Batterieproblem beim ID.Buzz: Produktion steht still

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Start mit Hindernissen: gerade erst ist die Produktion des ID.Buzz in Hannover angelaufen, da stehen die Bänder bereits wieder still: wegen einer fehlerhaften Batterie wurde die Produktion vorerst für eine Woche komplett eingestellt. Nach Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sollen einige Zellmodule des neuen Batterielieferanten nicht die gewünschte Leistung bringen. Seit dem Produktionsstart Anfang diesen Monats wurden bereits 500 Exemplare gebaut, aber noch nicht an die Kunden ausgeliefert. Andere VW-Modelle sind nicht betroffen.

Die Batterien für das neue VW-Flaggschiff kommen von einem neuen Lieferanten, der nur für den ID.Buzz produziert. Daher sind andere MEB-Modelle wie der ID.3, ID.4 oder ID.5 von den Qualitätsproblemen nicht betroffen. Nach Angaben von VW konnte man die Mängel bei Qualitätskontrollen feststellen und habe sofort reagiert. Bei den gelieferten Batterien können Spannungsabfälle auftreten, die die Reichweite des Fahrzeugs mindern und möglicherweise auch negativen Einfluss auf die Lebensdauer haben.

Der Lieferant – Namen wurde bisher keiner genannt – arbeite laut VW bereits an dem Problem. VW versichert, dass derzeit nur die Produktion des ID.Buzz betroffen wäre. Einzelne andere Fälle begründet man mit defekten Batteriemodulen – erst kürzlich hatte ein eMobility-Youtuber bei einem Reichweitentest mit dem ID.5 GTX nur 65 der angegebenen 77 Netto-Kilowattstunden abrufen können.

Der Produktionsstopp könnte Auswirkungen auf das Jahresproduktionsziel des ID.Buzz haben: für 2022 sind 15.000 Einheiten des ID.Buzz Pro und ID.Buzz Cargo geplant. Ab dem nächsten Jahr sollen bis zu 130.000 Fahrzeuge pro Jahr in Hannover vom Band laufen. Den ID.Buzz Pro bekommt man ab 64.281 Euro Bruttolistenpreis, der ID.Buzz Cargo startet bei 54.430 Euro (brutto). Der Vorverkauf hatte im Mai diesen Jahres begonnen. Zuletzt hatte es Unstimmigkeiten gegeben, wie der ID.Buzz vertrieben werden soll, über das Händlernetzwerk oder das von vielen ungeliebte Agenturmodell. Aktuell steht er bei den Händlern, die sowohl die VW-Nutzfahrzeuge als auch die PKW im Programm haben. Das Agenturmodell wird von VW aber bevorzugt.

Quelle: electrive.net – VW unterbricht ID.Buzz-Produktion wegen fehlerhafter Batterie

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Schweigen ist Gold – was denkst Du, Egon?

Gut, dass VW das Lieferantenproblem beim Hochlauf rasch festgestellt hat. Neues Modell – neue Problemchen.
Besser als das Los von GM oder Hyundai, die abertausende von Fahrzeugen zurück rufen mussten, weil der Zell-Lieferant gemurkst hatte.

Wie es allerdings Tesla schafft, die Produktion eines eingelaufenen Modells einstellen zu müssen .. ? Motorprobleme sollten dann eigentlich nicht mehr vorkommen.

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