Hysata: Grüner Wasserstoff für unter 1,50 Dollar pro Kilogramm

Hysata: Grüner Wasserstoff für unter 1,50 Dollar pro Kilogramm

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Nur ‚grüner‘ Wasserstoff ist wirklich sinnvoll, wenn es darum geht die Brennstoffzellentechnologie nach vorne zu bringen. In diesem Zusammenhang konnten wir im August 2020 auf Hoeller Electrolyzer verweisen, welche Wasserstoff für weniger als 4 Euro je kg angepriesen haben. Chile zog nach und stellte das Kilogramm Wasserstoff für 1,60 Dollar in Aussicht. Nun soll es Hysata fertig bringen grünen Wasserstoff für unter 1,50 Dollar pro Kilogramm herzustellen.

Hysata vermarktet die Technologie, die von Wissenschaftlern der University of Wollongong, New South Wales, entwickelt wurde. Die Finanzierung wird von der Clean Energy Finance Corporation (CEFC) bereitgestellt. Paul Barrett, CEO von Hysata, sagte, das Unternehmen rechne damit, bis 2025 eine Wasserstoffproduktionskapazität im Gigawatt-Maßstab zu erreichen. Das Unternehmen habe einen ultrahocheffizienten Elektrolyseur entwickelt, der deren Meinung nach ein Meilenstein auf dem Weg zu grünem Wasserstoff für weniger als 1,50 Dollar pro Kilogramm darstellt.

Das Unternehmen gab zu verstehen, dass seine „kapillargespeiste Elektrolysezelle“ grünen Wasserstoff aus Wasser mit einer Zellenergieeffizienz von 98 % erzeugen kann. Dies liegt weit über dem Ziel der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) für 2050 und ist deutlich besser als die bestehenden Elektrolyseur-Technologien. Dieses einzigartige Verfahren der Wasserelektrolyse hat das Potenzial, die Investitions- und Betriebskosten im Vergleich zu herkömmlichen Wasserelektrolyseuren zu senken, wodurch erneuerbarer Wasserstoff wettbewerbsfähiger gegenüber fossilen Brennstoffen wird.

Im Sub-MW-Maßstab benötigen kommerzielle Wasserelektrolyseure nach dem neuesten Stand der Technik in der Regel ~53 kWh Strom, um 1 kg Wasserstoff zu erzeugen, der entsprechend seinem höheren Heizwert (HHV) 39,4 kWh Energie enthält. Hysata ordnet die eigene Preisstruktur wie folgt ein: „Das gesamte Elektrolyseursystem von Hysata wurde so konzipiert, dass es einfach herzustellen, zu skalieren und zu installieren ist. Es bietet einen Gesamtwirkungsgrad von 95 Prozent, was 41,5 kWh/kg entspricht.“ 

Gerry Swiegers, Hysatas Chief Technology Officer von Hysata und Professor an der University of Wollongong, gibt des weiteren zu verstehen: „Unsere Technologie wird bis Mitte der 2020er Jahre eine Wasserstoffproduktion von weniger als 1,50 US-Dollar pro Kilogramm ermöglichen und damit die australischen und globalen Kostenziele viel früher als allgemein erwartet erreichen. Dies ist entscheidend, um grünen Wasserstoff kommerziell nutzbar zu machen und schwer abbaubare Sektoren zu dekarbonisieren.“ 

Quelle: CleanTechnica – Green Hydrogen For Under $1.50/Kilogram?

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Und mit welchem Preis die kWh in der Herstellung des Stroms haben sie gerechnet um die 1,5$/kg zu erreichen?
1,5/41,5 = 3,6c/kWh. Da ist nicht viel Platz für anderes. Windkraft ist es sowieso nicht, nur PV kann da mithalten.

Haben Sie da die Anlage nur tagsüber in Benutzung oder fahren sie die 24×7?
Wie speichern die dann den Strom über Nacht? Welchen Wirkungsgrad und Kosten setzen die für die Nachtspeicherung?

Oder sind die 1,5c/kg nur die Kosten für die Elektrolyse und der Strom und dessen Speicherung kommen noch obendrauf?

Wenn sie das kg H2 haben, welche Kosten kommen dann noch drauf für die Speicherung und Transport?

Mehr Fragen als Informationen bleiben übrig.

Hört sich toll an – wenn es dann auch wirklich kommt!

Aber nur um das mal in Perspektive zu rücken:
Herstellungskosten von 1.50 bedeutet einen Verkaufspreis (inkl. Abgaben und Steuern) von mindesten 3-4 Euro (d.h. 3.50 pro 100km). Für das Geld kann man heute schon Autofahren – mit einem EV.

Aber immerhin – das wäre dann eine echte Alternative und die Speicherung der Energie wäre damit für einen attraktiven Preis möglich.

