Anträge auf Umweltbonus verzeichnen Rückgang im April

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Bis zum 30. April 2022 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 1.220.804 Förderanträge ein. Seit Ende März 2022 sind somit 40.308 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis mussten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im April, im Vergleich zum Vormonat, einen Rückschritt verzeichnen. War fast zu erwarten, nach einem solch starken Vormonat.

1.220.804 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende April 2022 gestellt

1.220.804 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende April 2022 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb konnten im vierten Monat des Jahres eine Zugang von 40.308 Anträgen verzeichnen. Nicht ganz so stark, wie im Vormonat. Dennoch sieht man, dass 21.881 Anträge für Elektroautos, 18.398 Anträge für Plug-in-Hybride sowie 25 Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Bei den Anträgen für E-Autos als auch Plug-In-Hybriden konnte man einen deutlichen Rückgang der gestellten Anträge feststellen. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos zeigt hingegen ein immenses Wachstum, wenn man es mit den ansonst üblichen Zahlen vergleicht.

686.909 Anträge für reine E-Autos, 533.622 für Plug-in-Hybride und 269 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

686.909 Anträge für reine E-Autos, 533.622 für Plug-in-Hybride und 269 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 1.220.804 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Stromer mit einem Listenpreis über 40.000 Euro beträgt der Zuschuss für reine E-Autos 5.000 Euro, für Plug-in-Hybride 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im April2022

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 511.064
  • Freiberuflich tätige Person: 3
  • Unternehmen: 626.071
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 5.952
  • Privatunternehmen: 10
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 3.731
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 2
  • Stiftung: 671
  • Körperschaft: 8.801
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 11

Unverändert scheint sich das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen bei der Anzahl der gestellten Umweltbonus-Anträge zu zeigen. Generell mag der Schwerpunkt auf Unternehmen daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle bis April 2022

Betrachten wir nun die Anzahl der gestellten Anträge auf Umweltbonus nach Hersteller. Hier hat sich in den vergangenen Jahren allerdings ein klares Bild gezeichnet, welches nur noch im Detail Unterschiede erkennen lässt. Dies zeigt sich auch bei folgendem Bild im April 2022: An vorderster Front steht erneut Volkswagen mit 181.729 Anträgen, welche für Elektroautos und Plug-In-Hybriden aus deren Hause gestellt wurden. Unangefochten steht man mit dieser Anzahl an gestellten Anträgen auf Rang Eins. Dahinter reiht sich Mercedes-Benz ein, welche es Ende April 2022 auf 124.163 gestellte Anträge brachten. BMW seinerseits konnte bis zum Ende April 110.598 Anträgen auf die Elektro-Kaufprämie beginnen. Beiden Hersteller ist gleich, dass der größte Anteil der Anträge von Plug-In-Hybriden stammt.

Unverändert folgt dahinter auch diesen Monat Renault mit 102.660 Anträgen - wobei diese ihre Aufholjagd Richtung BMW fortsetzen. Ob sie diese noch erreichen, insbesondere in Hinblick auf das wachsende Angebot von BMW bleibt fraglich. Tesla platziert sich erneut auf Rang Nummer fünf mit 76.394 gestellten Anträgen auf den Umweltbonus/ Kaufprämie und profitiert dabei vom Quartalsendsprint. Hyundai (71.716), Audi (70.065) sowie smart (56.564) reihen sich darauf folgend ein. Hinter smart finden sich dann KIA mit 46.045 Anträgen sowie Skoda (43.004) ein. Somit hat sich im April zwar die Anzahl der gestellten Anträge bei den einzelnen Herstellern verändert. In der Reihenfolge des Umweltbonus-Ranking gab es allerdings keine Veränderung zu verzeichnen.

Auf Modellebene betrachtet zeichnet sich folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 191.696
  • Bayern: 222.026
  • Berlin: 36.694
  • Brandenburg: 25.733
  • Bremen: 6.398
  • Hamburg: 26.061
  • Hessen: 104.606
  • Mecklenburg-Vorpommern: 10.173
  • Niedersachsen: 112.537
  • Nordrhein-Westfalen: 301.603
  • Rheinland-Pfalz: 58.215
  • Saarland: 13.584
  • Sachsen: 33.472
  • Sachsen-Anhalt: 15.719
  • Schleswig-Holstein: 42.430
  • Thüringen: 19.663
  • Sonstiges (Ausland): 194

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

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