Kia frischt den Crossover XCeed auf

Copyright Abbildung(en): Kia

Der im September 2019 eingeführte Kia XCeed fand in Europa bereits mehr als 120.000 Käuferinnen und Käufer. Zum Modelljahr 2023 hat der südkoreanische Hersteller seinen erfolgreichen Crossover nun umfassend überarbeitet. Das weiterentwickelte Design soll die sportliche, urbane Natur des XCeed unterstreichen und dem Modell zugleich optisch noch mehr Eigenständigkeit innerhalb der Kompaktwagenfamilie Ceed geben.

Erstmals ist der Crossover zudem in der dynamisch auftretenden Ausführung GT-line erhältlich. Zu den weiteren Neuerungen gehört eine Reihe moderner Assistenzsysteme, die den XCeed zusammen mit seinem umfassenden Infotainment- und Konnektivitätsangebot zu einem attraktiven Mitbewerber im Segment der kompakten Crossover machen sollen.

Für den Crossover steht eine breite Antriebspalette zu Wahl. Sie beinhaltet neben drei Benzinern und einen Diesel-Mildhybrid auch eine aufladbare Variante, den XCeed Plug-in Hybrid. Der Teilzeitstromer hat eine elektrische Reichweite von bis zu 58 Kilometern (kombiniert, nach NEFZ, bei 16-Zoll-Rädern). Wie alle Modelle der Ceed-Familie wird der XCeed im Kia-Werk in Zilina, Slowakei, produziert. Die überarbeitete Version des Crossovers kommt ab September 2022 in den Handel. Die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie gilt auch für die Batterie des XCeed Plug-in Hybrid.

In seinen Außenmaßen liegt der XCeed zwischen Kia Ceed und Kia Sportage. Dennoch verfügt der Crossover aufgrund seiner Karosserieform und einer effizienten Raumausnutzung über ein Platzangebot, das sich auf dem Niveau größerer Modelle bewegt. Der Gepäckraum des Crossover fasst 426 Liter. Durch Umklappen der Rückbank wächst das Volumen auf bis zu 1378 Liter. Für mehr Variabilität und Komfort sorgen je nach Ausführung unter anderem die dreigeteilte Rückbanklehne (40:20:40), die sensorgesteuerte elektrische Heckklappe und der in der Höhe verstellbare Gepäckraumboden, dessen „Untergeschoss“ auch als praktisches Ablagefach genutzt werden kann. Die höhere Position des Bodens macht zudem das Be- und Entladen bequemer.

Plug-in Hybrid mit 58 Kilometer E-Reichweite

Für den XCeed stehen fünf Antriebsvarianten zur Wahl: drei Turbobenziner, ein Diesel mit Mildhybridsystem und ein Plug-in Hybrid. Am sportlichsten bewegen lässt sich der Crossover mit dem 150 kW (204 PS) starken 1,6-Liter-Turbobenziner. Der Antrieb des XCeed Plug-in Hybrid hat eine Gesamtleistung von 104 kW (141 PS). Es kombiniert einen 1,6-Liter-Benzindirekteinspritzer (77,2 kW / 105 PS) sowie einen 44,5-kW-Elektromotor (60,5 PS) und einen 8,9-kWh-Akku mit einem Sechs-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe.

Die Steckervariante des Crossovers kann im Elektrobetrieb bis zu 58 Kilometer weit fahren (kombinierte Reichweite nach NEFZ, bei 16-Zoll-Rädern). Dadurch ist der Teilzeitstromer in der Lage, kurze Strecken und tägliches Pendeln weitgehend emissionsfrei und mit niedrigen Betriebskosten zu absolvieren.

Markant veränderte Front, neue Farben und Felgen

Die neue Optik des XCeed wurde unter der Leitung von Gregory Guillaume, dem Designchef von Kia Europe, im europäischen Kia-Designzentrum in Frankfurt entwickelt. „Der XCeed ist das beliebteste Modell der Ceed-Familie. Und es war wichtig, dass wir die Gelegenheit der Überarbeitung genutzt haben, um sein Styling zu verfeinern und die Ceed-Designsprache weiterzuentwickeln. Die Neuerungen stärken den sportlichen, urbanen und abenteuerlustigen Charakter des XCeed“, sagt Guillaume.

Die auffälligsten Veränderungen in der Frontansicht sind der neu gestaltete Kühlergrill und Frontstoßfänger sowie das Lufteinlass-Design. Durch die Integration der LED-Nebelscheinwerfer in die Voll-LED-Scheinwerfer (ausstattungsabhängig) gewannen die Designer Raum für die seitlichen Lufteinlässe zu den Radhäusern (Air Curtains), die die Aerodynamik der Front optimieren. Am Heck wird die sportliche Optik durch einen neuen Diffusor mit glanzschwarzem Unterfahrschutzdesign sowie dezent angedeutete Auspuffblenden verstärkt. Mit einem neuen, speziell für den XCeed entwickelten Design präsentieren sich auch die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen (je nach Ausführung, Basisausstattung: 16-Zoll-Leichtmetallfelgen).

