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GM verdoppelt das Super Cruise Straßennetz zum autonomen Fahren

Copyright Abbildung(en): General Motors

General Motors, der Mutterkonzern hinter US-amerikanischen Automarken wie Cadillac, Chevrolet und GMC, hat seinem Super Cruise genannten und für das autonome Fahren freigegebenem Straßen-Netzwerk Hunderttausende von zusätzlichen Kilometern in den USA und Kanada hinzugefügt. Konkret soll sich die Anzahl der freigegebenen Kilometer verdoppelt haben. Eine genaue Zahl nennt GM in seiner aktuellen Mitteilung leider nicht. In einer früheren Meldung allerdings hieß es, es seien mehr als 320.000 Kilometer (200.000 Meilen) für das autonome Fahren gemäß Level 3 freigegeben. Mit der Verdopplung wären es nun gut 650.000 Kilometer.

Als Super Cruise bezeichnet der US-Konzern sein Assistenzsystem für das automatisierte Fahren gemäß Level 3, welches nur auf vom Unternehmen freigegeben Highways in den USA und Kanada und mit bestimmten Fahrzeugmodellen funktioniert. Bei Super Cruise können die Fahrer:innen dank der Unterstützung von Karten, GPS, Kameras sowie Radar und Lidar dauerhaft die Hände vom Lenkrad nehmen und die Steuerung komplett dem Auto überlassen. Das System bezieht die Aufmerksamkeit des Fahrers allerdings mit ein.

Bis 2023 will GM Super Cruise in 22 Modellen seiner verschiedenen Marken anbieten, darunter dann auch die rein elektrischen Fahrzeuge Cadillac Lyriq, Chevrolet Bolt und GMC Hummer. Von den bisherigen Nutzern seien bislang mehr als 55 Millionen Kilometer mit Super Cruise in den USA und Kanada zurückgelegt worden, teilt GM mit. GM will für das freihändige Fahren auf Highways in Nordamerika langfristig eine Abdeckung von 95 Prozent erreichen.

GM ist voll dabei, wenn es um fortschrittliche Fahrerassistenztechnologie geht. Wir fügen Super Cruise zu mehr Fahrzeugen als je zuvor hinzu und führen es auf deutlich mehr Straßen ein, damit mehr und mehr Kunden diese Annehmlichkeit erleben können“, sagt Mario Maiorana, GMs Chefingenieur von Super Cruise.

Wenn Super Cruise aktiviert ist, sorgen die präzisen Lidar-Kartendaten, Echtzeitkameras, Radargeräte und GPS des Fahrzeugs dafür, dass das Fahrzeug stets mittig auf seiner Spur unterwegs ist und ein freihändiges Fahrerlebnis möglich ist. Super Cruise beschleunigt oder bremst das Fahrzeug automatisch, um einen festgelegten Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug aufrechtzuerhalten und kann bei einigen ausgewählten Modellen sogar automatisch Spurwechsel durchführen, um langsamere Verkehrsteilnehmer zu überholen. Dabei überwacht das System zu jeder Zeit die Kopfposition sowie die Augen des Fahrers in Bezug auf die Straße, um sich der Aufmerksamkeit des Fahrers auf das Geschehen auf der Straße gewiss zu sein, damit dieser im Notfall korrigierend eingreifen kann.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 02.08.2022

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Ja, sehr logisch, dass viele Konzerne nicht mehr unbedingt auf Level 5 Autonomie zielen, sondern auf Level 4 für die kommerzielle Vermarktung gehen. Denn das ist gut genug, um in wenigen Jahren in vielen Situationen den Fahrer zu ersetzen. Und von den echten Technologieführern wird zwar regelmäßig erzählt, was man macht, aber großspurige Versprechen und riesige PR ist nicht dabei. Waymo, GM, Intel/Mobileye Nvidia/Mercedes, BMW/Qualcomm sowie Microsoft und Apple. Sie müssen nicht lärmen, sondern testen in aller Ruhe in schwierigen Gebieten und unter realen Bedingungen. Aber sie überreizen dieses Thema nicht und arbeiten alle mit Sicherheitsfahrern.

Und das wird für Tesla noch richtig blöd werden, weil alle diese Firmen auf einen Sensorenverbund aus Lidar, Radar und Kameras setzen. Und sie bestimmen die Zulassungsstandards. Mercedes hat die erste Lizenz bekommen und sie haben genau diese Sensoren. Tesla hat dagegen gerade erst wieder vom Heimatstaat einen eingeschenkt bekommen wegen unseriösen Umgangs mit Assistenzfunktionen. Aber sie merken bei Tesla auch wirklich gar nichts.

Last edited 1 Monat zuvor by David

Jetzt muss GM nur noch E-Autos auf die Straße bringen. Außer heißer Luft war da ja bisher nichts. Die Fahrzeuge die es gibt kann man ja wohl nicht ernsthaft ins Auge fassen. Die Kunden in den USA die vor ein paar Jahren eins gekauft haben stehen nun im Regen und können größtenteils ihre Fahrzeuge nicht mehr nutzen. Große Ankündigungen machen kann Mary Barra sonst aber auch nichts.

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