Dacia setzt bis zuletzt auf Verbrenner

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Die rumänische Renault-Tochter Dacia, welche als die Billigmarke des französischen Automobilherstellers gilt, will so lange wie möglich an Verbrennungsmotoren festhalten. Dies Aussage traf deren Vorstandsvorsitzende Denis Le Vot gegenüber Reuters in einer Zeit, in der der Rest des Konzerns stark auf die Umstellung auf Elektromotoren setzt.

Renault plant bis 2030 vollständig auf den E-Antrieb zu setzen. Für Dacia behält man sich seinerseits vor den Umstieg erst 2035 final zu vollziehen, wenn Motoren mit fossilen Brennstoffen in Europa verboten werden. Entschieden habe man sich für diese Strategie, um den Vorstoß des Konzerns bei Elektrofahrzeugen abzusichern. „Jeder hat seine Rolle zu spielen. Renault wird darauf drängen, der Champion bei den Elektromotoren zu sein, das birgt ein Risiko“, sagte Le Vot am Rande einer Präsentation in Le Bourget bei Paris. „Das ist auch der Grund, warum es Dacia gibt.“

„Je nachdem, wie schnell sich der Markt auf Elektromotoren umstellt und wie groß der Appetit der Kunden ist, ist Dacia da. Die beiden können auf intime Weise koexistieren“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Dabei scheint Dacia mit dem ersten eigenen Elektroauto, dem Dacia Spring, durchaus Erfolg zu haben. Denn dieser macht 12 Prozent der Auftragseingänge aus.

Während Dacia weiterhin auf kleine, mit fossilen Brennstoffen und Flüssiggas betriebene Motoren setzt, die ein Drittel der Verkäufe der Marke ausmachen, plant die Marke, 2023 ein erstes Hybridmodell anzubieten. Zuletzt präsentierte die Marke von Renault in Paris die eigenen Pläne, welche mit den Schlagworten „Essenziell, robust und Öko-smart“ beschrieben wurden.

Die Basis für die Zukunftspläne von Dacia bildet der Anfang 2021 vorgestellte Strategieplan Renaulution, der den Kurs für jede Konzernmarke vorgibt. Das Ziel für Dacia lautet, das Image als essenzielle, aufs Wesentliche konzentrierte Marke mit einem authentischen Modellangebot zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis weiter auszubauen. Um noch breitere Kundenkreise anzusprechen, hat Dacia in den vergangenen Monaten eine neue Markenidentität, ein neues Logo, ein neues Design und neue Farben entwickelt. Lediglich beim Umstieg auf die E-Mobilität bleibt man ein wenig zurück.

Quelle: Reuters – Renault’s Dacia will stick to thermal engines as long as it can, CEO says

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Ist doch gut, wen interessiert das schon von den Dacia-Kunden? Ich denke niemanden, denn bei einem solchen Auto ist der Verwendungszweck, Platz und natürlich der wichtigste Punkt, der Preis das Maßgebende!

Für Renault ist wohl am Dacia-Spring nix zu verdienen – er dient wohl nur der Politur der C02-Konzernbilanz da die Renault-eigenen BEV-Modelle nicht mehr so richtig laufen.

Was tun? Beten, dass die neuen Renault-BEV doch noch Anklang finden und dann mit den rumänischen Verbrennern wenigstens ein bisschen Geld verdienen.
Dank der c02-Strafen werden die aber ganz bestimmt nicht mehr preiswert sein, dafür umso billiger.

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