Kia

Das eigenständige Design des Crossovers zeigt sich besonders in der Seitenansicht. Zum dynamischen Profil trägt die relativ lange Motorhaube bei. Sie geht schwungvoll in die A-Säulen über, deren Basis hinter den Vorderrädern liegt. Die zum Heck hin stark abfallende Dachlinie soll das sportliche, coupéartige Erscheinungsbild des XCeed untermauern. In der Heckansicht setzen die Rückleuchten mit ihrer schlanken LED-Signatur einen Akzent. Mit seiner Bodenfreiheit von bis zu 184 Millimetern (bei 16-Zoll-Rädern 172 mm) liegt der XCeed bis zu 44 Millimeter höher als der Ceed. Der robuste Charakter des Modells wird auch durch die verkleideten Radläufe und Seitenschweller betont.

Bei den Außenfarben stehen für den überarbeiteten XCeed je nach Ausführung insgesamt zwölf Lackierungen zur Wahl, darunter drei charakteristische neue Metallicfarben: Splash Lemon und Yucca Stahlgrau, die auch für die anderen überarbeiteten Modelle aus der Ceed-Familie angeboten werden, sowie exklusiv für die Crossover-Variante Caledon Grün (Metalliclack bei den meisten Ausführungen aufpreispflichtig).

Viel Platz für alle Insassen

In seinen Außenmaßen liegt der XCeed zwischen Kia Ceed und Kia Sportage. Dennoch verfügt der Crossover aufgrund seiner Karosserieform und einer optimalen Raumausnutzung über ein Platzangebot, das sich auf dem Niveau größerer Modelle bewegt. Mit knapp 4,40 Meter (4395 mm) ist der XCeed 85 Millimeter länger als der Ceed und 120 Millimeter kürzer als der Sportage. In der Höhe (1495 mm bei 18-Zoll-Rädern) übertrifft er den Ceed um 48 Millimeter und bleibt um 155 Millimeter unter dem Sportage. Dadurch hat er einen tieferen Schwerpunkt als der Kompakt-SUV und bietet im Vergleich zum Ceed eine um bis zu 44 Millimeter höhere Sitzposition (bei 18-Zoll-Rädern), die auch das Ein- und Aussteigen bequemer macht.

26-cm-Navigation, Online-Dienste Kia Connect und volldigitales Kombiinstrument

Durch seine modernen Infotainment- und Konnektivitätstechnologien bietet der Kia XCeed sowohl dem Fahrer als auch den Passagieren eine Fülle von Funktionen, die das Fahren und Mitfahren angenehm und stressfrei machen sollen. Das 26-cm-Navigationssystem (10,25 Zoll, ausstattungsabhängig) ermöglicht Bluetooth-Mehrfachverbindungen. Dadurch können zwei mobile Geräte gleichzeitig in das System eingebunden werden. Die Ausführungen mit Kartennavigation oder einem Audiosystem mit 20,2-cm-Touchscreen (8 Zoll, ausstattungsabhängig) verfügen über eine Smartphone-Schnittstelle (Android Auto, Apple CarPlay) mit Sprachsteuerung.

Das volldigitale Kombiinstrument (ausstattungsabhängig) bietet verschiedene Grafikvarianten, darunter auch eine, bei der die Darstellung der jeweiligen Wetterlage und Tageszeit angepasst wird. Der 31,2 Zentimeter (12,3 Zoll) große, hochauflösende Bildschirm zeigt im Fahrbetrieb Tachometer und Drehzahlmesser als Rundinstrumente an und dazwischen ein Multifunktionsdisplay für Bordcomputerdaten sowie Informationen zu Navigation und Assistenzfunktionen. Schaltet der Fahrer in den Sport-Modus (Serie bei Modellen mit DCT oder iMT), präsentieren sich die Grafiken der Rundinstrumente in einem geschärften Design.

Durch eine neue „Sport“-Funktion des Navigationssystems können sich die Insassen des XCeed Spielstände und Highlights von Spielen ihrer Lieblingsmannschaft auf dem Infotainmentbildschirm anzeigen lassen, wobei die Informationen jede Minute aktualisiert werden. Die Ansicht lässt sich individuell anpassen, um weitere Teams in die Liste aufzunehmen.

Die Ausführungen mit Navigationssystem verfügen zudem über die Online-Dienste Kia Connect. Sie beinhalten den Service Kia Live, der dem Fahrer individuell zugeschnittene Informationen liefert, und die Kia Connect App, die per Smartphone einen Datenaustausch mit dem Fahrzeug ermöglicht.

