Das Rennen ist gelaufen! Diese E-Autos dominieren Europas E-Automarkt

Das Rennen ist gelaufen! Diese E-Autos dominieren Europas E-Automarkt

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Die E-Autos aufzulisten, welche den europäischen Elektroautomarkt dominieren dürfte dann doch ein wenig länger dauern. Mittlerweile sind 40 Fahrzeuge im Segment der Elektro-SUV / E-Crossover vertreten, welche sich für mehr als die Hälfte der Zulassungen verantwortlich zeichnen. Automobil-Analyst Matthias Schmidt führt aus, dass mittlerweile sechs von zehn zugelassenen E-Autos aus diesem Segment stammen.

Bis Jahresende ist davon auszugehen, dass das Segment auf 50 Modelle anwächst, was sich im Absatz entsprechend bemerkbar machen wird. Wichtige Fahrzeuge befinden sich zudem noch auf dem Schlusssprint zur Markteinführung: Der BMW iX1 wird ebenso wie der Fisker Ocean noch 2022 in Europa erwartet. Auf den Porsche Macan muss man allerdings nun doch länger warten als gedacht. Dieser wird aufgrund von Softwareproblemen wohl erst 2024 in den Verkauft starten.  Im Detail zeigt sich, dass alleine im Juli 2022 55,6 Prozent der zugelassenen E-Autos in Europa auf das Segment der E-SUV/ Elektro-Crossover entfielen. In den ersten sieben Monaten des Jahres belief sich der Absatzanteil auf 51,7 Prozent. Das Model Y von Tesla führte das Segment an (46.000 Fahrzeuge).

Im ersten Halbjahr konnten sowohl der Dacia Spring, als auch der Renault Twingo ihren Teil zum Absatz im Basic-Segment beitragen. Ende Juli lässt sich festhalten, dass der Dacia Spring weiterhin eines der günstigsten E-Autos am Markt ist. Und dadurch entsprechend im Absatz davon profitiert. Mehr als die Hälfte der Spring-Zulassungen konnte Frankreich zugeordnet werden. Der Berliner Automobil-Analyst deutet dies so, dass die immer strengeren Crit’air-Gesetze zur Luftreinhaltung in französischen Städten ihren Teil dazu beitragen. So könnten Fahrer älterer Modelle den Dacia Spring bevorzugen, um relativ günstig auf ein Elektroauto umzusteigen. Neben dem Dacia Spring (19.000) war der Twingo (16.000) als auch die verschiedenen Smart-Modelle (13,300) an Europas E-Automarkt beliebt.

Kleinwagen haben sich im Absatz auf einem äußerst niedrigen Niveau stabilisiert und scheinen hinsichtlich der Verkaufszahlen zu stagnieren. Das bekannteste Modell in diesem Segment ist sicherlich der Fiat 500e, dieser ist in diesem Jahr das dritthäufigste zugelassene Elektroauto. Der Klassenkamerad von Stellantis, der Peugeot 208-e, blieb ebenfalls unter den Top-5-Modellen im Absatz. Ab 2023 wird jedoch auch dieser Sektor von Subventionskürzungen in vielen Schlüsselmärkten betroffen sein, da diese Zuschüsse eine große Rolle beim Absatz spielen. Es ist daher davon auszugehen, dass der Absatz gegen Ende des Jahres nochmal anzieht.

CUPRA Born und der VW ID.3 zeichnen sich Ende Juli immer noch verantwortlich für den Absatz im Bereich der Untere Mittelklasse. Insbesondere der CUPRA Born habe seinen Teil im Juli 2022 dazu beigetragen. Schmidt geht davon aus, dass weiteres Wachstum durch den MG 4 zu erwarten sei, welcher noch in diesem Jahr auf der MSP (Modular Scalable Platform) von SAIC basierend, auf die Straße kommen soll.

Der am stärksten konzentrierte Sektor, der aus drei Modellen besteht (Polestar 2, Tesla Model 3 und BMW i4), das Near-Executive-Segment, musste im Juli ein Abschwung verzeichnen. Das Segment ist im siebten Monat des Jahres nur auf 2,4 Prozent Anteil gesunken. Aufgrund der dominierenden Tesla Auslieferungen wird sich die Normalität ab September wieder einstellen, wenn das Tesla Model 3 aus chinesischer Produktion wieder in nennenswerten Stückzahlen in Europa eintrifft.

Im Luxus-Segment sind an sich vier Modelle eingeordnet. Allerdings kann man die Absätze des Tesla Model S wohl an einer Hand abzählen.  Entscheidender sind die anderen Drei: Porsche Taycan (9.400 Einheiten) und Audi e-tron GT (3.000 Einheiten). Auch der EQS von Mercedes hat mit den Auslieferungen begonnen (3.560), was zu einem Anteil von 2,2% an Europas E-Automarkt führt.

Zeitraum Januar bis Juli 2022

  • Basic – 8,0 Prozent
  • Kleinwagen – 14,2 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 12,1 Prozent
  • Near Executive – 8,6 Prozent
  • SUV/Crossover – 51,7 Prozent
  • Luxusklasse – 2,2 Prozent
  • Executive – 0,4 Prozent
  • Sonstige – 2,8 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – Monthly Market Intelligence July 2022

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Interessant, dass es bei den Klassen zwar eine „Untere Mittelklasse“ gibt, aber weder eine „Mittelklasse“ noch eine „Oberklasse“, wie dies früher mal bei Verbrennern der Fall war. Dafür gibt es hier die Klasse „Near Executive“, was vom Sprachgebrauch her nicht passt und darüberhinaus auch etwas traurig klingt . „Near Executive“ ist halt nicht „Executive“ …

Interessante Zahlen und Fakten… sprechen gegen Aussagen, die hier von Unwissenden und Behauptenden leider oft falsch gemacht werden.

Last edited 13 Tage zuvor by Läubli

Schade, dass die E-SUV’s dominant sind. Dies zeigt die Fehlentwicklung bei der Förderung insbesondere in Deutschland. Die Kleinwagen und Mittelklasse Kombis sollten dominieren, um die breite Bevölkerung anzusprechen.Mit 2,5-3 Tonnen Fahrzeuggewicht kommen wir nicht weiter.
Die E-Förderung muss auf Fahrzeuge bis Brutto 40.000 Euro begrenzt sein und die Mindest-Reichweite auf 400 km WLTP gesetzt werden. AC laden mindestens 11 kW und DC mindestens 50 kW
so wird ein Schuh draus.

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