Modell C11 ist der C01 das vierte Modell, das das erst 2015 gegründete Unternehmen auf den (chinesischen) Markt bringt. 2021 wurden knapp 44.000 Fahrzeuge ausgeliefert, 443,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Allein zwischen Jänner und April 2022 wurden hingegen bereits 30.000 Fahrzeuge ihren Käufern übergeben. Leap Motor fokussiert sich auf den Mittelklassemarkt in der Preisrange zwischen 21.000 und 42.000 Euro.

Das Unternehmen legt zudem Wert auf die Feststellung, dass man vom weltweiten Chipmangel aktuell nicht betroffen wäre. Die notwendigen Chips würden von unternehmenseigenem Personal entwickelt werden. Ab 2024 wird Leapmotor allerdings den NVIDIA Orin-X Chip verwenden.

Quelle: cnevpost.com – Leapmotor unveils C01 sedan with cell to chassis technology

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Ich bilde mir ein über solchen Ansatz schon länger gelesen zu haben…EM ?

Die haben einen Minivan? her damit!

Bei den Preisen sollte allen Autobauern in Europa Angst werden.

Seit ein paar Wochen ist das in der Presse schon zun verfolgen. Ich habe aber noch nie eine Zeichnung gesehen, aus der man erkennen kann, wo die Batterien eingebaut werden. Hat jemand sowas?

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