BYD wird Batteriezellen-Lieferant für Tesla

BYD wird Batteriezellen-Lieferant für Tesla

Copyright Abbildung(en): JL IMAGES / Shutterstock.com

Lian Yubo, BYDs Executive Vice President, gab in einem Interview mit Chinas staatlichem Sender CGTN zu verstehen, dass man schon bald Tesla mit Batteriezellen beliefern wird. Entsprechende Gerüchte halten sich schon seit einiger Zeit. Wurden nun aber erstmals offiziell bestätigt. Es soll sich hierbei um die Blade-Batterien mit LFP-Zellen von BYD handeln, welche der amerikanische Automobilhersteller aus China erhält.

Entgegen erster Gerüchte, die im Sommer 2021 aufkamen, möchte Tesla die Akkus allerdings nicht für das geplante 25.000-US-Dollar-Einstiegsmodell („Model 2“ / Model Q), sondern für Standard-Varianten des Model 3 und Model Y verwenden. Das neue Auto, dass in der Giga Shanghai in Produktion gehen wird, wird von BYDs Blade-Batterie angetrieben und soll laut diesen Berichten ab Ende 2022 auf der Straße getestet werden. Eine Variante mit kürzerer Reichweite könnte Tesla einen Einstieg in den zunehmend umkämpften Markt für urbane Mobilität ermöglichen.

Unabhängig von den Gerüchten um das Tesla Model Q, scheint sich die Belieferung Teslas durch BYD zu bewahrheiten. Im Jahr 2020 brachte BYD offiziell seine Blade-Batterie auf den Markt, eine weniger sperrige Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie (LFP), von der der Vorstandsvorsitzende Wang Chuanfu glaubt, dass sie sicherer als andere Alternativen auf dem Markt ist und nicht in Brand geraten kann.

Bedingt durch den „Schwert“-artigen Formfaktor und der von BYD selbst entwickelten Zellchemie soll die Blade-Batterie im Batterie-Pack höhere Energiedichten ermöglichen als LFP-Zellen in einem konventionelleren Formfaktor. Bis zu 150 Wh pro Kilogramm seien möglich. Die Tatsache, dass die Batterie auf Kobalt verzichtet, dürfte auch zu niedrigeren Kosten führen.

Derzeit setzt Tesla auf eine Vielfalt unterschiedlicher Akkus. Diese bestehen vorrangig aus Rundzellen, die LG Energy Solutions sowie Panasonic produzieren. Zusätzlich verbaut das US-Unternehmen bereits LFP-Akkus in seiner Gigafactory 3 in China. Sie werden in der Standard-Version des Model 3 eingesetzt und derzeit ausschließlich von CATL geliefert. Tesla teilte mit, dass fast die Hälfte der im ersten Quartal produzierten Fahrzeuge mit LFP-Batterien ausgestattet waren – ein preiswerterer Konkurrent zu den im Westen dominierenden Zellen auf Nickel- und Kobaltbasis.

Tesla soll bereits im Oktober 2021 eine Erstbestellung mit einem Volumen von 10 GWh bei BYD platziert haben, die zu Testzwecken eingesetzt werden sollen. Bei erfolgreichem Testbetrieb würden die Akkupakete ab dem 2. Quartal 2022 in die Fahrzeuge einziehen. Ein Zeitpunkt der sich nun zu bestätigen scheint. Trotz Gerüchte soll die Partnerschaft von Tesla mit CATL bestehen bleiben. Der Vertrag wurde erst Mitte des Jahres bis 2025 verlängert.

Quelle: Reuters – BYD executive says it will supply batteries to Tesla ‚very soon‘

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Schon wirklich schlau verschiedenste Zellen und Hersteller anzuwenden. Das Produkt reift beim Kunden und Tesla erntet die Qualitätserkenntnise.

Teslas erklärtes Ziel ist es maximal schnell zu skalieren – insbesondere Semi und Cybertruck sollen auch noch in hohen Volumen dazukommen – und dann ist da ja auch noch der stark wachsende Markt mit den Speichern (Powerwall, Megapack etc.)
Tesla braucht schlichtweg alles an Akkus, was ihnen angeboten werden kann.

Als Hersteller von Akkus hingegen verkaufe ich doch selbstverständlich auch lieber an einen Kunden, der wirklich „all in“ geht, als an OEMs die Ei BEVs immer noch eher zurückhaltend sind und lieber Plugins produzieren oder gar auf „Technologieoffenheit“ setzen.
So einfach ist das.

BYD, ein chinesisches Unternehmen! Prima, mit Kohlestrom produziert und dazu noch Gelder in ein Land fließen lassen, das demnächst das demokratische Taiwan bekämpfen will und alle Unterstützer , wo der Westen , also auch wir mit im Boot sitzen! Nicht schlecht, wir finanzieren diese Länder schon mal, damit wir damit vielleicht dies mit Langstreckenwaffen wiederbekommen! Aus Russland und Putin noch nichts gelernt mit der Anhängigkeit? Wieviel möchten solche Firmen noch diese Länder unterstützen, anstatt sich einen Kopf zu machen selber zu produzieren?

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