Erst Cadillac, dann Hummer: GM soll Rückkehr nach Europa planen

Erst Cadillac, dann Hummer: GM soll Rückkehr nach Europa planen

Copyright Abbildung(en): General Motors

Der US-Autohersteller General Motors, der weltweit viertgrößte Autohersteller, soll eine Rückkehr nach Europa erwägen. Einem unbestätigten Medienbericht zufolge plant GM den Wiedereinstieg auf dem europäischen Markt mit ausschließlich rein batteriebetriebenen Modellen, zunächst seiner Premium-Marke Cadillac, später auch mit dem Elektro-SUV GMC Hummer, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen zitiert werden.

Der Schritt wäre ein Neustart in jener Region, in der GM seine Marken Opel und Vauxhall im Jahr 2017 nach zwei Verlust-Jahrzehnten an den französischen Hersteller PSA verkauft hatte, der nach der Fusion mit Fiat-Chrysler mittlerweile als 14-Marken-Konzern Stellantis fungiert.

GM könnte den Insidern zufolge zunächst mit dem Import des elektrischen Cadillac Lyriq beginnen, der in den USA bereits zum Verkauf steht. Der rein elektrische Hummer wird seit Ende des vergangen Jahres produziert und könnte ebenfalls nach Europa verschifft werden. Die Erweiterung des Angebots von GM würde seine Präsenz in einem Markt, in dem das Unternehmen derzeit nur Luxusfahrzeuge und den Sportwagen Corvette in geringer Zahl verkauft, deutlich erhöhen.

Ein GM-Sprecher teilte zu der Angelegenheit lediglich mit, dass noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden seien. GM will seine Premium-Marke Cadillac bis 2030 komplett auf Elektroautos umstellen. GM plant deshalb nur mit Elektromodellen nach Europa zurückkehren, weil sich das Unternehmen auf diese Weise keine Sorgen über die strengen Emissionsvorschriften in der Europäischen Union machen müsste – was vor fünf Jahren noch mit ein Faktor für die Entscheidung des Detroiter Automobilherstellers war, Opel und Vauxhall zu verkaufen.

Schon im November deutete sich an, dass GM wieder in Europa Fuß fassen möchte. Damals beförderte GM Mahmoud Samara, den damaligen Vizepräsidenten von Cadillac North America Sales, um die Wiederaufnahme des Geschäfts auf dem alten Kontinent zu leiten. Samara sagte damals, dass Europa, der weltweit zweitgrößte und am schnellsten wachsende Markt für Elektroautos „eine bedeutende Chance“ für GM darstelle, „sein umfassendes und modernes E-Auto-Portfolio zusammen mit neuer und innovativer Software, autonomer Technologie sowie Fracht- und Logistikdienstleistungen einzuführen“.

Quelle: Automotive News Europe – GM may start electric Cadillac, Hummer sales in Europe amid reboot

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Lässt sich an Arroganz nicht überbieten. Noch vor nicht allzulanger Zeit wurde eine Marke nach der anderen aus dem GM-Konzern der „Selbständigkeit“ überlassen und man hat sich nur noch darum gekümmert, wieviel Geld beim „Verscherbeln“ noch eingespielt werden konnte, um die Abfindungen der Teppichetage zu sichern, den „kleinen“ Arbeiter überliess man sich selbst.
Nun möchte man wieder ein paar Kirschen von der e-Auto-Torte holen. Es ist nur zu hoffen, dass Politik, Wirtschaft und vor allem die Kundschaft nicht vergessen. Dann noch die Überheblichkeit zu haben, man könne mit einem unnützen Ding wie Hummer einen Markt begiessen und sich vielleicht mit Ford messen, lässt an Dummheit grenzen. Bleibt mit dem GM Konzern da, wo ihr ihn vor Jahren haben wolltet!

Last edited 9 Tage zuvor by andy.sahli

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