Im Sub-MW-Maßstab benötigen kommerzielle Wasserelektrolyseure nach dem neuesten Stand der Technik in der Regel ~53 kWh Strom, um 1 kg Wasserstoff zu erzeugen, der entsprechend seinem höheren Heizwert (HHV) 39,4 kWh Energie enthält.

Mal von den verschiedenen Zahlen mal abgesehen …

53 kWh Strom zu höherer Heizwert (HHV) 39,4 kWh (verlinkte Seite) = 13,6 kWh Verlust.
45 kWh Strom zu Energiegehalt von H2 33,33 kWh (Wikipedia) = 11.67 kWh Verlust.
45 kWh Strom (Wikipedia) zu höherer Heizwert (HHV) 39,4 kWh (verlinkte Seite) = 5,6 kWh Verlust.
——————————————-
Plasmalyse 5 bis 20 kWh Strom (Wikipedia) zu Energiegehalt 33.33 / höherer Heizwert (HHV) 39,4 kWh (verlinkte Seite) = Überschuss – wäre ein Perpetuum Mobile, obwohl das ja unmöglich sein soll.

… bleiben die Herstellungskosten vorort …

Nun soll es Hysata fertig bringen grünen Wasserstoff für unter 1,50 Dollar pro Kilogramm herzustellen.

Auf dem Weg vom Rohöl zu Benzin und Diesel an der Tankstelle steigt der Preis um etwa das 5-Fache.

Wenn bei Wasserstoff nur der 4-fache Preis an der Tankstelle, dann ca. 6 Dollar (5,46 Euro) pro Kg H2 für etwa 100 km. Im Vergleich dazu 20 kWh Strom von der eigenen PV-Anlage etwa 2,20 Euro.

Der Preis am Schnelllader hängst stark vom weiteren Ausbau der PV- und Windkraftanlagen ab, hier kann bei großen Anlagen in Deutschland schon zu Stromgestehungskosten von etwa 4 Cent pro kWh produziert werden.

Bei 4 bis 8 Cent pro kWh Strom würden 20 kWh für 100 km bei 5-fachen Preis 0,80 bis 1,60 Euro kosten, also von den Kosten kann Ökostrom (in der EU produziert) in Fahrzeugen locker mit H2 mithalten.

Nachtrag:

Wasserstoff in der Industrie:

Bei 4 Cent pro kWh Strom und 45 bis 53 kWh pro kg H2 wären das 1,80 bis 2,12 Euro pro kg H2.

Jetzt müsste man nur noch die Kosten der Elektrolyse-Anlagen in der EU und die Transportkosten für H2 von sonstwoher gegeneinander rechnen – dabei wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit nicht vergessen.

Dieses große Rechnen darf gerne einer der vielen Universitäten mit ihren Mitarbeitern durchrechnen und bei Gelegenheit auch hier mal veröffentlichen – ich als Privatperson kann und muss ja nicht alles machen.

1.50€, wers glaubt.

Wunderbare Nachricht, wenn es denn stimmt. Aber: was für eine Schwachsinns-Idee, den so aufwendig hergestellten Wasserstoff im PKW-Antrieb zu verschwenden, wo es doch mit dem BEV eine energetisch unschlagbare und in jeder Hinsicht bessere Alternative gibt! Gerade angesichts des bestialischen Angriffs auf die Ukraine muss dieser Wasserstoff dort eingesetzt werden, wo fossile Energien derzeit noch schwer ersetzbar sind, um nicht weiter den kriminellen russischen Despoten zu unterstützen!

Interessant…es tut sich was! Gut Ding will Weile haben – auch bei den FCEVs, deren technologische Entwicklung sicher ca. 10 Jahre hinter der sich rasant entwickelten BEV-Technologie der letzten 10 Jahren zurückblieb. BEVs werden m.E. jedoch auf lange Sicht – wenn die benötigten Batterie-Rohstoffe knapp und teuer werden – aus ökologischen und ökonomischen Gründen genauso auf der Abschussliste stehen wie derzeit zu Recht die SUV-Verbrenner. H2 hingegen gibt es unbegrenzt – wie im Himmel, also auch auf Erden
…und für die ewigen ‚Billigheimer‘: privates Autofahren sollte viel teurer werden, damit sich weniger Menschen das überhaupt leisten können (wie früher halt).

Nur ‚grüner‘ Wasserstoff ist wirklich sinnvoll,“

Nicht wirklich. Wasserstoff ist für PKW meist sinnlos weil unglaublich ineffizient. Auch, wenn er grün ist, kostet das Energie, die wir (insbesondere JETZT!) woanders besser brauchen können.

Solange der Erzeugungswirkungsgrad nicht ganz ganz wesentlich verbessert wird ist das eine sehr unökologische Luftnummer, mit der die Kunden mit falschen Versprechungen irre geführt werden.

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