Zukunftssicherung des Opel-Stammwerks Rüsselsheim: Bereit für die Elektromobilität

Opel-Rüsselsheim-Elektroauto-Produktion

Copyright Abbildung(en): Opel

Das Werk in Rüsselsheim ist bereit für das Zeitalter der Elektromobilität: Das Team am Opel-Stammsitz treibt die umfangreichen Arbeiten zur Implementierung der elektrifizierten EMP2-Plattform mit Hochdruck voran. „Jetzt hält die Zukunft der Mobilität Einzug in unser Werk in Rüsselsheim. Das ist ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung des Standorts“, sagt Opel-Chef Michael Lohscheller.

Werksleiter Michael Lewald ergänzt, dass die Mitarbeitenden vor Ort in den vergangenen Monaten „einen hervorragenden Job gemacht“ haben, um den Aufbau der weiterentwickelten EMP2-Plattform in dieser kurzen Zeit zu ermöglichen. „Wir freuen uns sehr auf die elektrische Zukunft“, so der Werksleiter. In allen Bereichen des Werks wurden umfangreiche Arbeiten durchgeführt; dafür sei ein ein signifikanter Millionenbeitrag investiert worden, wie Opels Konzernmutter Stellantis mitteilt.

In der Lackiererei wurde beispielsweise die Zweifarbenlackierung aufgebaut und der sogenannte 3-Wet-Prozess eingeführt, ein besonders emissionssparendes Lackierungsverfahren. Im Karosseriewerk sind die Anlagen für die neuen Modelle im Gebäude K180 aufgebaut worden. Umfassende Veränderungen gab es auch in der Fertig- und Endmontage, in der unter anderem eine neue Hochzeit und eine neue Chassis-Linie aufgebaut wurden.

Zudem sind im Rüsselsheimer Werk fortan auch fahrerlose Transportsysteme im Einsatz, um den reibungslosen Material-Anlieferungsprozess effizient zu gewährleisten. Und alle künftig in Rüsselsheim produzierten Modelle werden auf einer komplett neuen Teststrecke geprüft. Die weitreichenden Neuerungen umfassen auch die IT-Systeme sowie die Logistikprozesse.

Opel-Rüsselsheim-Elektroautos-Montage
Opel

Die EMP2 (Efficient Modular)-Plattform ist eine flexible und effiziente Multi-Energy-Plattform, die für Fahrzeuge des C- und D-Segments verwendet wird. Dank ihrer hohen Modularität, gepaart mit variablen Fahrwerksparametern, werden viele Modellvarianten und damit eine große Freiheit bei der Markendifferenzierung ermöglicht.

Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor und elektrifizierte Fahrzeuge können dank der EMP2-Plattform auf derselben Linie produziert werden, was in der aktuellen Hochlaufphase der Elektromobilität ein wichtiges Maß an Flexibilität bringt: Die Produktion kann jederzeit auf die Wünsche der Kunden reagieren.

Die neue EMP2-Plattform ermöglicht dem Unternehmen die Einführung einer zweiten Produktionsschicht in Rüsselsheim. Diese soll im Herbst starten und ist ein wichtiger Schritt, um das Werk in die Zukunft zu führen. Durch die zweite Schicht werden noch in diesem Jahr rund 300 zusätzliche Stellen in der Fertig- und Endmontage entstehen, die intern mit Beschäftigten aus Bereichen des Unternehmens besetzt werden, die nicht ausreichend ausgelastet sind.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 17.06.2021

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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„Fahrzeuge mit herkömmlichem Verbrennungsmotor und elektrifizierte Fahrzeuge können dank der EMP2-Plattform auf derselben Linie produziert werden, was in der aktuellen Hochlaufphase der Elektromobilität ein wichtiges Maß an Flexibilität bringt: Die Produktion kann jederzeit auf die Wünsche der Kunden reagieren.“

Oder anders gesagt – Opel hält sich die Verbrenner-Hintertüre offen, nach Überzeugung klingt das aber nicht. Von einem GM-Nachkömmling konnte, trotz jetzt anderer Konzern-Mutter, kaum mehr erwartet werden.

„… Opel hält sich die Verbrenner-Hintertüre offen, nach Überzeugung klingt das aber nicht.“

+1
Der ganze Artikel scheint mir aber weitaus mehr in Richtung Arbeitnehmervertreter-Interessen geschrieben als in Richtung auf irgendwelche Kunden-Information – geschweige denn für uns kritische eMobilfreunde 🙂

So recht glauben sie bei Opel ja nicht an den Markt der EMobilität. Das hat man ja bei eMocca gesehen, bei dem in kürzester Zeit die geplante Jahresproduktion für 2021 ausverkauft war. Geplant waren keine 10.000 Stück.

Das Problem ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass auch PSA keine reine E-Plattform hat…..

Wenn eines Tages der Strompreis durch die Mehrheit nicht mehr bezahlt werden kann, kommt das große Erwachen. 2 Anbieter haben wieder erhöht, auf 51 und 81 Cent. Da ist e-fahren schon teurer als mit vergleichbaren Diesel.

Das E-Auto braucht in Zukunft eine Solarzellen-Karosserie, damit die vielen Kurzstreckenfahrer, von denen etliche nicht (mehr) arbeiten oder keine Wallbox haben, nur selten an die Ladestation müssen und wenn, dann bei Bau- und Supermärkten günstig (Werbung für diese Märkte) laden können.

Ich sehe für die Zukunft eine vermehrte Autarkie bei der Strom- und Energieversorgung von Fahrzeugen und Gebäuden. Die Leute merken zunehmend, dass die Politik mehr bremst als dass sie bei der Energiewende hilft, so dass hier in den nächsten Jahren weitere Startups für Autarkie und günstigere Preise sorgen werden. Sions Solarzellen-Karosserie und das Picea-System sind erst der Anfang.

Hast Du etwa keine PV auf dem Dach 😉

Habe ich nicht – bei 1.433 kWh Strom im letzten Jahr, den ich überwiegend nachts verbrauche, lohnt sich bei meinem steilen Ost-West-Dach keine PV-Anlage, das musste selbst ein PV-Anlagen-Vertreter zugeben.

Ich könnte ein kleines Balkonkraftwerk an der südlichen Giebelseite anbringen, um Kühlschrank, Router und Telefon tagsüber zu versorgen – nachts wenn ich den Strom brauche scheint keine Sonne.

Ich leiste meinen Teil des Umweltschutzes, in dem ich nicht durch die Welt reise, meine Kleidung viele Jahre trage, nicht alle paar Jahre einen größeren Fernseher kaufe, kein Smartphone habe (wird meist nur 2 Jahre genutzt), aufs Auto verzichte und keine Klimaanlage fürs Haus nutze.

Es ist toll, dass, seitdem Opel ein neues Eignerkonsortium hat, diese Schritte endlich in Gang kommen. Jetzt kommt die Zukunft!
Zu lange hing Opel im Bann der Mobilitätswendeverhinderer (VDA).
Noch fortschrittlicher ist aber die Tatsache, dass Opel auch Brennstoffzellenfahrzeuge verkaufen will.
Das kann bisher nur TOYOTA zu einem vernünftigen Preis: TOYOTA MIRAI !
Denn die E-Mobilität ist nur eine der aktuellen Möglichkeiten Mobilität zukunftsfreundlich zu gestalten.
Zukunfstfreundlich für uns, unsere Nachfahren und für ein gesundes Leben auf einem intakten Planeten.

Jetzt wird es noch besser.
Der erfolgreichste Manager der E-Auto-Branche wechselt zu Opel.
Das gibt noch mehr Innovation und Auftrieb.

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