Hyundai startet in Japan rein elektrisch neu durch

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Nach 13 Jahren Abwesenheit vom Markt will Hyundai wieder Autos in Japan verkaufen. Mit zwei Besonderheiten: Die Südkoreaner bieten erstens nur noch E-Autos an. Und dies zweitens ausschließlich online. Das letzte Mal, dass Hyundai ein Auto in Japan verkaufte, war 2009. Aufgrund niedriger Verkaufszahlen zog sich der Hersteller aus dem Land zurück.

Jetzt die Wende: „Wir haben uns vorbereitet, um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen“, sagte Jaehoon Chang, Chief Executive Officer von Hyundai, Bloomberg zufolge in einem Interview. „Wir sollten die Kunden kennen, wir sollten den Markt kennen, und mit dem richtigen Produkt und der richtigen Marke in den Markt gehen.“ Die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit in Japan soll auf Hyundais Ziel einzahlen, bis 2026 weltweit 1,7 Millionen Elektroautos zu verkaufen, einschließlich der Schwestermarken Kia und Genesis. „Wir haben mit E-Autos in Korea ein enormes Wachstum erlebt, und wir erwarten, dass dasselbe in Japan noch schneller passieren wird“, sagte Chang. Der Hyundai-CEO kennt den Markt aus erster Hand und hat in der Vergangenheit bereits zweimal in Japan gelebt.

Hyundais erstes Auto zurück in Japan ist der Crossover Ioniq 5. Auf dem japanischen Markt tritt er in seinem Segment gegen zwei heimische Fabrikate und somit harte Konkurrenz an: Den bZ4X von Toyota und den Ariya von Nissan. Doch der Markt scheint genügend Raum für hohe E-Auto-Verkaufszahlen bieten zu können, so dass jeder ein Stück vom Kuchen abbekommen dürfte: Einer Umfrage zufolge sollen 25 Prozent der Japaner vorhaben, sich als nächstes Auto ein E-Auto zuzulegen. Um dies in Relation zu setzen: Im vergangenen Jahr wurden in Japan insgesamt gut 4,5 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Neben dem rein elektrischen Ioniq 5 will Hyundai auch sein Brennstoffzellenauto Nexo auf dem japanischen Markt anbieten. Dort trifft der Südkoreaner auf eine passable Infrastruktur. Denn aufgrund der Bemühungen von Toyota, die Technologie mit seinem Wasserstoffauto Mirai zu popularisieren, gibt es bereits ein Netzwerk von gut 160 Wasserstofftankstellen im ganzen Land. Um den Ioniq 5 und Nexo zu vermarkten, arbeitet Hyundai unter anderem mit Anyca zusammen, einem japanischen Carsharing-Anbieter.

Und ganz ohne physische Präsenz geht es dann noch nicht: Hyundai baut in Yokohama, einer Hafenstadt in der Nähe von Tokio, ein Servicezentrum auf, wo potenzielle Käufer Autos begutachten und testen können. An dem Standort, den ersten von mehreren landesweit geplanten, sollen auch Wartungen, Services und Reparaturen durchgeführt werden.

Quelle: Bloomberg – Hyundai Jumps Back Into Japan With an Online-Only, All-Electric Plan

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Ich glaube, das hängt ganz stark mit dem besonderen Verhältnis zw. Japanern und Koreanern zusammen und ist dadurch stark historisch belastet.

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