Elektro-SUV/ E-Crossover dominieren Europa in Q1/2022

Elektro-SUV/ E-Crossover dominieren Europa in Q1/2022

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Mit Ende des ersten Quartals 2022 lässt sich festhalten, dass der Anteil von verkauften Elektro-SUV und -Crossover weiterhin über 50 Prozent liegt. Im Detail betrachtet, zeigt sich, dass dieses Segment bei exakt 51,2 Prozent aller verkauften Stromer lag. Automobil-Analyst Matthias Schmidt geht davon aus, dass sich dies im Gesamtjahr 2022 auch nicht verändern wird. Was stark daran geknüpft ist, dass es sich um das Segment mit den meisten Modellen handelt.

E-SUV und Elektro-Crossover werden 2022, nach einem leichten Rückgang Ende 2021, eine Absatzsteigerung für sich verzeichnen. Unter anderem gepusht durch das Tesla Model Y, welches seit Mitte März von der Giga Berlin aus auf Europas Straßen kommt. Allerdings wird der Hochlauf der dortigen Serienproduktion langsamer starten, als man es eventuell zunächst vermutet hat. Wer Elektroauto-News und somit den Analysen von Automobil-Analyst Matthias Schmidt schon länger folgt, der weiß: E-SUV dominieren den europäischen Pkw-Markt. Beinahe ungebrochen. Schmidt geht davon aus, dass insbesondere die koreanischen Hersteller Hyundai und KIA ihren Teil zum Wachstum des Segments beitragen. Die koreanischen OEMs scheinen die anhaltende Halbleiterknappheit besser zu meistern als viele andere Unternehmen. Der SUV/Crossover-Sektor umfasst nun über 35 Modelle, die meisten aller Sektoren, mit wichtigen Neuzugängen von Toyota (bZ4X), Renault (MEGANE E-TECH Electric) und Nissan (ARIYA), die alle in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Im Basis-Segment war ein Einbruch zu verzeichnen. Was daran lag, dass der VW e-Up! nicht mehr angeboten wird. Hier zeigt sich im direkten Vorjahresvergleich, dass das VW-Modell einen Rückgang von 80 Prozent am Markt hinnehmen musste. Abgelöst wurde dieser durch den Dacia Spring. Allerdings muss man anmerken, dass dieses Modell nur an Märkten Absatz findet, auf denen sich die Fördersummen oberhalb 6.000 Euro für Stromer bewegen. Sollten diese Subventionen wegfallen ist mit einem deutlichen Rückgang der Zulassungszahlen zu rechnen. Im Kleinwagen-Segment scheint es sich zu stabilisieren.

Der am stärksten konzentrierte Sektor, der aus drei Modellen besteht (Polestar 2, Tesla Model 3 und BMW i4), verzeichnete einen Anstieg des Volumens auf den höchsten monatlichen Anteil seit September 2021. Im Februar war bereits ein Anzug der Absatzzahlen des Tesla Model 3 zu sehen. Die Preise des neuen BMW i4 beginnen in Deutschland bei 59.200 € vor Subventionen – wobei die Fertigung zwischenzeitig pausieren musste. Auch Xpeng wird wahrscheinlich mit seinem P5 im Jahr 2022 in den Sektor einsteigen. Was diesem weiteren Aufschwung verleihen dürfte. Das Polestar-Volumina wird voraussichtlich durch Leasingverträge wie durch die mit dem deutschen ADAC angekurbelt.

Tesla dominierte mit seinem fast zehn Jahre alten Model S das Luxus-Segment.. Allerdings umfasst das Segment jetzt auch den auf derselben Plattform basierenden Porsche Taycan (4.580 Einheiten) und Audi e-tron GT (1.330 Einheiten). Der Mercedes EQS hat ebenfalls mit den Auslieferungen begonnen (1.480), was zu einem kombinierten Q1 von insgesamt 7.400 Fahrzeugen oder 2,1 Prozent Anteil führte. Tesla hat hierdurch spürbar an Einfluss verloren – im Luxus-Segment.

Zeitraum Januar bis März 2022

  • Basic – 7,5 Prozent
  • Kleinwagen – 11,9 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 11,5 Prozent
  • Near Executive – 12,9 Prozent
  • SUV/Crossover – 51,2 Prozent
  • Luxusklasse – 2,1 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 1,1 Prozent
  • Sonstige – 1,8 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt -European Electric Car Market Intelligence Study March Q1/2022

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Wenn man die Zahlen der Hersteller im Luxussegment addiert (Porsche Taycan 4.580 Einheiten, Audi e-tron GT = 1.330 Einheiten und Mercedes EQS = 1.480, kommt man auf 7390 Auslieferungen. Das würde für das Tesla Model S schlappe 10 Einheiten ergeben wenn die Gesamtzahl von 7400 Fahrzeugen stimmt.
Ist das so?

Und im Keller rasselt die Bartwickelmaschine… SUV werden mit großem Abstand am meisten verkauft. Wieso sollte das anders sein. Die Dinger würden auf der Stelle entwickelt, wenn es sie nicht gäbe, weil sie einfach nur genial sind. Ich führe das nicht weiter aus, da das völlig sinnfrei wäre angesichts bekannter, völlig inhaltsleerer Begründungen der SUV Basher. Und- nein, wir fahren kein SUV.

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