BYD: Nach Erfolg in China folgt Marktstart in Japan

BYD: Nach Erfolg in China folgt Marktstart in Japan

Copyright Abbildung(en): BYD

Einst gehörte Build your Dreams (BYD) international zu den vielversprechenden chinesischen Automarken der ersten Stunde. Doch andere Hersteller traten in den Vordergrund und es wurde speziell in Europa ruhig um BYD. Jetzt gibt es ein Lebenszeichen aus Japan.

Es scheint, als hätte Build your Dreams aktuell andere Weltmärkte im Fokus als Europa. Nachdem sich der chinesische Autohersteller insbesondere auf den gigantischen Heimatmarkt konzentriert, gibt es nun den überfälligen Markteintritt in Japan. Zum offiziellen Start soll es zunächst die drei Elektromodelle BYD Atto 3, Dolphin und Seal geben – weitere sollen folgen – allesamt elektrisch. Der BYD Atto 3 soll der erste BYD-PKW werden, der ab Anfang 2023 in Japan verkauft wird. Ihm sollen die Modelle BYD Dolphin und SEAL – ebenfalls elektrisch angetrieben – ab Mitte des Jahres 2023 folgen. Anfang des Jahres hatte BYD die Produktion von Verbrennungsmotoren eingestellt und setzt seither allein auf Plug-in-Hybriden und Elektromodelle.

„Als eines der ersten Unternehmen, das weltweit Elektrofahrzeuge entwickelt hat, verfügt BYD über 27 Jahre Knowhow und Erfahrung auf dem Gebiet von Fahrzeugen mit neuer Energie und meistert die innovativen Technologien in Bezug auf Batterien, Elektromotoren, elektronische Steuersysteme und Chips in Automobilqualität“, sagt Wang Chuanfu, Vorsitzender und Präsident von BYD, „unterstützt von der Verbrauchererwartung, betritt BYD den japanischen NEV-Markt. Durch die gemeinsamen Anstrengungen von BYD und dem lokalen NEV-Markt können wir unsere Vorreiterrolle bei der E-Mobilität für ein besseres Leben erfüllen.“ BYD begann 1999, japanische Kunden mit wiederaufladbaren Batterien zu beliefern. Später stellte Built your Dreams innovative Energiespeicher, Solarenergieprodukte, elektrische Busse und Gabelstapler für den japanischen Markt her.

BYD wurde als multinationales Hightech-Unternehmen 1995 gegründet und ist aktuell in den Branchen Fahrzeug, Elektronik, neue Energie und Schienenverkehr tätig. Gerade auf dem chinesischen Heimatmarkt ist Build your Dreams zu einem der führenden Unternehmen im Energie- und Transportsektor geworden. Immer wieder hatte es Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen mit elektrischen PKW und Nutzfahrzeugen flächendeckend auch den europäischen Markt ins Visier nehmen wollte. Bisher hat dies nicht stattgefunden.

Liu Xueliang, verantwortlich für den Verkauf von Fahrzeugen in der Region Asien-Pazifik: „Von heute an wird BYD zusammen mit den japanischen Händlern und Partnern schrittweise ein komplettes Vertriebs- und Servicesystem aufbauen, um den Menschen vor Ort einen kohlenstoffarmen Lebensstil und ein besseres Kundenerlebnis zu bieten.“ Gegenwärtig ist BYD in über 400 Städten in 70 Ländern und Regionen auf sechs Kontinenten mit Elektrofahrzeugen vertreten.

Build your Dreams kann gerade auf dem Heimatmarkt auf erfolgreiche Zahlen blicken. Der Gesamtabsatz von elektrischen Fahrzeugen überstieg zuletzt 640.000 Einheiten, womit die Firma insgesamt mehr als zwei Millionen elektrisierte Fahrzeuge verkauft hat. Im angelaufenen Monat Juni stieg die Zahl allein um 133.762 Autos, was trotz der anhaltenden Corona Pandemie einem Wachstum von knapp 170 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei war Produktion von Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit 64.000 zu knapp 70.000 Einheiten nahezu gleichauf.

Meistverkauftes Modell auf dem Heimatmarkt ist aktuell das Topmodell des BYD Han das mit 25.439 verkauften Einheiten im Juni ein Rekordhoch erreichte. Seit seiner Markteinführung im Jahr 2020 wurden mehr als 250.000 Einheiten von der Limousine abgesetzt. Auf Platz zwei der Verkaufsstatistik: der auf der hauseigenen Elektroplattform 3.0 basierenden Kompakt-SUV Yuan Plus mit knapp 20.000 Fahrzeugen allein im Juni. Besonders stolz ist BYD auf die sogenannte Blade Batterie. Das aus Eisen-Phosphat hergestellte Akkupaket ist kobaltfrei und brachte für den Autobauer völlig neue Leistungsdaten. Diese wird sukzessive in allen Modellreihen eingeführt.


Über den Autor: Patrick Solberg; press-inform

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BYD muss erst mal zeigen, dass sie außerhalb Chinas erfolgreich sein können. Das ist noch nicht gesagt. In Norwegen scheinen sie sich schwer zu tun. Ich wünsche es ihnen jedenfalls, da ich ein paar Aktien von ihnen habe. Aber richtig erfolgreich können sie erst werden, wenn sie international wahrgenommen werden. Tesla hat das geschafft, was ein echter Erfolg ist, und nicht einfach. Genauso nervt das ewige „VW ist gut positioniert mit vielen E-Modellen in der Pipeline“. Wenn VW in China nicht ankommt, wird es ein Rohrkrepierer. China macht 40% des Absatzes aus. Also nicht zu euphorisch bei BYD, bloß weil die in einem anderen Land starten.

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