Gespräch mit Alexander Lutz, Polestar: „Polestar 3 wird SUVs neue definieren“

Copyright Abbildung(en): Polestar

Alexander Lutz, Geschäftsführer von Polestar Deutschland, hat erneut am am virtuellen Tisch von Elektroauto-News.net Platz genommen, um sich über Polestar austauschen. Viel hat sich getan, seit er vor gut einem Jahr zu Gast war und zu verstehen gab „2021 wird das Jahr des Polestar 2“ – eine Aussage, welche man so wohl mittlerweile als bestätigt ansehen darf. Denn wie der Hersteller erst jüngst bekanntgegeben hat, habe Polestar das Verkaufsziel von 29.000 Fahrzeugen weltweit erreicht, ein Wachstum von 185 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wohlgemerkt geschultert von einem E-Fahrzeug, dem Polestar 2. Die hohen Erwartungen an das vergangene Jahr wurden somit erfüllt. Eine Punktlandung habe man dank eines starken Teams und Engagement von diesem hingelegt, wie der Geschäftsführer von Polestar Deutschland weiter ausführt. Im vergangenen Jahr konnte die eigene globale Präsenz von 10 auf 19 Märkte erhöht werden, wobei der Fokus auf Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum lag. Bis Ende 2023 will Polestar in mindestens 30 globalen Märkten aktiv sein. Im Detail betrachtet zeigt sich, dass sich die Einzelhandelspräsenz von Polestar im Jahr 2021 auf 100 Standorte weltweit mehr als verdoppelt hat, und das Unternehmen strebt an, bis Ende 2022 insgesamt 150 Standorte zu betreiben.

Mit diesen Bemühungen wolle man 2022 ein ähnliches Wachstum wie im Vorjahr erreichen, welches erneut durch den Polestar 2 getrieben wird. Neben Updates über die Over-the-Air-Funktion (OtA) des Stromers setzt man wohl auf die ein oder andere Variante des beliebten E-Fahrzeugs. Dies deutet zumindest Alexander in der gemeinsamen Folge an. Sicher geplant sei, dass man einmal pro Quartal ein signifikantes OtA-Update anbieten wolle. Wie zuletzt das Performance-Upgrade, welches gegen einen Preis von um die 1.000 Euro, die Leistung des Polestar 2 von 408 auf 476 PS gesteigert hat. Grundsätzlich strebe man aber eine Verbesserung in allen Belangen an, nicht nach festen Rhythmen, sondern so wie es Sinn ergibt.

Im Konzern selbst habe Polestar eine hohe Priorität eingeräumt bekommen. Daher kann auch für 2022 davon ausgegangen werden, dass deren E-Fahrzeuge wie geplant auf die Straße kommen werden. In diesem Zusammenhang sind wir auch auf den Polestar 3 zu sprechen gekommen, ein neues Modell, mit dem man ab Ende 2022 drei Fahrzeuge im eigenen Portfolio aufweisen wird. Der Elektro-SUV fährt im Werk in Charleston, South Carolina in den USA vom Band und stellt die schwedische Performance-Marke somit global auf. Nicht weniger als eines der „klimaschonendsten Autos aller Zeiten“ soll der Stromer werden, wie wir erfahren konntenDer Polestar 3 soll das Debüt einer neuen Generation der Elektroautoarchitektur der Volvo Car Group darstellen, die von Grund auf für eine vollständige Elektrifizierung entwickelt wurde.

Wie Alexander zu verstehen gibt wird der Polestar 3 in einigen Belangen mit neuen Entwicklungen aufwarten. So soll dieser das Segment der SUV vollkommen neu definieren. Nachhaltiger, aerodynamischer und im gesamten Auftreten einfach anders. Hier gilt es sich überraschen zu lassen. Denn bei Polestar sehe man den E-Antrieb nicht als Ende der Nachhaltigkeit, sondern als deren Anfang. Wie man an zukunftsgerichteten Projekten wie dem „Project 0“ sieht. Einem E-Auto, welches ab 2030 vollkommen emissionsneutral gefertigt werden soll.

