Jeder dritte Taxifahrer in Deutschland plant Umstieg auf E-Auto

Jeder dritte Taxifahrer in Deutschland plant Umstieg auf E-Auto

Copyright Abbildung(en): Ido Simantov / Shutterstock.com

Die Mobilitätsplattform Free Now wollte in einer aktuellen Befragung herausfinden, wie das deutsche Taxi- und Mietwagengewerbe auf die Elektromobilität blickt und welche Herausforderungen mit einem Wechsel zu elektrischen Fahrzeugen verbunden sind. Nahezu ein Drittel der angeschlossenen Fahrer (32 Prozent) sowie Unternehmer (36 Prozent), die ihre konventionell betriebenen Fahrzeuge noch nicht eingetauscht haben, können sich demnach gegenwärtig einen Wechsel vorstellen. Knapp 60 Prozent planen den Umstieg innerhalb der kommenden drei Jahre.

Mit verbesserten Rahmenbedingungen wächst die Zustimmung für emissionsfreie Fahrzeuge jedoch deutlich: In Irland, das im europäischen Vergleich auch bessere Lademöglichkeiten aufweist, haben nahezu doppelt so viele Befragte (60 Prozent) angegeben, wechseln zu wollen. Beim Blick auf die aktuell beliebtesten elektrischen Fahrzeuge von Free Now Fahrern in Deutschland belegt Tesla mit den Modellen 3 und Y den ersten Platz.

Fahrer schätzen geringere Lautstärke und weniger Gesamtkosten

Haupttreiber für den Wechsel zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen sind in Deutschland vor allem attraktive Förderprogramme. Aber auch verbesserte Reichweiten sowie die Tatsache, dass immer mehr Fahrgäste elektrisch befördert werden wollen. Nahezu zwei Drittel (65 Prozent) der Fahrer gaben an, dass sie vor allem das geringe Fahrgeräusch im Innenraum eines E-Fahrzeugs genießen. Angesichts hoher Kosten für Diesel und Benzin hob jeder Zweite (54 Prozent) auch die weiteren Einsparpotenziale bei E-Fahrzeugen hervor. Gleichzeitig sagen 65 Prozent der Fahrer und Unternehmer aus, wenig bis gar keine Kenntnisse über die Gesamtbetriebskosten von elektrischen Taxis und Mietwagen zu besitzen.

Hürden für den Umstieg: Kaufpreis, Ladeinfrastruktur und Reichweiten

Neben den Vorteilen des Umstiegs auf ein Elektro-Taxi oder E-Mietwagen gibt es nach wie vor Herausforderungen, die den Wechsel verzögern. In Deutschland sehen die Befragten vor allem eine mangelhafte Ladeinfrastruktur, hohe Kaufpreise sowie die verfügbaren Reichweiten der Fahrzeuge als Haupthindernisse. Bei den Lademöglichkeiten für ein E-Fahrzeug gibt es darüber hinaus große Unterschiede zwischen den Ländern. Während in Irland beispielsweise 91 Prozent der E-Taxifahrer zu Hause laden können, sind es in Deutschland lediglich 17 Prozent.

Free Now setzt sich für den Übergang zur E-Mobilität ambitionierte Ziele: Bis 2025 sollen mindestens 50 Prozent aller vermittelten Fahrten lokal emissionsfrei durchgeführt werden. Das Unternehmen stellt dafür in den nächsten Jahren mehr als 100 Millionen Euro an finanziellen Mitteln zur Verfügung, z.B. in der Form von Außenwerbungspaketen für Transportunternehmen.

Darüber hinaus ist Free Now beim Thema Ladeinfrastruktur europaweite Partnerschaften eingegangen, um zusätzliche Anreize für Fahrer und Unternehmer zu bieten. In Deutschland kooperiert die Mobilitätsplattform von BMW und Mercedes-Benz Mobility mit Aral. In der Hansestadt ist Free Now seit 2021 zudem ein entscheidender Partner der städtischen Initiative „Zukunftstaxi“. Mehr als 80 Prozent aller verfügbaren E-Taxis auf Hamburgs Straßen werden inzwischen über Free Now vermittelt.

Seit Juli letzten Jahres hat das Unternehmen zudem die Anzahl der Fahrten mit batterieelektrischen Fahrzeugen auf seiner Plattform in allen Märkten verdoppelt. Vor allem in Großbritannien, Deutschland und Spanien hat sich die Zahl der Touren mit batteriebetriebenen Fahrzeugen mehr als verfünffacht. Lissabon und Hamburg waren im letzten Jahr die Städte mit dem höchsten Anteil an elektrisch betriebenen Touren auf der Plattform.

