Britishvolt erwirbt deutschen Batteriezell-Hersteller EAS

Britishvolt erwirbt deutschen Batteriezell-Hersteller EAS

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Der Batteriezellen-Pionier Britishvolt hat mit der Monbat-Gruppe, einem europäischen Unternehmen für Batterielösungen, einen Kaufvertrag über den Erwerb seiner Tochtergesellschaft EAS unterzeichnet, einem Hersteller von Batteriezellen mit Sitz in Nordhausen. Die Vereinbarung hat einen Wert von 36 Millionen Euro und steht unter dem Vorbehalt des Vollzugs der Transaktion und der behördlichen Genehmigungen.

Unser 46xx-Zellenformat, das wir im Rahmen unseres breit angelegten Forschungs- und Entwicklungsprogramms entwickelt haben, verschafft Britishvolt einen erheblichen Wettbewerbsvorteil im Batteriewettbewerb. Die Übernahme von EAS wird es uns ermöglichen, den letzten Teil des Entwicklungs- und Kommerzialisierungsprogramms für die 46xx-Zellen auszuweiten und dieses Zellprodukt in die Hände unserer Automobilkunden zu geben“, sagt Orral Nadjari, der Gründer und CEO von Britishvolt. Laut eigener Aussage soll es sich um eine Zelllösung handeln, nach der Autohersteller im Hinblick auf eine hochleistungsfähige Batterietechnologie der nächsten Generation mit großer Reichweite gesucht haben.

Der Erwerb von EAS soll demnach auch dazu beitragen, Batteriesysteme schneller in dieses spezielle Marktsegment zu bringen und den Weg zur Dekarbonisierung zu unterstützen. „EAS hat eine nachweisliche Erfolgsbilanz bei der Bereitstellung innovativer, maßgeschneiderter Batteriezellenlösungen für seine Kunden, und es ist strategisch sinnvoll, dass wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam wachsen“, so Nadjari weiter. Britishvolt beabsichtige, weitere Investitionen in EAS zu tätigen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen sein volles Potenzial innerhalb der Britishvolt-Familie ausschöpfen kann.

EAS, das sich derzeit vollständig im Besitz der Monbat-Gruppe befindet, verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung großformatiger zylindrischer Lithium-Ionen-Batteriezellen von 7,5 Ah bis 50 Ah. Das Unternehmen nutzt eine kompakte Produktionstechnologie, um hohe Qualitätsstandards für seine Hochleistungs- und Energiezellen bei möglichst geringer Umweltbelastung zu gewährleisten.

Die EAS Batterielösungen werden in Europa, Asien und Nordamerika in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsbereich, in U-Booten und in der Schifffahrt sowie in der Automobilindustrie eingesetzt. Prominente Geschäftspartner wie die NASA nutzen bereits die Zellen des Unternehmens.

Britishvolt und EAS sind durch gemeinsame Ziele verbunden. Wir haben eine gemeinsame Vision, und aufgrund der hohen Synergien beschleunigen beide Unternehmen ihr gemeinsames Wachstum“, sagt Michael Deutmeyer, der Geschäftsführer von EAS. Für EAS und seine Kunden gehe es nun um größere Kapazitäten in der Entwicklung und Produktion innovativer Zellen und Batteriesysteme. EAS wolle sein Know-how erweitern, seinen ökologischen und ressourcenschonenden Ansatz in der Produktion vertiefen und sein Team vergrößern. „Gleichzeitig unterstützen wir Britishvolt als führendes Unternehmen in der Batteriezellentechnologie bei seiner Ausrichtung auf internationales Wachstum“.

Monbat werde über die Minderheitsbeteiligung, die die Gruppe an Britishvolt halten wird, weiterhin am erwarteten Wachstum der Lithium-Ionen-Industrie teilhaben, wie Victor Spiriev erklärt, der CEO von Monbat. Er geht davon aus, dass Britishvolt der richtige Partner ist, der über die notwendigen Ressourcen verfügt, um ein führender Anbieter von Lithium-Ionen-Lösungen für den elektrifizierten Transport und die Energiespeicherung zu werden.

Quelle: EAS Batteries – Pressemitteilung vom 24.05.2022

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Also wenn sogar das Militär und die NASA zylindrische Zellen im Format 46xx nutzt, dann können Runde Zellen so gestrig wohl doch nicht sein – ganz im Gegensatz zu FUD Behauptungen, die man hier im Forum immer wieder lesen muss ;-)

Time will tell !

Und jetzt lese ich gerade in einem anderen Forum, daß CATL ab 2025 BMW für Ihre neuste Fahrzeugserie dann auch mit zylindrischen Zellen beliefern wird ……. tja, von FUD David totgesagte Technologie lebt offensichtlich doch noch etwas länger.

Time will tell

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