Analyse: Entwicklung der CO2-Emissionen Automobilhersteller

Analyse: Entwicklung der CO2-Emissionen der Automobilhersteller

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Mittlerweile sei jedes fünfte, in Deutschland produzierte, Auto, mit einer Form der Elektrifizierung ausgestattet. Dies geht aus den neusten Daten zur Produktion von Plug-In-Hybride und E-Autos in Deutschland hervor. Ein Anlass, oder besser gesagt der wichtigste Treiber hierfür, ist die Reduzierung der CO2-Emissionen der Flotten der Automobilhersteller. Nur durch eine nachhaltige Reduktion ist es diesen möglich etwaige Strafzahlungen zu umgehen. Nachfolgend einen Blick darauf, wie die Automobilhersteller in Deutschland abgeschnitten haben.

BMW verzeichnete im Dezember den niedrigsten monatlichen CO2-Flottendurchschnitt (109,7 g/km) und bestätigte damit, dass sie das „das anspruchsvolle EU-Flottenziel für unsere CO2-Emissionen“ im Jahr 2021 zu erreichen und zu übertreffen. Der Dezember wurde durch die Tatsache begünstigt, dass 15% der inländischen Zulassungen der Marke BMW im in Deutschland auf reine Elektroautos entfielen und damit knapp unter den 18 % lagen, die die Marke für die gesamte westeuropäische Region verzeichnete. Angeführt wurde der Absatz der reinen E-Autos durch den BMW i3, welcher 75% des deutschen Elektroauto-Volumens im Dezember ausmachte. Der Rest verteilte sich auf die Modelle iX, iX3 und i4. Obwohl der i3 Medienberichten zufolge im Dezember einen neuen nationalen Auslieferungsrekord aufstellte (1.866), wird der i3 nach seiner Markteinführung im Jahr 2013 ab diesem Sommer nicht mehr produziert.

Mercedes hat trotz eines leichten Anstiegs der CO2-Werte gegenüber November auf 115,5g/km auch einen Ansturm auf die Ziellinie 2021 vollzogen – oder zumindest versucht. Im Dezember machten Elektroautos bescheidene 7,6 Prozent des Inlandsvolumens von Mercedes aus, angeführt von deren EQA (906), der damit 57 % des gesamten deutschen E-Auto-Absatzes der Marke ausmachte. Die Marke habe vielmehr durch den Absatz von Plug-In-Hybriden profitiert, welche im letzten Monat des Jahres für 32% des deutschen Absatzes verantwortlich waren. Im Vergleich hierzu brachte es BMW auf 22% und Audi auf 24%. Der GLC Plug-In-Hybrid von Mercedes war im vergangenen Jahr die Nummer eins unter den PHEV-Modellen in Deutschland, mit 17.220 Neuzulassungen oder fast 8 % des deutschen Gesamtvolumens von Mercedes im Jahr 2021.

Blickt man nun in Richtung Volumenmarkt zeigt sich, dass vor allem Peugeot und Renault im Fokus stehen. Mit rekordverdächtig niedrigen Werten im Dezember (61,8g/km bzw. 56g/km) und 95,5g/km bzw. 86,4g/km im gesamten Jahr wissen beide Marken zu überzeugen. Natürlich haben beide Hersteller dank ihrer gewichtsreduzierten Flotte dazu beigetragen, aber der hohe deutsche E-Auto-Anteil im Jahr 2021 (24,5 % und 30,9 %) war besonders hilfreich.

Volkswagen konnte ebenfalls vorweisen, dass man die CO2-Emissionsziele erreicht hat. So brachte es deren Flotte im Schnitt auf einen Wert von 118,5 g/km. Hierzu hat der 14,7% Anteil von Stromer am Gesamtabsatz seine Hilfe geleistet. Ebenfalls positiv war der Absatz des T7 Multivan in PHEV-Ausführung (2120 kg Leergewicht, 34 g/km CO2). Dieser kam im letzten Quartal in relativ großer Stückzahl (605 Einheiten) auf den Markt und trug ebenfalls positiv zu den Flottenwerten bei.

Quelle: Matthias Schmidt – European Electric Car Market Intelligence Study: December 2021 / Full-Year 2021

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