Zu teuer: Salzburg stoppt Extra-Zuschuss für E-Autos

Zu teuer: Salzburg stoppt Extra-Zuschuss für E-Autos

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Das österreichische Bundesland Salzburg hat eine Aktion zur Förderung von E-Autos gestoppt. Nach Medienberichten wurden die dafür vorgesehenen Mittel um mehr als das Dreifache überschritten. Statt geplanter drei Millionen Euro könnten die Zuschüsse das Land nun 9,3 Millionen Euro kosten.

Je nach Bauart und Fahrzeugklasse beträgt der Elektro-Zuschuss in Österreich bis zu 10.500 Euro. Im Rahmen der Aktion hatte Salzburg diese Summe verdoppelt. Zusammen mit 2000 Euro von den Importeuren ergab sich so zwischenzeitlich eine maximale Förderung von 23.000 Euro. Diese betraf leichte Nutzfahrzeuge und Kleinbusse über 2,5 Tonnen. Als bekannt wurde, dass die zur Verfügung stehenden Mittel klar überzogen wurden, verhängte das Land einen Förderstopp. Nur bis zum 8. März gestellte Anträge werden ausbezahlt.

Warum das Bundesland nicht früher reagiert habe, begründet Umweltreferent Heinrich Schellhorn mit Fehlern bei der Kommunikation. So habe man erst auf Nachfrage erfahren, dass es eine totale Überbuchung gebe. Die mit der Abwicklung der Förderung beauftragte Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC) habe das Land zu spät informiert. Die KPC weist diesen Vorwurf in den Medienberichten allerdings zurück. Man habe über die Begrenztheit der Mittel beim Land Salzburg nicht Bescheid gewusst.

Um wie viel die Fördermittel tatsächlich überschritten wurde, steht laut Schellhorn noch nicht fest. Insbesondere müsse geprüft werden, ob alle eingereichten Anträge auch die Voraussetzungen erfüllen. Zudem werde die Förderung erst ausgezahlt, wenn das beschaffte Fahrzeug auch zugelassen sei.

Unabhängig von der aktuellen Panne soll die Förderung der E-Mobilität im Bundesland Salzburg für das kommende Jahr deutlich geändert werden. Fachleute gehen davon aus, dass es auch nicht im Ansatz mehr zu einer Verdoppelung der Zuschüsse kommen dürfte.

Quelle: orf.at – Förderaktion für E-Autos weit überbucht

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Tja das kommt davon wenn man das Interesse an der Emobilität unterschätzt….

richtig „niemand hat die Absicht ein E-Auto zu kaufen“ analog zur aussage eines Herrn Ulbricht aus der damaligen DDR

Sollte es in Österreich sowie in Deutschland mit den Steuervergünstigungen für Dienstwagen auch für PHEV sein, so war die Tendenz abzusehen. Dies ist eine Subvention der Autoindustrie. Immer noch besser als nichts zu tun. Ab 2022 sollte diese Praxis für PHEV Fahrzeuge eingestellt werden.
Die PHEV’s sollten nur eine Brückentechnologie darstellen.

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