Trotz Reichweitenangst: E-Autos legen pro Jahr 19 Prozent mehr Kilometer zurück als Benziner

Trotz Reichweitenangst: E-Autos legen pro Jahr 19 Prozent mehr Kilometer zurück als Benziner

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Wer bisher gedacht hat, E-Autos wären nur was für die Stadt, dem widerspricht eine neue Studie des Vergleichsportals CHECK24: E-Autos legen im Schnitt pro Jahr sogar 19 Prozent mehr Kilometer zurück als Benziner, nämlich 12.127 gegenüber 10.210 Kilometern. Damit liegen E-Autos hinter Dieselfahrzeugen (13.049 Kilometer) und Hybriden (12.762 Kilometern) an dritter Stelle.

Wer über CHECK24 eine neue Kfz-Versicherung sucht und abschließt, muss seine durchschnittliche jährliche Fahrleistung angeben. Diese Angaben wurden nun ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass Dieselfahrzeuge immer noch vorwiegend von Vielfahrern gekauft werden, gefolgt von Hybrid-Autos. E-Auto-Käufer fahren aber durchschnittlich bereits mehr Kilometer als jene von benzinbetriebenen Fahrzeugen. Die durchschnittliche Fahrleistung aller über CHECK24 versicherten PKWs lag 2021 bei 11.230 Kilometern. „Dass E-Autos weniger Kilometer als Verbrenner zurücklegen, kann aufgrund der jährlichen Fahrleistung von CHECK24-Kund*innen widerlegt werden,“ erklärt dazu Dr. Rainer Klipp, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei CHECK24. Die Sorge, mit einem E-Auto liegenzubleiben, sei daher mittlerweile unbegründet.

Dass dieses Ergebnis kein einmaliger Befund ist, zeigt der Vergleich mit einer von Nissan in Auftrag gegebenen Studie vom Frühjahr 2021. Auch diese kam zu der Erkenntnis, dass E-Autos im Schnitt deutlich mehr Kilometer zurücklegen als Verbrenner, ganze 600 Kilometer mehr. Verbrennerfahrer verweisen häufig auf die höhere Reichweite ihrer Fahrzeuge, legen aber im Schnitt weniger Kilometer zurück als E-Auto-Fahrer.

Mit zunehmender angebotener Reichweite wird sich die Reichweitenangst also noch deutlich verringern. Zu den Reichweitenkaisern zählen neben Tesla heute auch schon die Modelle von Mercedes, BMW und Ford Mustang mit ihm Schnitt deutlich mehr als 600 Kilometern. Tatsächlich muss man jedoch mindestens 10 – 20 Prozent von der angegebenen Normreichweite abziehen.

Am beliebtesten – wohl auch wegen der geringeren Anschaffungskosten – sind aber ohnehin die Kleinwägen. Nach Angaben von CHECK24 wurde 2021 der Renault Zoe am öftesten versichert, gefolgt vom VW e-Up und dem Tesla Model 3. Bei den Hybriden dominiert Toyota mit dem Yaris, vor dem Auris und dem Prius.

Quellen: check24.de – E-Autos legen pro Jahr 19 Prozent längere Strecken zurück als Benziner//autobild.de – Das müssen Sie über die Reichweite von E-Autos wissen

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Ich denke übrigens, ein Aspekt kann auch sein, dass Reichweitenangst im wesentlichen die haben, die das Thema Reichweite gar nicht haben. Also die, die gar kein Elektroauto besitzen und gar keine Langstrecken fahren. Wer Langstrecken mit dem Elektroauto fährt, hat eine Routine und weiß, wie unproblematisch das ist.

Das hat jetzt nicht viel mit Reichweite zu tun.
In meiner Umgebung werden Elektromobile sehr oft von Pendlern benutzt, was Sinn macht. Wer jeden Tag 30km hin und 30km zurück fährt, macht eben im Jahr rein dafür schon etwa 12’000km. Wer hingegen mit ÖV arbeiten geht, und das Auto für Einkäufe, Ausflüge und Ferienreise benutz, der macht zwar im Jahr weniger Kilometer, trotzdem fährt er öfter weitere Strecken.

Ich pendele aktuell gar nicht. Meine Frau nutzt dafür unseren E-Up für die Fahrt zur Arbeit (Sie hat aber die kürzere Strecke von uns beiden) Trotzdem hat die Karre nach 22 Monaten 25.000km auf der Uhr. Also >13.500km/a. Und das mit einem Kleinstwagen, der ja angeblich „nur“ für die Stadt ist. Zugegeben Zwischenladen auf Reisen dauert länger und man kann auch nicht so schnell fahren, weil es sich durch die langsame Schnellladefähigkeit nicht lohnt schneller zu fahren. Aber dafür ist der Verbrauch sensationell niedrig. Im Jahresmittel ca. 14,5kWh/100km. Aktuell bewege ich ihn mit <8kWh/100km.

Farnsworth

Die Zahlen kommen mir etwas kurz gesprungen vor. Das sind doch typische Zweitwagenzahlen. Ein Diesel mit 13.000 km ? Alleine 30 km zur Arbeit und wieder zurück sind ja schon 60km * 240 Arbeitstage = 14.400 km und da ist noch keine Freizeitfahrt dabei. Ich kenne fast nur Personen die 20.000 – 30.000 km fahren.

Ich fahre seit 27 Jahren die viel geschriebenen 60 km am Tag. Erst mit einem Benziner, dann mit einem Diesel und seit 4 Jahren elektrisch. Also ich fahre aus rein wirtschaftlichen Gründen mit einem EV. Aber es sind 252 ATs dieses Jahr. Minus 30 UTs macht das 13.320 km im Jahr. Wenn man noch in Urlaub fährt, kommen nochmal round a bound 2000 km on top. Bei uns sind es 4000 km, weil Winter und Sommer Urlaub.
Außendienstmitarbeiter machen das doppelte. Und bei Check24.de sind die nicht aufgeführt.
Somit ist die ganze Studie für den Eimer. Wie etwa 90% solcher Studien ohne wissenschaftlichen Hintergrund.

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