ADAC-Redakteur: Vollelektrisch von der Haustür auf die Piste

Copyright Abbildung(en): Polestar

Thomas Biersack, Redakteur Unternehmenskommunikation bei ADAC SE, hat in dieser Folge des Elektroauto-News.net Podcast über seine Reise mit dem Polestar 2 zum Silvretta Park Montafon, Vorarlberg in Österreich berichtet. Natürlich mit dem Ziel dort Ski zu fahren. Dies aber verbunden mit der Herausforderung ob die An- und Abreise rein elektrisch möglich ist. Denn das war die Zielsetzung vollelektrisch von der Haustür auf die Piste.

Die Ausgangslage erscheint bedingt durch niedrige Temperaturen (teils unter null Grad), 250 km Strecke – davon Großteil Autobahn – und dem Anspruch möglichst wenig Ladestopps einzulegen, um zeitig auf die Piste zu kommen alles andere als günstig. Zumindest, wenn man es einseitig betrachtet. Denn auf der anderen Seite steht ihm mit dem Polestar 2 ein verlässlicher Stromer zu Seite (470 km nach WLTP) sowie die Tatsache, dass er im Silvretta Park Montafon die größte E-Ladegarage Vorarlbergs mit 50 E-Ladestationen vorfindet.

Thomas Biersack

Entwickelt wurde der dortige Ladepark durch das Unternehmen MOON POWER GmbH. Deren Mission sei es, Elektromobilität Alltag werden zu lassen. Mit der Kooperation mit MOON möchte sich die Silvretta Montafon dieser Bewegung anschließen. Deshalb bietet die Tiefgarage im Silvretta Park Montafon neben 600 Parkplätzen eine exklusive MOON Lounge mit 30 Stellplätze inklusive Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Die anderen 20 Ladestationen befinden sich außerhalb der MOON Lounge. Wer es eilig hat, der findet außerhalb der Tiefgarage zudem zwei Schnellladestationen.

Doch zurück zur Reise vom Thomas. Gestartet ist er am frühen Morgen nahe München, von dort aus ging es direkt auf die Autobahn, um die Strecke von um die 250 km zurückzulegen. Ski, Kleidung und Gepäck konnte er ohne Probleme im Polestar 2 verstauen. Auf der Autobahn selbst war mit einem Schnitt von 110- 120 km/h unterwegs, was sich ebenfalls an der Reichweite bemerkbar macht. Dies und die Tatsache, dass er eine Vignette für Österreich benötigt, hat dazu geführt, dass er einen kurzen Ladestopp an einer Tankstelle eingelegt hat. Neben dem Kauf der Vignette gab es noch eine kurze Kaffeepause, bevor es dann mit halb vollem Akku weiterging.

Thomas Biersack

Angekommen am Silvretta Park konnte er direkt in die Tiefgarage einfahren. Denn das dortige Kamerasystem hat das Nummernschild seines Fahrzeugs erkannt, welches er bei der Online-Reservierung seiner Tageskarte für den Skipark hinterlegt hat. Von den 50 11kW-Lader hatte er beinahe freie Auswahl. Lediglich drei Plätze waren belegt, was Thomas im Gespräch auch damit begründet, dass er unter der Woche gegen 10 Uhr eingetroffen ist. Vor Ort wurde er von mehreren Personen auf das Thema Reisen mit E-Fahrzeug angesprochen – schön zu sehen, wie Elektroautos zum Eisbrecher in Gesprächen werden. Immer noch.

Für 20 Euro konnte er den ganzen Tag an der Wallbox stehen und beliebig viel Strom laden. Wer nur parken möchte zahlt 5 Euro für das Parkhaus. Bedenkt man aber nun, dass er mit eher niedrigem Akku-Stand dort eingefahren ist, am Abend die Tiefgarage allerdings mit vollem Akku verlassen hat – dann rechnen sich die Mehrkosten durchaus. Der Strom selbst sei zu 100% Ökostrom. Man erzählt sich, dass dieser aus den Wasserkraftwerken vor Ort stammt. Für Thomas hieß es dann von der Tiefgarage aus, unter Dach, im Trockenen, direkt in die Gondel und ab auf die Piste zu gehen.

Was er sonst noch so unterwegs erlebt hat, wie es mit der Rückreise geklappt hat und ob er nochmals einen Ladestopp einlegen musste, dass hörst du am besten im Podcast selbst. Viel Spaß mit dieser Folge.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

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Ich weiß nicht, was es soll, darüber zu berichten, dass einer mit dem Elektroauto zum Skifahren gefahren ist. Über solche Fahrten ins Gebirge könnte ich jeden zweiten Tag einen Bericht schreiben. Es gibt wichtigeres.
Gehen dem ADAC die Themen aus?

Nach fünf Jahren Tesla S Erfahrung mit Reisen und Skiurlaub in Italien und Frankreich hört sich der Bericht etwas mau an. Sorry, als ob jemand einem erklärt, zur Not geht es auch elektrisch, Null Fire and Ice. Oder lags am Polestar, dann sollte der nächste Versuch mit Tesla und Porsche erfolgen, da gibt es das débile Grinsen gratis dazu. Zu zweit, dritt oder viert hat es immer hervorragend geklappt. Dicke Skibox fürs Übergepäck aufs Dach, wenn der Platz eng wird, und ab.
Der Silvretta-Ladepark ist eine feine Idee und sollte Schule machen.
Über den Mehrpreis von 15 EUR und die Ladeleistung sollte nochmal gesprochen werden. Für Skifahrer die nicht den ganzen Tag verbleiben ist es sehr teuer, für Schnarchlader auf einer Phase ein absolutes No-Go.

so ein Bericht hätte vielleicht vor drei Jahren interessiert.

mit der heutigen Ladeinfrastruktur und eAutos ist es einfach nur peinlich

Wohl kein Tagesausflug, von München fährt man nicht 250km für einen Tagesausflug.

Interessant ist hier wie sie die Coronaregeln in Österreich geschafft haben wollen. Entweder selbstbezahlten PCR Test zur Einreise mitbringen oder vor Ort einen machen und bis zum Ergebnis in Quarantäne.

Aus beiden Gründen habe ich den Skiausflug nach Garmisch gemacht, mit meinem eGolf. Leider gibt es in Bayern keinen einzigen Talstationsparkplatz mit einer Lademöglichkeit. Das sollte man schreiben: Keine Lademöglichkeit in Bayern für Tagesausflügler!

Gut, dann muss obwohl die Karre 8h rumstand zum Schluß für die Heimreise noch 20 Min an den Schnelllader. Bin zwar nur 100-110km/h gefahren, aber das sind auch nur 10min länger im Schnitt gegenüber Sollgeschwindigkeit.

4 Personen waren glücklich.

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