Aus für Wallbox-Förderung in Deutschland fix, Österreich fördert weiter

Aus für Wallbox-Förderung in Deutschland fix, Österreich fördert weiter

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Jetzt ist es fix: die Förderung für privat genutzte Wallboxen ist in Deutschland Geschichte. Das Förderprogramm 440 der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurde eingestellt. Förderungen gibt es nur mehr für öffentlich nutzbare Ladestationen.

Das Programm 440 war wohl der größte Fördererfolg der jüngeren Geschichte: über 800.000 Privathaushalte, Wohnungseigentümer-Gemeinschaften, Wohnbaugesellschaften und Bauträger haben zwischen November 2020 und Oktober 2021 einen Investitionszuschuss in Höhe von 900 Euro für den Kauf und die Montage einer Wallbox in Wohngebäuden beantragt und auch erhalten. Damit wurden in Summe rund 900.000 private Ladepunkte geschaffen, bei Gesamtkosten von 800 Millionen Euro, die mehrmals aufgestockt werden mussten. Vor allem die Hersteller der Wallboxen haben kräftig davon profitiert, einige arbeiten immer noch die Bestellungen aus dem vergangenen Jahr ab.

Viele Hersteller und auch Private haben daher gehofft, dass die Bundesregierung in diesem Jahr noch einmal nachlegen wird – leider vergeblich. Auch wenn sowohl der Verband der Automobilindustrie VDA als auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen VZBV eine Verlängerung eindringlich gefordert hatten, wird das Programm 2022 – und auch in Zukunft – nicht mehr verlängert. Bei der Förderung der Ladeinfrastruktur setzt das Bundesverkehrsministerium inzwischen nur mehr auf den Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Noch bis 2025 werden mit einer halben Millarde Euro Stromtankstellen mit Ladeleistungen jenseits von 22 und 50 Kilowatt gefördert. Rund 50.000 neue Ladepunkte sollen entstehen.

Freuen können sich hingegen die Österreicher: die Förderung für private E-Ladeinfrastruktur wurde auch 2022 verlängert. Sie beträgt 600 Euro für intelligente Ladekabel oder einfache Wallboxen, und 900 Euro für kommunikationsfähige Wallboxen in Mehrparteienhäusern. Ist die Wallbox auch noch lastmanagement-fähig, erhöht sich die Förderung sogar auf 1.800 Euro. Beantragt werden kann diese wie gehabt über die Seite www.umweltfoerderung.at, im schon aus den Vorjahren bekannten zweitstufigen Prozess (Vorab-Registrierung und Antragstellung innerhalb von 36 Wochen ab der Registrierung). Öffentlich zugängliche Ladepunkte werden ebenso gefördert: AC-Ladepunkte zwischen 11 und 22 Kilowatt mit 2.500 Euro, DC-Ladepunkte bis 100 Kilowatt mit 15.000 Euro sowie DC-Schnelladepunkte über 100 kW mit 30.000 Euro pro Ladepunkt.

Quellen: edison.media – Keine Neuauflage der Wallbox-Förderung//www.umweltfoerderung.at

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Letztlich war die Wallbox-Förderung ein Marketingerfolg. Dass der deutsche Michel am Stammtisch über Elektroautos diskutiert, ist doch schon einiges wert. Auch ein Bekannter hat sich auf Vorrat eine Wallbox installieren lassen ;-)

Objektiv gesehen, entscheidend war die Förderung in Höhe eines Mausklicks in der Konfigurationsliste des neuen BEV’s eher nicht. Die Gesetzesänderung zum Anrecht auf Wallbox-Installation in der Mietgarage war da in der Praxis sicher wertvoller.

Wenn es aktuell eine echte Hürde gibt, dann liegt die darin, einen Elektriker zu bekommen…

Viele haben Wallboxen installiert, auch wenn sie bislang noch kein EV haben. Aber mit der Wallbox ist es wie mit der PV Anlage: ist das vorhanden wird’s beim nächsten Autokauf mit Sicherheit ein EV :-)

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