Hamburg: weiterer Meilenstein zum emissionsfreien öffentlichen Verkehr

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Hamburgs öffentlicher Verkehr wird emissionsärmer: für den Ankauf von 472 Elektrobussen und den Bau von 700 Ladestationen sichert der Bund den Hansestädtern eine Förderung in Höhe von 160 Millionen Euro zu. Der Förderbescheid wurde am Freitag im Beisein von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) öffentlichkeitswirksam an die Hamburger Hochbahn und die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) übergeben.

Wir wollen klimaneutral sein. Wir wollen saubere Innenstädte. Hier in Hamburg wird Pionierarbeit geleistet„, erläuterte der Minister. Und dass er sehr schätze, dass in Hamburg gehandelt würde, nicht nur diskutiert. Der Chef der Hamburger Hochbahn, Henrik Falk, fühlt sich geehrt. „Wir sehen das ein bisschen als Beleg für die Pionierarbeit, die wir im letzten Jahrzehnt geleistet haben.“

Schon jetzt hat kein anderes Bundesland einen so großen Anteil emissionsfreier Busse wie Hamburg. Aktuell sind es 160, am Ende des Jahrzehnts sollen es 1.800 sein. Die Hochbahn wird mit den nun freigegebenen Mitteln 289 emissionsfreie Busse anschaffen, davon 194 Solo- und 90 Gelenksbusse sowie 5 Brennstoffzellenbusse. Die VHH wiederum werden 183 E-Busse kaufen, 117 Solo- und 57 Gelenksbusse sowie 9 Kleinbusse. Untersuchungen aus Hamburg zeigen: E-Busse sparen 80 Prozent CO2 gegenüber Diesel-betriebenen Bussen ein. Das sind 40 Tonnen CO2 pro Jahr – pro Bus. Welche Busmodelle angeschafft werden, wurde nicht genannt. Derzeit fahren schon E-Busse von MAN und Mercedes. Solaris soll ebenfalls zum Zug kommen.

Die neuen Busse müssen auch irgendwo laden, deshalb wird die Förderung auch für den Aus- und Umbau der Werkstätten verwendet. Anders als bei normalen Bussen arbeitet das Wartungspersonal nicht in Gruben, sondern auf Hochbühnen. Beim Betrieb von E-Bussen müssten daher alle Busdepots um- oder neu gebaut werden, wie der Technik-Vorstand der Hochbahn, Jens Günther Lang, betont. Drei neue Betriebshöfe sollen daher gebaut werden. In Meiendorf an der Grenze zu Ahrensburg wird bereits Ende des Jahres begonnen, am Pollhornweg in Wilhemsburg sowie am S-Bahnhof Veddel sind zwei weitere geplant. Bis zum Jahr 2030 brauche die Hochbahn rund 1.600 Stellplätze, auf denen die Busse nachts geladen werden können.

Auch die VHH müssen neue Betriebsflächen schaffen. In der Lederstraße im Bezirk Altona ist eine gemeinsame Grundstücksnutzung mit der Stadtreinigung, Hamburg Wasser und den Hamburger Energiewerken angedacht. Die Betriebshöfe Bergedorf und Schenefeld sollen erweitert werden.

Quelle: ndr.de – Hamburg bekommt 160 Millionen Euro für Elektrobusse vom Bund//Hamburger Hochbahn plant neue Betriebshöfe für Elektrobusse

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Es ist nur vergessen worden, den Grund für diese Bemühungen zu nennen. Der ist keineswegs honoriges Streben nach emissionslosem Nahverkehr, um die Städte für die Generationen nach uns weiterhin lebenswert zu erhalten. Nein, die Behördensäcke wurden durch die Umsetzung der Clean Vehicle Directive der EU in nationales Recht seit August letzten Jahres dazu verdonnert, eine Quote von 45% bis 2025 und 65% bis 2030 an solchen Fahrzeugen anzuschaffen. Mehr ist es nicht. Nie hätten die von sich aus angefangen, den Busverkehr zu elektrifizieren. Oder die Müllabfuhr. Und das gilt nicht nur in Hamburg, sondern auch in Chemnitz, Hintertupfingen und Winsen an der Luhe. Überall in Deutschland. Gut so.

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