Updates für den Ford Mustang Mach-E: höhere Anhängelast, schnelleres Aufladen, verbesserter Fahrkomfort

Elektroauto im Urlaub: Fahrradträger ans Heck, mit Wohnanhänger maximal 80 km/h

Copyright Abbildung(en): Ford

Immer öfter beweisen Elektroautofahrer, dass die Fahrt in den Urlaub auch mit einem Stromer problemlos zu bewältigen ist. Auch bei Strecken jenseits der 1.000 Kilometer. Wenn die ganze Familie verreist, sind oft Fahrradträger, Dachbox oder Wohnanhänger mit an Bord. Dann verbraucht das Elektroauto natürlich mehr also ohne die Aufbauten oder Anhänger. Wieviel tatsächlich, hat der ADAC nun in einer standardisierten Testreihe erhoben. Eines vorweg: nicht das Gewicht bedingt den Mehrverbrauch, sondern die geänderte Aerodynamik!

Mit dem zu erwartenden Mehrverbrauch ändert sich auch die Ladeplanung, das müssen Elektroautofahrer im Vorfeld schon berücksichtigen. Daher ist es wichtig zu wissen, wieviel sich der Verbrauch nach oben verändern wird, wenn beliebte Anbauten wie Fahrradträger oder Wohnanhänger mit in den Urlaub sollen. Gemessen wurden die Mehrverbräuche jeweils mit einem aktuellen Kia EV6 bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 120 km/h (100 km/h bei den Anhängern), für alle anderen Fahrzeuge geben sie aber eine ungefähre Größenordnung.

Bei den fahrzeuggebundenen Aufbauten sollte man auf Dachträger für Fahrräder oder Dachzelte verzichten. Beide bedingen einen Mehrverbrauch von satten 33 Prozent. Werden die Fahrräder hingegen am Heck transportiert, beträgt der Mehrverbrauch nur acht Prozent. Dachboxen machen sich mit etwa 14 Prozent Mehrverbrauch bemerkbar, Dachträger ohne Fahrräder immerhin noch mit fünf Prozent. Beides sollte daher außerhalb der Urlaubszeit unbedingt wieder abmontiert werden.

Bei den Anhängern knabbert naturgemäß ein großer Wohnanhänger am meisten an der Reichweite – der Mehrverbrauch beträgt bei 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit 103 Prozent! Wer mit Wohnanhänger verreist, muss also mit einer Halbierung der Reichweite rechnen. Ebenfalls sehr negativ wirkt sich ein Pferdeanhänger aus – plus 83 Prozent Verbrauch. Ein ungebremster Anhänger mit Aufbau, der über das Auto ragt, verursacht 24 Prozent Mehrverbrauch. Ein kleiner ungebremster Anhänger ohne Aufbau hingegen nur ein Prozent!

Es ist also leicht erkennbar: alles, was die Aerodynamik des Elektroautos empfindlich verschlechtert, verursacht mehr Verbrauch. Das zusätzliche Gewicht hat hingegen einen deutlich geringeren Einfluss als erwartet. Es wirkt sich zwar insbesondere bei Steigungen und Beschleunigung aus, wobei hier aber sehr viel Energie beim Bergabfahren und Bremsen wieder rekuperiert werden kann. Die Verbrauchsdifferenz zwischen einem unbeladenen (nur Fahrer) und einem voll beladenen Fahrzeug (plus 280 Kilogramm) betrug in einem Extremversuch des ADAC insgesamt aber nur sechs Prozent.

Der Luftwiderstand nimmt hingegen quadratisch mit der Geschwindigkeit zu. Bei doppelter Geschwindigkeit ergibt sich somit ein viermal höherer Luftwiderstand. Wer mit einem Wohnanhänger-Gespann also nur 80 km/h im Durchschnitt fährt, verzeichnet einen Mehrverbrauch von nur 54 Prozent! Es zahlt sich also aus, auf der ersten Spur zu bleiben, möglichst noch im Windschatten eines LKWs. Vorausschauendes Fahren und bewusstes Rekuperieren reduziert den Verbrauch ebenso. Bei fahrzeuggebundenem Zubehör sollte man hingegen auf eine aerodynamische Ausführung achten und Dachaufbauten möglichst vermeiden.

Quelle: ADAC – ADAC Test zur Reichweite: Elektroauto mit Fahrradträger oder Anhänger

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Das sollte mall allerdings etwas differenzierter betrachten.
Wer die Botschaft des ADAC falsch versteht hat ja schon wieder ein scheinbares Stammtisch-Argument gegen die Elektromobilität: „Mit 80 Ich komme ich ja nie an“
100 geht schon auch gut – und schneller darf man ja eh nicht.
100 darf man übrigens auch nur mit bestimmten baulichen Bedingungen (z.B Antischlingerkupplung etc – zu erkennen am 100er Aufkleber auf dem Anhänger ) und in wenigen Ländern (z.B. Deutschland und neuerdings auch in der Schweiz, eingeschränkt in Frankreich etc.) im Rest der EU gilt meist 80.
Den Mehrverbrauch bei 100 holt man ja- je nach zu bewältigender Strecke – mit einer Schnellladung – zeitlich wieder mehr als rein.

Da kann also jeder frei entscheiden, wie viel an Mehrkosten einem die eingesparte Zeit bei schnellerer Fahrt wert ist.

Der Physik des Luftwiderstandes unterliegt natürlich auch jeder Verbrenner – dies nur als Argument für den Stammtisch. :-)

Warum ist das bei Verbrennern viel weniger ein Thema als bei BEV, obwohl der Mehrverbrauch an Energie ja nicht BEV-spezifisch sondern bei einem Verbrenner genau gleich gross ist?

Ganz einfach, weil man bei einem Verbrenner problemlos nachladen kann.

Genau gleich wird das beim FCEV sein. Auch dort wird der Mehrverbrauch zwar mess- und spürbar sein, aber er wird die Mobilität nicht einschränken, weil man ja ganz nach Bedarf problemlos nachladen kann.

Es ist wie überall: das Bessere ist der Feind des Guten.

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