BMW: „Neue Klasse“ doch nur für E-Autos

Copyright Abbildung(en): BMW

Während zahlreiche Autohersteller rund um den Globus mit Ankündigungen vorgeprescht sind, ihre Modellpalette innerhalb weniger Jahre komplett zu elektrifizieren, stand BMW bisher eher auf der Bremse. Einige Neuerung lassen nun aber vermuten, dass die Reise dennoch in Richtung Elektromobilität geht – wenn auch nicht so rasant wie bei den anderen. Die für 2025 geplante Plattform „Neue Klasse“ soll dem Vernehmen nach jedenfalls nur mit reinen E-Antrieben gebaut werden. Das berichtet das Manager Magazin.

Die „Neue Klasse“ wird sich auf das 3er Segment konzentrieren, das lies BMW-Chef Oliver Zipse bereits durchblicken. War im Mai bisher nur das erste Modell auf der neuen Plattform als BEV fix, so bestätigen Topmanager des Konzerns nun, dass die Plattform nun doch keine Optionen für Benzin- und Dieselmotoren oder Plug-in-Hybride bieten wird. Auf anderen BMW-Plattform wolle man aber weiterhin Verbrenner bauen, wohl auch in neuen Modellgenerationen. Dennoch sei für die Zeit nach 2025 noch kein neues Verbrenner-Modell im Vorstand beschlossen, man mache dies „abhängig von der Nachfrage und Verfügbarkeit von Batterien„, wie es aus dem Konzern heißt. Möglich, dass der Verbrenner-Ausstieg dann radikaler als bei anderen Herstellern erfolge, wie das Manager Magazin folgert.

Das erste Modell auf der „Neuen Klasse“ – intern NK1 genannt – wird offenbar mit einer 800-Volt-Antriebsarchitektur entwickelt, und zwar mit Rundzellen. Das würde ein Abgehen von den bisher bei BMW verwendeten prismatischen Zellen bedeuten. Wie bereits auf elektroauto-news.net berichtet, könnte es sich um 46XX-Zellen handeln, also Zellen mit einem Durchmesser von 46 mm und je nach Fahrzeugtyp flexibler Höhe. Solche Zellen mit einer Höhe von 80 mm baut Samsung SDI für Tesla, eine Variantenentwicklung für BMW mit anderen Höhen zwischen 40 und 60 mm war bereits gerüchteweise im Umlauf. Laut Süddeutscher Zeitung soll NMC zum Einsatz kommen, wobei der Nickelgehalt auf 90 Prozent erhöht und der Kobaltanteil entsprechend minimiert werden soll.

Quelle: electrive.net – BMW: Verzicht auf Verbrenner bei „Neuer Klasse“ wird wahrscheinlicher

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… bestätigen Topmanager des Konzerns nun, dass die [Neue-Klasse-]Plattform nun doch keine Optionen für Benzin- und Dieselmotoren oder Plug-in-Hybride bieten wird.

Da könnte BMW ja wirklich noch mal die sprichwörtliche Kurve kriegen! :P

Die neue Klasse scheint großen Anlass zu Spekulationen zu geben. Ich vermute, BMW ist diese Gratis-PR ganz recht, die zeigt nur, dass man indessen in den Kreis der Kompetenzträger aufgenommen wurde. Man kann also von der Plattform state of the art erwarten. München hat es in kurzer Zeit geschafft, dass Branchenexperten von dort neue Trends erwarten. Kurze, aufrecht stehende Rundzellen klingt ja auch eher nach Start-up.

Auch wichtig ist, was man auf dieser Plattform serviert. Das scheint mir nach dem Erfolg des BMW i4 die Tendenz doch deutlich Richtung sehr herkömmlicher Entwürfe zu gehen. Und das ist gut, weil man Verbrennerfahrer dort abholt, wo sie stehen.

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