BYD erweitert sein Portfolio um eine neue Elektro-Edelmarke

BYD erweitert sein Portfolio um eine neue Elektro-Edelmarke

Copyright Abbildung(en): BYD

Die chinesischen Autohersteller geben nicht nur auf dem Heimatmarkt weiter Vollgas. Build your Dreams – kurz BYD – baut sein Portfolio um eine neue Edelmarke aus, um gerade gegen die europäischen Premiummarken eine neue Speerspitze aufbieten zu können.

Diese Erfolgsgeschichte kann sich mehr als sehen lassen: Vom ersten zum einmillionsten Elektromodell brauchte der chinesische Autobauer BYD stattliche 13 Jahre. Die nächste Million von elektrifizierten Autos benötigte nur noch ein Jahr und der Schritt von zwei zu drei Millionen wurde in gerade einmal sechs Monaten absolviert. Wang Chuanfu, Chairman und Präsident von BYD: „Ich hoffe, dass jeder die nachhaltige Mobilität unterstützen kann, um mitzuhelfen, die Erde um ein Grad Celsius zu kühlen und der Welt unsere Stärke zu zeigen.“ Um sich noch breiter aufzustellen, kreirte der Autobauer mit Hauptsitz in Shenzhen ein neues Label. Das bekannte Markenquartett aus Dynasty, Ocean, Denza und Yangwang wird ab 2023 um einen neues Premiumlogo erweitert.

Doch nicht nur eine neue Marke soll die Erfolgsgeschichte von BYD fortschreiben. In den vergangenen Jahren hat der chinesische Autobauer seine Verkaufsgebiete um Regionen auf sechs Kontinenten in Ländern wie Norwegen, Deutschland, Japan, Thailand oder Brasilien ausgedehnt. Dabei soll es nicht bleiben. Neue Elektrofahrzeuge sollen auf weiteren internationalen Märkten nicht nur eingeführt, sondern auch dort produziert werden. Besonders stolz ist Build Your Dreams jedoch auf seine Verkäufe auf dem Heimatmarkt. Trotz der immer durch die anhaltende Pandemie wiederkehrenden Produktionsprobleme konnte der Autobauer seine Marktanteile gegenüber anderen Wettbewerbern – auch Tesla mit seiner lokalen Fertigung in Shanghai – ausbauen.

Wang Chuanfu kündigte darüber hinaus an, dass BYD neben dem bestehenden Versorgungssystem für Rohstoffe, Batteriezellen, Batterien und Fahrzeuge eine neue bahnbrechende Technologie einführen wird, um das Sicherheitssystem weiter zu verbessern. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, unsere Kunden in Sachen Sicherheit zu beruhigen, und damit werden wir niemals aufhören“, so Wang Chuanfu.

Was BYD so erfolgreich macht ist eben eine vertikale Zusammenführung verschiedener Technologien, die bei anderen Unternehmen nicht unbedingt in einer Hand liegen: Batterien, Motoren, elektronische Steuerung und Chips. Ende 2021 beschäftigte BYD mehr als 40.000 Ingenieure und Techniker. Zum Juni 2022 hatte das Unternehmen mehr als 37.000 Patente angemeldet und hält mehr als 25.000 Patente. Dabei sind BYD Partnerschaften durchaus willkommen. Seit 2010 kooperiert man mit Daimler New Technology, in den aktuellen Fahrzeugen sind Bremsen verbaut, die von Brembo und Bosch stammen.

Auch in Deutschland will BYD ab kommendem Jahr erste Elektrofahrzeuge anbieten. Derzeit wird ein Händler- / Werkstattnetz aufgebaut, für das der Autobauer noch Partner sucht. Anders als andere Hersteller baut BYD auf herkömmliche Händler-Strukturen. Man will europaweit mit etablierten Groß- und Einzelhändlern kooperieren. Dazu soll es in der ersten Phase strategische Partnerschaften geben mit Firmen wie Louwman (Niederlande), Hedin Mobility Group (Schweden und Deutschland), Nic. Christiansen Group (Dänemark), RSA (Norwegen) und Shlomo Motors (Israel).

Schwerpunkt der Anfangsphase sind die Benelux-Staaten und die nordischen Märkte. Drei Autos sollen in Europa den Anfang machen. Zumindest auf dem Testmarkt Norwegen ist seit August 2021 bereits das siebensitzige und knapp fünf Meter lange SUV Tang unterwegs. Laut BYD schafft der Allradler eine Reichweite von rund 400 Kilometern. Dazu kommt im E-Segment die Familien-Limousine Han. Wobei: Familienauto ist relativ – den Spurt von Null auf 100 km/h soll der Han in 3,9 Sekunden schaffen, die Leistung liegt bei 380 kW / 516 PS. Komplettiert wird das Trio von dem C-Segment-SUV ATTO 3.


Über den Autor: Patrick Solberg; press-inform

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BYD sollte man seine Basis-Technologie stabilieren und was für Ladeleistung und gegen Verbrauch machen bevor sie sich in Regionen wagen, wo ein strammer Wind weht.

Aber bislang ist das eben vorrangig Wollen statt Können
Dass man schlechte Fahrzeuge gut verkaufen kann zeigt sich schon bei Tesla .. BYD kann das auch ein bisschen.

Persönliche Angriffe sind selten zweckmäßig,fakten mit Beleg schon eher,hier wieder so ein Ausrutscher,schade.

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