Auf Kia Live kann der Fahrer über den Touchscreen des Navigationssystems zugreifen, das über eine eigene SIM-Karte Daten abruft und aktualisiert. Der Service bietet unter anderem eine Online-Navigation sowie Echtzeitverkehrsinformationen, Wettervorhersagen, Warnung vor Gefahrenstellen und eine lokale Suche („Points of Interest“). Anzeigen lassen kann sich der Fahrer außerdem nahegelegene Parkmöglichkeiten inklusive Angaben zu Preisen und freien Plätzen, Tankstellen samt Kraftstoffpreisen und beim Plug-in Hybrid Ladestationen mit Details zu Kompatibilität und Verfügbarkeit. Eine der jüngsten Neuerungen von Kia Live ist die Möglichkeit, die Kalender-Funktion nahtlos mit der Navigation zu verknüpfen. Dadurch kann sich der Fahrer direkt zum Ort des im Display angezeigten Termins lotsen lassen.

Kia

Mit der Kia Connect App, die auf kompatiblen Android- und Apple-Smartphones kostenfrei installiert werden kann, lassen sich zum Beispiel geplante Routen an das Navigationssystem des XCeed schicken, der Standort des Fahrzeugs ermitteln sowie Fahrzeugberichte und Diagnosemitteilungen abrufen. Weitere Funktionen sind die „Letzte Meile“-Navigation per Smartphone, der „Nutzerprofil-Transfer“, womit sich persönliche Fahrzeugeinstellungen speichern und per Smartphone ändern lassen, und der Valet-Modus, der für Sicherheit und Transparenz sorgt, wenn der XCeed einer fremden Person überlassen wird.

Für Komfort und ein entspanntes Fahrerlebnis sorgen je nach Ausführung darüber hinaus zum Beispiel ein Premium-Soundsystem von JBL, Sitzventilation vorn, Sitzheizung vorn und hinten (äußere Sitze), Zwei-Zonen-Klimaanlage, USB-C-Ladebuchsen vorn und im Fond, induktive Smartphone-Ladestation, beheizbares Lenkrad, beheizbare Frontscheibe sowie beheizbare und elektrisch anklappbare Außenspiegel.

Navigationsbasierte Temporegelung und viele weitere Hightech-Helfer

Der XCeed bietet zudem ein breites Spektrum moderner Assistenztechnologien, das im Zuge der Modellüberarbeitung durch zusätzliche Systeme und Funktionen erweitert wurde. So arbeitet die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion nun auch navigationsbasiert (Navigation-based Smart Cruise Control, NSCC with S&G, ausstattungsabhängig). Durch das Einbeziehen der Navigationsdaten kann das System vor Kurven oder Ausrollstrecken die Geschwindigkeit frühzeitig anpassen und auch Tempolimits berücksichtigen.

Eine weitere Neuerung ist der aktive Totwinkelassistent mit Bremseingriff (Blind-Spot Collision-Avoidance Assist, BCA). Er erkennt per Radar herannahende Fahrzeuge in den rückwärtigen toten Winkeln und warnt den Fahrer bei Bedarf davor, die Fahrspur zu wechseln. Versucht er es dennoch, erfolgt zur Vermeidung einer Kollision automatisch ein Bremseingriff, um den XCeed zurück in seine ursprüngliche Spur zu bewegen. Für seine Effektivität und Benutzerfreundlichkeit wurde dieser Kia-Assistent 2020 vom US-Fachportal Autoblog.com 2020 mit dem „Technology of the Year“-Award ausgezeichnet.

Erweitert wurde zum Modelljahr 2023 der Müdigkeitswarner (Driver Attention Warning Plus, DAW+). Das System analysiert Parameter wie Lenkverhalten, Nutzung der Blinker und Betätigung von Brems- und Gaspedal. Erkennt es beim Fahrer Anzeichen von Erschöpfung, empfiehlt es ihm per Anzeige in der Instrumenteneinheit eine Pause. Nun beinhaltet das System zudem einen Ablenkungswarner bei stehendem Verkehr: Reagiert der Fahrer nicht, wenn sich das vorausfahrende Fahrzeug in Bewegung setzt, wird er durch einen Warnhinweis darauf aufmerksam gemacht.

Der Querverkehrwarner hinten (Rear Cross-Traffic Collision Warning, RCCW, ausstattungsabhängig) ist nun ein aktiv eingreifender Assistent. Das System überwacht die toten Winkel beim Zurücksetzen aus Einfahrten oder quer zur Fahrbahn liegenden Parklücken. Kreuzt ein Fahrzeug den Weg des XCeed, warnt der Assistent den Fahrer wie schon bisher akustisch und optisch. Hinzugekommen ist jetzt eine Notbremsfunktion. Ist sie aktiviert, erfolgt – wenn der Fahrer auf die Warnungen nicht reagiert – automatisch ein Bremseingriff, um eine Kollision zu vermeiden.

Zu den weiteren Hightech-Helfern im überarbeiteten XCeed gehören Frontkollisionswarner mit Fußgänger- und Fahrraderkennung, Autobahnassistent, Verkehrszeichenerkennung für Tempolimits und Überholverbote, aktiver Spurhalteassistent, Spurfolgeassistent, Fernlichtassistent, Ausstiegswarner und ein intelligentes Parksystem zum Ein- und Ausparken in Längsrichtung sowie zum Einparken in Querrichtung (jeweils ausstattungsabhängig).

Quelle: Kia – Pressemitteilung vom 18.07.2022

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