Unser klares Ziel ist es, mit Free Now ein vollständig emissionsfreies Mobilitätserlebnis zu ermöglichen. Unsere Nutzer wollen umweltfreundlich reisen und wir sehen deshalb auch einen signifikanten Anstieg von E-Taxifahrten mit unserer App nicht nur in Deutschland, sondern mittlerweile auch in ganz Europa“, sagt Alexander Mönch, Deutschland-Chef von Free Now. Durch die Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern, Ladeinfrastrukturanbietern und Städten sollen Fahrer und Unternehmer auch weiterhin dabei unterstützt werden, auf emissionsfreie Fahrzeuge umzusteigen.

Quelle: Free Now – Pressemitteilung vom 05.09.2022

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TITEL: Jeder dritte Taxifahrer in Deutschland plant Umstieg auf Tesla.
Das ist ja mal ein Titel ;-)) …ein bisschen Spaß muss sein. Aber so abwegig ist das Thema gar nicht. In meiner Region sieht man oft Taxis mit E-Antrieb… vor allem Tesla Model S der älteren Garde. Die Zeitlichen Konkurrenten haben halt nicht genügend Platz für Gepäck, die Amis eben schon.
Leise, ja… das finde ich bei E-Autos eh normal und gut – Soundgenerators braucht niemanden, oder höchstens für sein eigenes Ego, sonst bestimmt nicht. Das begreifen die Deutschen Autohersteller leider bis heute nicht.

Last edited 5 Tage zuvor by Läubli

An sich wäre es ein völliger No Brainer, ein Elektroauto als Taxi einzusetzen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Geringerer Verbrauch, geringerer Verschleiß und überhaupt kein Reichweitenproblem im Stadtverkehr. Zudem ist die milde SUV-Form der meisten Elektroautos für den Taxibetrieb gut geeignet.

Andererseits ist das Taxigewerbe eines der konservativsten Branchen in Deutschland. Dafür ist das Ergebnis der Umfrage gut. Besonders wenn man zusätzlich weiß, dass der Rechtsstreit um Tesla Taxis am Flughafen Schiphol in der Branche hohes Aufsehen erregt hat. Die dort eingesetzten Tesla hatten zu keinem Zeitpunkt die versprochenen 400 km Reichweite je erreicht. Wohlgemerkt, der Flughafen ist in der Stadt, maximales Tempo 100 km/h. Auch fielen die Autos durch 70 weitere Mängelgruppen auf, so dass Tesla zähneknirschend zugeben musste, ihre Fahrzeuge sind für einen gewerblichen Einsatz nicht geeignet – bevor man in einen Vergleich trat, um ein Urteil zu vermeiden.

Unser David lebt immer in der Vergangenheit.
Es wundert mich eigentlich, daß er den Tesla Unfall (mit dem weißen LKW) nicht wieder unter dem Teppich hervorgeholt hat.

Nun zur Realität respektive zur Gegenwart:

Bei unserem Sommerurlaub an der West- und Ostküste der USA sind wir mehrfach mit „Uber Green“ gefahren.
Unter anderem in einem Tesla Model 3 und einem Chevy Bolt.
Bei diesen Fahrzeugen kommt man bei vier Personen mit Gepäck jedoch schnell an die Grenzen des Ladevolumens.

Wahrscheinlich fährt deswegen in New York
Die Firma Revel – als Startup – ausschließlich Model Y.

Bei unseren Gesprächen mit den Taxifahren der Elektroautos waren diese bisher absolut zufrieden und haben mit der Reichweite überhaupt keinerlei Probleme.

Einer der der Fahrer in New York sprach von durchschnittlich 80-100 km – wenn er nur in Manhattan unterwegs ist.

Einige Uber Green Fahrer waren noch mit einem hybrid unterwegs, haben aber die Reichweite bemängelt und machen sich aktuell Gedanken auf ein vollelektrisches Fahrzeug umzusteigen.

Thema Ladevolumen:
Beim Ladevolumen von 1900 l kann im PKW Bereich eventuell noch der Skoda Enyaq mit dem Tesla Model Y mithalten – bei vielen anderen Modellen hingegen wird es eng, wenn es um große Koffer geht.

– so viel zur Gegenwart im Gegensatz zu den Jahre alten FUD Geschichten, die der David hier immer wieder gerne aufwärmt.

Aber so ist das eben bei Lobbyisten.

;-)

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