Äußerst sympathisch war aber auch die Tatsache, dass der Deutschland-Chef von Polestar kein Hehl daraus macht, dass die noch junge Marke einiges lernen muss. So habe man es unterschätzt, wie der Online-Kauf des Polestar 2 von statten geht. Die potenziellen E-Fahrer/innen waren sich nur online, ohne persönliche Beratung dann doch nicht so sicher wie es funktioniert. Daher habe man kurzerhand den Polestar Personal Care-Service ins Leben gerufen. Was sich im Detail dahinter verbirgt, dass soll dir Alexander selbst erläutern. Viel Spaß mit der aktuellen Folge.

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Danke für den Einblick in einen sehr spannenden Start-up. Ehrlich und stets nach Verbesserung suchend. Ja, so hat man sich die Neuzeit des Autos erhofft.

Das Jahr des Polestar 2 war 2021. Soso. Es sind aber sogar deutlich mehr Taycan verkauft worden. Warum Polestar nicht läuft, hat Gründe, die man aufarbeiten muss. Da muss man nicht die übliche Grinseshow machen. Die Effizienz ist schlicht nicht gut. Und die Position der Firma irgendwo zwischen Volvo und Start-Up und China-Massenware muss genauer definiert werden.

Dann fahre ich weiter meinen Model S und beobachte wie Polestar 3 irgendwann die Welt erobert.
Wie viele Fahrzeuge plant Polestar 2022 zu bauen?
1-2% der Stückzahl von Tesla?

Es ist sehr schade, daß Polestar keine Konkurenz zu Tesla ist.

Polestar hat 2021 immerhin mehr BEV verkauft als Volvo (26k).
Positiv sind das Design, Ausstattung und die Erfahrung von Volvo zu bewerten.
Das mit der Effizienz ist so eine Sache.
Während die Variante mit Single Motor einen Wert von 18,5 hat, verbraucht die Dual Motor Variante ca. 29. Jedenfalls laut ADAC.

Warum brauchen wir immer mehr E-Autos mit so viel PS? Ich lese immer nur, die Autokäufer haben kein Geld für teure E-Autos?… und mit der Grammatik, diesmal sogar in der Überschrift, nimmt es der Autor auch nicht mehr so genau!

Mir gefällt ebenfalls die Nähe von Polestar zu Volvo und eben auch die positive Auswirkung hiervon aufs Service- und Werkstättennetz – da gilt das altbekannte „all business is local“.

Ich finde es weiterhin sehr traurig, das Familien in der Entwicklung und Umsetzung von Elektroautos so webig berücksichtigt werden. Es gibt nach wie vor kaum EV die nicht gegen 100.000 Euro oder Franken kosten und trotzdem einen Kofferraum haben der den Nahmen auch verdient. Will man Platz im Auto muss man neuerdings SUV kaufen oder Vans, die eine Aerodynamik wie ein Schrank haben und somit die Reichweite bauartbedingt massiv reduzieren. Wo sind die Fahrzeuge ala Passat Kombi oder E-Klasse T mit Elektro Antrieb? Ist der Bedarf inzwischen so sehr zur Niesche geworden?

Schöner Podcast. Bei euch zwei hört man gerne und lange zu! Erfrischend glaubwürdig und smart. Leider war die Qualität der Verbindung nicht so gut. Bitte beim nächsten Gespräch mit ihm verbessern.

Viele Worte.Da muss man wohl den podcast hören um mehr zu erfahren.

@ David:

„… die Position der Firma [Polestar] irgendwo zwischen Volvo und Start-Up und China-Massenware muss genauer [= klarer] definiert werden.“

+1 … [eingefügte Ergänzung]

Last edited 3 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Bitte mehr von solchen Podcasts! Super spannend und informativ. Solche Persönlichkeiten erobern Märkte.

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