Hyundai plant 20.000 Euro teuren Elektro-Kleinwagen

Hyundai plant 20.000 Euro teuren Elektro-Kleinwagen

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Hyundai plant, in Europa ein vollelektrisches Elektroauto im Kleinwagen-Format auf den Markt zu bringen. Der Autohersteller arbeitet Automotive News Europe zufolge an einem batteriebetriebenen Miniauto. Es werde aber noch einige Zeit dauern, eine serienreife Version zu entwickeln, sagte der Marketingchef von Hyundai Motor Europe Andreas-Christoph Hofmann dem Magazin. Vom Format her soll es ein ähnliches Modell wie der aktuell erhältliche i10 sein, der kleinste Hyundai momentan.

Mehrere Autohersteller entwickeln ebenfalls erschwingliche Elektro-Kleinwagen, da die Gesetzgeber die Emissionsvorschriften stetig verschärfen und die Verbraucher zunehmend auf Elektroautos umsteigen. Der Volkswagen Konzern etwa arbeitet an einer Familie kleiner Elektroautos für seine Marken VW, Skoda und Cupra, mit einem anvisierten Startpreis von 20.000 Euro.

Hofmann sagte, dass auch Hyundais kleines Elektroauto mit diesem Preisschild vorfahren soll. „Jeder in der Branche weiß, dass das Ziel dieser Art von Fahrzeug 20.000 Euro beträgt“, sagte Hofmann auf dem Automotive News Europe Congress in Prag. Vergleichbare Kleinwagen mit herkömmlichem Antrieb sind deutlich günstiger zu haben. Den i10 mit einem 49 kW (67 PS) starken Benzinmotor etwa bietet Hyundai aktuell ab gut 11.500 Euro an.

Hofmann räumte ein, dass kleine Stadtautos aufgrund ihrer niedrigen Preise und aufgrund der technischen Probleme bei ihrer Elektrifizierung nur schwer profitabel zu verkaufen seien. Dass sie kommen, ist aber unausweichlich, spätestens 2035 wenn das Verbrenner-Aus in Europa wie von der EU geplant umgesetzt wird. Hyundai will schon deutlich früher eine breite Palette an Elektroautos im Portfolio haben und bis 2030 insgesamt elf weitere vollelektrische Fahrzeuge in Europa auf den Markt bringen, sagte Hofmann.

Quelle: Automotive News Europe – Hyundai is developing an ‚affordable‘ electric car for Europe

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Ein Elektroauto für 20.000 € kann nur funktionieren, wenn man Skaleneffekte mit anderen Modellen nutzt und diese Basis eine ausreichend preiswerte Plattform ist. Genau an Letzterem ist Tesla gescheitert und hat sein Kleinwagenprojekt zurückgezogen. Da wird der Hyundai Konzern auch seine Schwierigkeiten haben, denn er muss eine wesentlich günstigere Basis nutzen. Die bisherigen 800 V Boliden mit teurer Porsche/Rimac Technik sind da nicht geeignet.

Die sollen weniger vom Planen schwadronieren und mal machen.
Hatten die nicht mal über eine e-version des Picanto nachgedacht?
VW ist in seinen Überlegungen schon viel weiter und hat mit MEB eine Plattform, die auch für kleine Fahrzeuge geeignet ist.

Immer daran denken: Bei kleinen/preiswerten Fahrzeugen ist kaum Marge, die eine aufwändige Entwicklung finanzieren könnte. Wenn man da nix im Regal hat lässt man lieber die Finger davon oder es kommt peinlicher Müll wie beim Dacia oder reichweitenschwaches Spielzeug wie der e-twingo dabei heraus.

Warum nicht einen Umbausatz für vorhandene Verbrenner anbieten ?
Würde meinen Caddy für 20000 € zum E-Auto umbauen, wenn es das gäbe.
300 km Reichweite würden schon reichen.

Wenn Hyundai etwas ankündigt, dann wird das auch kommen. Das sind nämlich die mit den wirklich grossen Fabriken, auch wenn sie diesen keine Giga- oder andere Protznamen geben.

Das wichtigste einzelne Element für einen preiswerten Kleinwagen ist aktuell wohl die Liefersituation und damit der Preis bei den Batterien. Hoffen wir, dass da endlich mal die Preisrutsche eintritt, die hier immer von allen vorausgesagt wurde. Dann steht einem BEV-Kleinwagen unter 20’000 € von Hyundai und Kia (wie auch VW, Ford und Stellantis) nichts mehr im Weg.

Spannend wird auch die Batteriegröße. Der Reichweite und Flexibilität wegen wünsche ich mir auch bei einem Kleinen mindestens 50 kWh – aber wird sich das preislich und unterbringungsmäßig realisieren lassen?

Der Preis eines heutigen i10 muss nicht wirklich erreicht werden: genauso wie bei den Produktionskosten der Hersteller schlagen auch für den Nutzer die Betriebskosten überptoportional zu Buche. Öl kostet gleich viel wie beim i30, Benzin gibt es für billige Autos auch nicht billiger, genauso wenig wie Ersatzteile. Ein elektrischer i10 darf also durchaus mehr als das Benzin-Pendant kosten, denn umgekehrt rechnen sich auch die Einsparungen überproportional. Der Akku muss auch nicht grösser sein als 35-40 kWh, wichtig ist alleine eine Schnelllade-Fähigkeit von ca. 75 kW. Wer so ein Auto kauft, der ist kein Vertriebsmensch mit 800 km/Tag. Aber wenn so jemand mal die Oma besucht oder an die Ostsee fährt, dann muss das mit vernünftigem Aufwand möglich sein. Vernünftiger Aufwand bedeutet nicht, eine riesige Batterie für die 2-3 langen Fahrten im Jahr zu haben, sondern einen kleinen Akku schnell nachladen zu können.

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