Bulli der Neuzeit: Der VW ID.Buzz im Fahr-Check

13.672 Vorbestellungen für ID.BUZZ zu 55% aus Cargo-Bereich

Copyright Abbildung(en): Bild: Volkswagen

Monat für Monat scheint Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) mit neuen Rekorden hinsichtlich der eingegangenen Bestellungen für den VW ID.BUZZ glänzen zu wollen. Nicht einmal einen Monat nach der Bekanntgabe, dass die Grenze von 10.000 Vorbestellungen geknackt wurde, wurde nun bekannt, dass rund 12.500 Vorbestellungen vorliegen – so die Auskunft VWN gegenüber der Automobilwoche. Auf der IAA 2022 in Hannover konnte man erfahren, dass tatsächlich schon über 13.600 Vorbestellungen eingegangen sein. Der Großteil davon für den ID.BUZZ Cargo.

Carsten Intra, CEO von Volkswagen Nutzfahrzeuge, äußerte sich gegenüber der Automobilwoche dahingehend, dass durch die hohe Anzahl an Vorbestellungen die Lieferzeit bis Ende 1. Quartal 2023 beträgt. „Wir sind jetzt beim Liefertermin schon bei Ende des ersten Quartals, März oder April 2023“, so Intra. Dahingehend ordnet Intra auch die Produktionskapazität ein. So sei man für 2022 bereits ausverkauft. Die hohe Nachfrage habe VWN wohl selbst überrascht.

In diesem Zusammenhang spannend ist die Tatsache, dass in den Medien zwar von Vorbestellungen die Rede ist. Volkswagen Nutzfahrzeuge dies aber selbst als verbindliche Vorbestellung ansehe – und nicht um eine Reservierung gegen eine minimale Gebühr, die jederzeit widerrufen werden kann. Die ersten 6.000 ID.BUZZ, welche gefertigt werden, haben alle schon ihren Besitzer – in diesem Fall die Showrooms der Händler. Erst danach wird man die Kundenfahrzeuge ausliefern, wie der VWN-CEO zitiert wird. Die Auslieferung erster Kundenfahrzeuge sei für den November 2022 geplant.

Im Vorfeld der IAA 2022 gab VWN bekannt, dass der Cargo-Anteil bei den Vorbestellungen bei etwas unter 50 Prozent liege. Auf der IAA 2022 selbst war allerdings zu vernehmen, dass der Anteil über 50, teils bis an die 60 Prozent heranreiche. Der ID.BUZZ werde somit verstärkt aus dem Bereich der Unternehmen gefragt.  Aber auch diese müssen auf die Auslieferung warten. Aktuell werden rund 100 ID.BUZZ pro Tag gefertigt, bis Ende des Jahres wolle man dies auf 200 Einheiten am Tag hochfahren. „Und im nächsten Jahr werden wir das dann richtig hochfahren“, so Intra „Richtung 100.000 sollte es schon gehen.“ In Hannover sollen später bis zu 130.000 ID. Buzz pro Jahr gebaut werden.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden bereits Gedanken zum Ausbau der Kapazität laut. So wolle man dies ins Auge fassen, peile aber auch den Absatz in neuen Märkten, wie etwa Japan, Thailand oder Malaysia und auch China an. Das VWN-Werk im polnischen Poznan „könnte vielleicht noch eine Rolle übernehmen. Aber andere Optionen prüfen wir derzeit nicht“. Die Aussage von Intra kommt einer Absage für eine ID.BUZZ-Produktion in den USA gleich.

Quelle: Automobilwoche – VWN erwägt Ausbau der ID-Buzz-Kapazität // IAA 2022 in Hannover

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12 Comments
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ich bin immer wieder erstaunt wie man so eine Firma führen kann….

Die hohe Nachfrage habe VWN wohl selbst überrascht.

Ein Produzent produziert doch Waren um sie zu verkaufen. Dann sollte man doch denke es werden Waren produziert die einen Bedarf haben und von denen man überzeugt ist, sie in großen Mengen zu verkaufen.

Wie zur Hölle kann man da überrascht sein da jemand die Produkte kaufen will?

ist mir unerklärlich!!!!

es bleibt spannend

Gut, bisher ist ja nur die kurze Version auf dem Markt. Alle Kleinfamilien, die heute glauben, einen T6 zu benötigen, warten auf die lange Version mit richtigen Akku. Und dabei natürlich auf die California-Version.

Bissel wenig Bestellungen…

Flippiges Auto, und dann.
Aber was macht es besser als ein x-beliebiger SUV?
… Zusammengezählt… Nix.
Schwerer, teurer, ineffizienter, lahm, als Reisekarre mangels Reichweite völlig ungeeignet, als Poserkarre unterambitioniert.
Noch so eine Riesenkarre, die ihre Göhren die 100m von zu Hause in die Schule/Kindergarten verkürzt.
Effizienz, Nutzwert und Zeitgeist standen bei dem Mobil nicht in der Planung, und für Rétro dann doch eher daneben.

Das einzige, was dieses „Auto“ wirklich gut kann, ist das Aussehen, obwohl die Studie noch um Meilen schöner war! Der Rest ist schlecht. Keine Wärmepumpe, keine Akkuvorkonditionierung, schlechte Fahrleistungen (um die 10s von 0-100km/h) klar ist ein Bus keine Rennmaschine, aber dieser Wert ist schlecht. Vorerst kein Allrad und nur kleiner Akku, der wirklich für keine Reise taugt. Dafür, so schreibt VW, soll er relativ schnell laden können… ich weiss nur nicht, wie im Winter das ohne Vorkonditionierung gehen soll, wenn man nicht zuvor 50 oder mehr km gefahren ist.
Kurz: DER ID.BUZZ ist noch nicht ausgereift – besser als Interessent noch warten, bis die guten Versionen mit mehr Power, größerem Akku und vielleicht ja dann doch noch mit einer Wärmepumpe kommt. Nur dauert das wohl noch.

Zu wenig ist von der Studie hier in der Serie übernommen worden.
Typisch VW bzw. alle anderen deutschen Autobauer. Es werden Studien ´gemacht, rissig gross durch die Presse gezogen um den angebliche frotschrittliche Technik zu loben. Aber nichts kommt davon in der Serie an.
Der Buzz ist zu klein, hat keine Batterie zum Wechseln um die Reisetauglichkeit zu erhöhen, die Fahrleistungen sind für einen E-Antrieb mehr als beschämend und das zu einem überhöhten Preis.

Also, wann kommt der „RICHTIGE BUZZ“ aus den Studien auf den Markt?

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