E-SUV/ Elektro-Crossover-Auslieferungen auf Allzeithoch

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Elektro-SUV und E-Crossover gelten als das Fahrzeug-Segment, welches in den vergangenen Monaten die höchste Nachfrage verzeichnet. Dabei scheint der steigende Absatz nicht zu stoppen. Wie Automobil-Analyst Matthias Schmidt in seiner Analyse zum ersten Halbjahr aufzuzeigen vermag, erreichte das Segment nach sechs Monaten in 2022 ein neues Allzeithoch. E-SUV und E-Crossover machten 54,9 Prozent im Juni, beziehungsweise 51,3 Prozent in den ersten sechs Monaten am europäischen E-Automarkt aus.

Der Absatz an sich werde im zweiten Halbjahr eher noch weiter wachsen, als einen Stopp zu verzeichnen. Hierzu werden neue Modelle wie der Megane E-Tech von Renault und der auf derselben Plattform basierende Nissan Ariya ihren Teil beitragen. Ebenso wie Teslas Model Y. Wer Elektroauto-News und somit den Analysen von Automobil-Analyst Matthias Schmidt schon länger folgt, der weiß: E-SUV dominieren den europäischen Pkw-Markt. Beinahe ungebrochen. Ende November lag der Anteil der E-SUV und Elektro-Crossover nur knapp unter 50 Prozent. Mittlerweile wächst und wächst das Segment enorm.

Im ersten Halbjahr konnten sowohl der Dacia Spring, als auch der Renault Twingo ihren Teil zum Absatz im Basic-Segment beitragen. Jedes dritte E-Fahrzeug aus diesem Segment war im Juni 2022 ein Renault Twingo. Wobei zu erwähnen ist, dass über 60 Prozent der zugelassenen Twingos auf dem französischen Heimatmarkt abgesetzt wurde. Auch die Auslieferungen des e-Up von VW erreichte im Juni wieder ein moderates Niveau (2.200). Auch wenn seine Popularität groß ist, ist das Fahrzeug erneut nicht bestellbar. Dieser Sektor ist am stärksten von den Kürzungen der Subventionen betroffen. Dies wird laut Schmidt dazu führen, dass 2023 mit einem weiteren Rückgang in diesem Segment zu rechnen sei.

Kleinwagen haben sich im Absatz auf einem äußerst niedrigen Niveau stabilisiert und scheinen hinsichtlich der Verkaufszahlen zu stagnieren. Das bekannteste Modell in diesem Segment ist sicherlich der Fiat 500e, dieser war im zweiten Quartal 2022 das am häufigsten zugelassene E-Auto-Modell und entthronte damit die Tesla-Modelle. Der Klassenkamerad von Stellantis, der Peugeot 208-e, blieb ebenfalls unter den Top-5-Modellen im Absatz. Ab 2023 wird jedoch auch dieser Sektor von Subventionskürzungen in vielen Schlüsselmärkten betroffen sein, da diese Zuschüsse eine große Rolle beim Absatz spielen. Es ist damit zu rechnen, dass gegen Ende 2022 nochmal ein Absatzwachstum zu verzeichnen ist, um so viel wie möglich von Subventionen zu profitieren.

CUPRA Born und der VW ID.3 zeichnen sich immer noch verantwortlich für den Absatz im Bereich der Untere Mittelklasse. Wobei hier vor allem der ID.3 in der zweiten Jahreshälfte durch steigenden Absatz, aus dem Abbau bisheriger Aufträge, überzeugen soll. Weiteres Wachstum sei durch den MG 4 zu erwarten, welcher noch in diesem Jahr auf der MSP (Modular Scalable Platform) von SAIC basierend, auf die Straße kommen soll.

Der am stärksten konzentrierte Sektor, der aus drei Modellen besteht (Polestar 2, Tesla Model 3 und BMW i4), das Near-Executive-Segment dürfte wieder einen Aufschwung verzeichnen. War in der Vergangenheit vor allem das Model 3 ein Absatztreiber in diesem Bereich des E-Automarktes, konnte im zweiten Quartal der Polestar 2 dem Tesla-Konkurrenten den Rang ablaufen. Auf lange Sicht ist zu erwarten, dass das Tesla Model 3 wieder Rang 1 übernimmt. Aber auch mit dem BMW i4 sei zu rechnen, welcher am Markt sehr gut angenommen wird.

Traditionell dominierte Tesla mit seinem fast zehn Jahre alten Model S das Luxus-Segment. Allerdings umfasst das Segment jetzt auch den auf derselben Plattform basierenden Porsche Taycan (8.300 Einheiten) und Audi e-tron GT (2.700 Einheiten). Auch der EQS von Mercedes hat mit den Auslieferungen begonnen (3.050), was zu einem Gesamtauslieferungen aller drei Modelle seit Jahresbeginn von 14.050 oder einem Anteil von 2,2 % führt. Entscheidend ist jedoch, dass es wahrscheinlich dank des höheren Einstiegspreises der profitabelste Sektor sein wird.

Zeitraum Januar bis Juni 2022

  • Basic – 8,2 Prozent
  • Kleinwagen – 14,2 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 11,6 Prozent
  • Near Executive – 9,4 Prozent
  • SUV/Crossover – 51,3 Prozent
  • Luxusklasse – 2,2 Prozent
  • Executive – 0,4 Prozent
  • Sonstige – 2,9 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – European Electric Car Market Intelligence Study June/Q2 2022

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Ist das irgendwie verwunderlich wenn es kaum was anderes zu kaufen gibt?

BEV über 100k zum 01.07.2022

1. Tesla Model 3 ca. 1,52 Mio.
2. Tesla Model Y ca. 805.000
3. Wuling Hong Guang Mini EV ca. 760.000
4. Nissan Leaf ca. 600.000
5. Renault Zoe ca. 370.000
6. Tesla Model S ca. 360.000
7. Geely Chery eQ/Little Ant ca. 285.000
8. BMW i3 ca. 250.000
9. BYD Qin/Qin Pro EV/Qin Plus EV ca. 245.000
10. BYD Yuan/S2/Pro EV/Plus EV ca. 240.000
11. BAIC EU Serie ca. 235.000
12. Hyundai Kona EV ca. 230.000
13. BAIC EC Serie ca. 210.000
14. Tesla Model X ca. 205.000
15. SAIC Baojun e Serie/Kiwi EV/Nano EV ca. 200.000
16. VW ID. 4/ID. 5 ca. 192.000
17. GAC Aion S/EA6 ca. 190.000
18. BYD Han EV ca. 180.000
19. Changan BenBen EV ca. 170.000
20. GW Ora R1 EV ca. 160.000
21. Audi e-tron (Q8) ca. 160.000
22. VW ID. 3 ca. 160.000
23. Kia Niro EV ca. 150.000
24. VW E-Golf ca. 145.000
25. JAC iEV e Serie ca. 140.000
26. Chevrolet Bolt ca. 130.000
27. BYD e5 ca. 120.000
28. Dacia Spring/Dongfeng EX1/Dongfeng Nano Box ca. 115.000
29. Nio ES6 ca. 115.000
30. Xpeng P7 ca. 110.000
31. SAIC Roewe Ei5/MG 5 EV ca. 110.000
32. MG eZS ca. 105.000
33. Peugeot e-208 ca. 100.000
34. Geely Emgrand EV ca. 100.000

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