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EU-Plan: Auf Hauptrouten Ladeparks für E-Autos alle 60 km

EU-Plan: Auf Hauptrouten Ladeparks für E-Autos alle 60 km

Copyright Abbildung(en): Paul Maguire / Shutterstock.com

Elektro- und Brennstoffzellenautos sollten in der Lage sein, spätestens alle 60 km aufzuladen bzw. spätestens alle 100 km Wasserstoff zu tanken. So lautet ein Gesetzes-Vorhaben des Europäischen Parlaments. Der Ausschuss für Verkehr und Tourismus verabschiedete mit 36 Stimmen zu 2, bei 6 Enthaltungen, einen entsprechenden Entwurf zur Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Es zielt darauf ab, den Aufbau von Ladestationen oder alternativen Tankstellen für Wasserstoff für Autos, Lastwagen, Züge und Flugzeuge zu beschleunigen.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, verbindliche nationale Mindestziele für den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe festzulegen und die EU-Länder aufzufordern, ihren Plan bis 2024 vorzulegen. Dem Text des Entwurfs zufolge müssten bis 2026 mindestens alle 60 km Ladeparks für E-Autos entlang der EU-Hauptstraßen aufgebaut werden. Für Lastkraftwagen und Busse würden die gleichen Anforderungen gelten, allerdings nur für die TEN-V-Hauptrouten. Für Regionen in äußerster Randlage, Inseln und Straßen mit sehr wenig Verkehr sollen Ausnahmereglungen gelten.

Die Abgeordneten schlagen auch vor, mehr Wasserstofftankstellen entlang der EU-Straßen einzurichten als es die EU-Kommission vorgeschlagen hat: Alle 100 km im Gegensatz zu 150 km, und dies auch schneller umzusetzen: bis 2028 im Gegensatz zu 2031. Sowohl die Ladepunkte als auch die Wasserstoff-Tankstellen sollen dem Vorschlag zufolge einfach zu bedienen und nutzerfreundlich sein. Zudem sollen die Preise pro kWh oder Kilogramm transparent dargestellt werden.

Nachhaltige alternative Kraftstoffe und der Aufbau ihrer Infrastruktur spielen eine Schlüsselrolle beim Übergang zu einer erfolgreichen Dekarbonisierung des Verkehrssektors“, erklärt Ismail Ertug, Berichterstatter für Infrastruktur für alternative Kraftstoffe des Europaparlaments. „Durch den schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur erleichtern wir den Menschen und der Industrie den Umstieg auf eine klimafreundliche Mobilität.

Rechtlich bindend sind die Vorschläge allerdings noch nicht. Sie werden nun zunächst im Plenum des EU-Parlaments diskutiert. Stoßen sie sie dort auf positive Resonanz, folgen im EU-Rat Gespräche mit den Regierungen. Dort könnten die Vorschläge dann in eine entsprechende Gesetzgebung aufgenommen werden.

Quelle: Europäisches Parlament – Pressemitteilung vom 04.10.2022

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Mit den Ladesäulen ist ja grundsätzlich zu begrüßen, auch wenn ich da auch jetzt schon ganz zufrieden bin. Kenne aber nur Frankreich, Deutschland und. Schweden.

Bei den H2 Tankstellen frage ich mich, welches Unternehmen die freiwillig bauen soll. Es gibt vielleicht ein paar Tausend Fahrzeuge im Bestand, keine Aussicht auf Wachstum und irgendwie nur Nachteile gegenüber Batteriefahrzeugen. Höhere Reichweite war einmal, bleibt das etwas schnellere „Aufladen“. Dafür dann 3-4 fache Energiekosten und höhere Wartungskosten.

Ich bin nach wie vor PRO BEV und CONTRA FCEV… H2 ist viel zu kompliziert und schlussendlich für Privatautos sinnlos, teuer, aufwändig und schwierig, grün zu bleiben.

Der Blödsinn ist dabei, sich den Wasserstoff unterjubeln zu lassen. Andererseits, wer baut ein Wasserstoffnetz freiwillig? Ist schweineteuer und niemand, niemand nutzt es. Das wird schlicht finanziell scheitern und das ist gut so.

Die Beiträge bis zu diesem Zeitpunkt kann ich nur voll unterstützen. Das Problem ist aber, wer sagt das den beteiligten Personen in der EU oder auch hier in Deutschland die so überhaupt keine Ahnung von der ganzen Materie haben und die Entscheidungen treffen. Wir schreiben hier sozusagen aus unserer Blase. Der Durchschnittsbürger hat leider weiterhin schlicht weg keine Ahnung. Mein Bekanntenkreis wird seit Jahren mit dem Thema penetriert und immer noch höre ich von denen: Ich warte noch auf Wasserstoff, wird ja noch günstiger und dann gibt es da nur Vorteile. Und das nach all den Fakten die sie von mir kennen. Traurig, traurig.

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