Elektroautos werden 2022 Plug-In-Hybride abhängen

Elektroautos werden 2022 Plug-In-Hybride abhängen

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Mittlerweile sei jedes fünfte, in Deutschland produzierte, Auto, mit einer Form der Elektrifizierung ausgestattet. Dies geht aus den neusten Daten zur Produktion von Plug-In-Hybride und E-Autos in Deutschland hervor. Aus den Daten wird ersichtlich, dass deren Produktionsanteil weiterhin konstant über 20% liegt. Matthias Schmidt, Automobil-Analyst aus Berlin, gibt zu verstehen, dass der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge in vier der letzten fünf Monate weiterhin über 20 Prozent lag.

Im November 2021 lag der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge gar bei 23,3% – absoluter Rekordwert bisher. Schmidt geht in seiner Analyse davon aus, dass der Verbreitungsgrad von elektrifizierten Fahrzeugen zumindest teilweise auf die Halbleiterknappheit zurückzuführen istHohe Kauf- und Steueranreize für elektrifizierte Fahrzeuge und paradoxerweise die Konzentration der OEMs auf profitable Modelle mit höheren Emissionen, welche eben durch diese Modelle kompensiert werden müssen, lassen den Absatz wachsen. Während Verbrenner im Absatz rückläufig sind oder zumindest stark ausgebremst werden.

Dadurch wird der inländische Plug-in-Produktionsmix weiter aufgebläht. 2021 ist die gesamte Pkw Produktion auf 3,1 Mio. Einheiten gesunken, was nach Angaben des VDA den niedrigsten Stand seit 1975 bedeutet. Zeitgleich überschritt die Produktion von elektrifizierten Fahrzeugen die Grenze von um die 600.000 Einheiten im gleichen Zeitraum. Auch künftig darf man davon ausgehen, dass der Absatz von reinen Stromer, getrieben durch Förderungen und Subventionen, weiter wächst. In einem Ausmaß, dass man dauerhaft mehr E-Autos als Diesel-Fahrzeuge absetzen wird. Jedoch geht Schmidt davon aus, dass wir zu Beginn des Jahres zunächst einen Rückgang der E-Auto-Absatzzahlen sehen werden. Plug-In-Hybride hingegen dürften beim Absatz wachsen.

Zurückzuführen sei dies auf den Jahresendspurt der Automobilhersteller im vergangenen Jahr, um die CO2-Emissionsziele zu erreichen. Aus diesem Grund wird das erste Quartal 2022 wohl auch etwas ruhiger anlaufen, bevor E-Autos hinsichtlich ihrem Absatz ab Q2/2022 wieder das Ruder an sich reißen werden. PHEV wird dies zumindest helfen beim Absatz ein wenig aufzuholen. Insbesondere bei den deutschen Hersteller Mercedes-Benz und BMW ist davon auszugehen, dass diese weiterhin auf den Absatz von PHEV setzen werden. Wobei insbesondere bei BMW nun erste, neue E-Modelle wie der BMW i4 und BMW iX auf die Straße drängen.

Quelle: Matthias Schmidt – European Electric Car Market Intelligence Study: December 2021 / Full-Year 2021

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Autos mit Verbrennungsmotor brennen viel öfter als Elektroautos.
Batterie – Brände eines Elektroautos können schlechter gelöscht werden.
Plugin – Hybrid Autos brennen noch häufiger als Verbrenner ohne Hybridisierung.
Da ein Plugin – Hybrid auch ein Elektroauto ist, kann man es auch noch schlechter löschen.
Daher ist ein reines BEV besser.

Elektroautos werden 2022 Plug-In-Hybride abhängen

Besser wäre es, wenn sie die Plug-In-Hybride ganz vom Markt verdrängen würden. Hoffentlich sieht das auch die Ampel-Regierung ein und stoppt schnellstens die Förderung für Plug-In-Hybride.

PHEV heisst wohl „Prä Historisches Elektro Vehikel“?

PHEV’s werden durch massive Förderungen und Steuervorteile auf Kosten der Steuerzahler am Leben gehalten. Es wird Zeit dies komplett zu beenden. Deutsche BEV’s sind zum Luxusmobil verkommen siehe u.a. die E-SUV’s. Die deutsche Automobilbrache wird weiterhin im Bereich BEV’s international an Boden verlieren. Es fehlen derzeit einfach Kleinwagen und Mittelklasse PKW’s in diesem Bereich. Daher sollte die BEV Förderung auf 40.000 Euro Brutto Fahrzeugpreis begrenzt werden. Die WLTP Reichweite sollte mindestens 450 km für die Förderung betragen.

Man kann, wie so oft im Leben, unterschiedlicher Meinung sein.
Wir haben unseren PHEV vor fünf Jahren damals nur wenig subventioniert erworben. Wir sind sehr zufriedene Nutzer, mit hohen elektrisch gefahrenen Anteilen.
Den nächsten PHEV werden wir 2023/24 erwerben, ebenfalls ganz unabhängig von dann noch gewährten oder nicht mehr gewährten Subventionen.

Die Förderung sollte anders aufgebaut werden. Fahrzeuge
bis 20.000,– Euro VK 6.000 € Förderung
bis 22.000,– Euro VK 5.000 Euro Förderung
bis 24.000 Euro nur noch 4.000 Euro Förderung
bis 26.000 Euro 3.000 Förderung
bis 28.000 Euro 2.000 Förderung
bis 30.000 Euro 1.000 Förderung,
und alles über 30.000 Euro NULL Förderung,
und siehe da, auf einmal wird es viele Fahrzeuge für unter 30.000 Euro geben. Jemand der sich einen Neuwagen für 30.000 Euro leisten kann , kann auch 36.000 ausgeben. Die Hersteller greifen doch nur Margen ab.

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