Emulsion Flow soll Akku-Recycling deutlich beschleunigen und günstiger machen

Emulsion Flow soll Akku-Recycling deutlich beschleunigen und günstiger machen

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Das japanische Start-up Emulsion Flow Technologies will eine Methode entwickelt haben, die das Recycling von Lithium-Ionen-Akkus revolutionieren soll. Die Emulsion Flow genannte Methode stehe kurz vor der Markteinführung, so Hirochika Naganawa, der Chief Technology Officer des Unternehmens. Bereits im kommenden Jahr will Emulsion Flow Technologies den Betrieb seiner ersten kommerziellen Anlage starten.

Das Start-up wurde von Forschenden der Japan Atomic Energy Agency gegründet, die die Emulsion Flow Methode ursprünglich entwickelt hatten, um bestimmte Elemente aus verbrauchten Kernbrennelementen zu trennen. Die Technologie kann jedoch auch verwendet werden, um Seltenerdmetalle aus elektronischen Bauteilen wie Lithium-Ionen-Batterien zu extrahieren. Im Unterschied zu herkömmlichen Methoden, bei denen zurückgewonnene Seltenerdmetalle zunächst unzureichend rein waren und kostspielig weiterverarbeitet werden mussten, soll die Emulsionsflussmethode wesentlich schneller und kostengünstiger sein.

Die Technologie soll 10-mal mehr Seltenerdmetalle extrahieren können als frühere Recyclingmethoden – und das zu nur einem Fünftel der Kosten. Die Reinheit der wiedergewonnen Metalle soll bei 99,99 Prozent liegen, sodass sie dem Unternehmen zufolge sofort wieder in der Akku-Produktion eingesetzt werden könnten. Darüber hinaus ermögliche ein spezielles IoT-Management einen unbemannten 24-Stunden-Betrieb, was die Personalkosten minimiere.

Hiroshi Suzuki, CEO von Emulsion Flow Technologies, sagt, die Technologie können eine wichtige Rolle beim Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für wichtige Rohstoffe spielen, anstatt nur Bergbau und die Nutzung von Bodenschätzen zu verfolgen. Die Methode könnte in der Tat eine wichtige Rolle spielen beim „Urban Mining“, der Gewinnung von Rohstoffen aus dem Wohlstands- und Technikmüll der Verbraucher:innen. Denn bislang wird nur ein Fünftel des Elektro-Mülls tatsächlich auch recycelt.

Emulsion Flow Technologies hat bereits einige namhafte Partner für die Entwicklungszusammenarbeit gefunden, etwa das japanische Recyclingunternehmen Envipro und den Rohstoffkonzern Mitsubishi Materials. Mit den etablierten Unternehmen arbeitet das Start-up nun daran, seine Pilotanlagen zur Marktreife zu entwickeln.

Quelle: J-Stories – Cheaper and more efficient rare earth metal recycling / Heise – Akku-Recycling: Emulgator soll Nickel und Kobalt schneller extrahieren

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In Lithium-Ionen Batterien egal ob NMC, NCA oder LFP werden keine Metalle der Seltenen Erden verwendet!

Einzig in Nickel-Metallhydrid-Akkus kommt mit Lanthan ein Metall der Seltenen Erden zum Einsatz und diese werden ausschließlich in Hybridfahrzeugen verwendet, insbesondere von Toyota.

Last edited 15 Tage zuvor by Dirk Schneider

Lithium, Mangan, Nickel, Kobalt, Kupfer, Eisen, Phosphat, Graphit, usw.

Naja, nix davon gehört zu den Seltenen Erden.

Ist ja nett, dass man nun 99% von den seltenen Erden wiederbekommt (die sind wie bekannt nicht selten). Für das Recyclen von Akkus ist das aber irrelevant.

Wie so oft bei einem Artikel, der den Begriff „Seltene Erden“ beinhaltet, macht sich der Autor nicht die Mühe, den Begriff zu recherchieren. Wäre es denn so schwierig gewesen, bei dem japanischen Startup einfach nur nach den Stoffen zu fragen, die dort tatsächlich recycelt werden? Eigentlich ist der Begriff wissenschaftlich reserviert („Lanthanoide“ oder Metalle der seltenen Erden) aber selbst Wissenschaftsjournalisten werfen manchmal -überspitzt gesagt- das halbe Periodensystem mit in diese Gruppe. Am besten, man spricht in diesem technischen Zusammenhang überhaupt nicht mehr von den (gar nicht mal so seltenen) „Seltenen Erden“, sondern nennt die Kinder beim Namen. Dann gibt es auch keine Missverständnisse.

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