Wunsch nach Förderung: Wasserstoff schlägt Akku-Auto

Wunsch nach Förderung: Wasserstoff schlägt Akku-Auto

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 1562824798

Geht die E-Mobilität an den Wünschen der Deutschen vorbei? Während die Hersteller immer stärker auf Akku-Antrieb setzen, plädieren viele Bürger in einer Umfrage für eine Förderung von Wasserstoff-Autos. Das berichtet der Spiegel. Batteriebetriebene Pkw schneiden demnach schwach ab, ebenso die jüngst in die Diskussion geratenen Lastenräder.

In Deutschland fuhr zuletzt knapp jeder neunte Neuwagen rein batterieelektrisch, heißt es. Insgesamt sind etwa eine Million E-Autos (inklusive Plug-in-Hybride) in Deutschland registriert. Wasserstoff-Autos hingegen sind noch in einer winzigen Nische unterwegs. Ihre Zahl wird in der offiziellen Statistik nicht gesondert ausgewiesen. Im Oktober 2020 ermittelte das Nachrichtenmagazin 507 zugelassene Fahrzeuge. Allerdings hoffen viele Deutsche weiterhin auf den Durchbruch.

Rund 39 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, Autos mit Brennstoffzellen dringend staatlich zu fördern, um die Verkehrswende voranzutreiben. Für batteriebetriebene E-Autos plädierten lediglich 14 Prozent. Besonders viele Fans hat die Brennstoffzelle laut Spiegel bei Wählerinnen und Wählern von Union und FDP. Fast jeder Zweite von ihnen wünscht sich Unterstützung für die Technik. Bei Grünen-Anhängern liegen Wasserstoff und Batterie am dichtesten beieinander (28 zu 23 Prozent).

Den größten Zuspruch in der Umfrage erhielt der öffentliche Personennahverkehr mit 61 Prozent. Dahinter folgte der Fernverkehr der Bahn mit 41 Prozent. Das Ergebnis repräsentiere stark die Wünsche der Mehrheit von Autofahrerinnen und Autofahrern, wird der Verkehrsexperte Andreas Knie zitiert. „Autofahrende wünschen sich den Ausbau des Nahverkehrs, damit dann mehr Platz auf der Straße ist. Selbst fahren sie damit aber nicht.“

Dass per App buchbare Verkehrsmittel wie Fahrgemeinschaften oder Carsharing wenig Begeisterung auslösen, überrascht Knie nicht. Das seien bis heute keine wirklich bekannten Verkehrsmittel – außer in großen Städten. „Ansonsten wissen nur rund ein Drittel der Bevölkerung, was Carsharing eigentlich ist.“ Wissenschaftler allerdings sprechen derartigen Systemen ein großes Potenzial zu.

Recht schwach schneiden demnach auch E-Bikes, Fahrräder und Lastenräder ab, die nur 15 Prozent der Wählerinnen und Wähler dringend vom Staat unterstützt wissen wollen. Besonders groß ist der Zuspruch für eine Förderung dieser Fahrzeuge bei Arbeitslosen (30 Prozent). Die Vorstellung, dass vor allem Gutverdienende in hippen Stadtvierteln Lastenräder nutzen oder nutzen wollen, scheint von der Realität eher nicht gedeckt.

Zuletzt hatten die Grünen angeregt, die öffentliche Hand solle den Kauf eines Lastenrades mit 1000 Euro fördern. Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange warnte, das nütze nur einer „Klientel, deren Lebensart von anderen großzügig subventioniert werden soll“. Auch die FDP sorgte sich, dass Geringverdiener zugunsten von Reichen belastet würden. Nahezu auf ganzer Linie durchgefallen sind bei den Deutschen offenbar E-Scooter. Dass dieses Verkehrsmittel unterstützt wird, möchte nur ein Prozent.

Viele Menschen halten Batterie-Elektroautos trotz Kaufprämien noch für zu teuer, das ergab zuletzt eine Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Für 63 Prozent sprechen zu hohe Anschaffungskosten gegen einen Kauf. Weitere Kaufhindernisse sehen die Befragten in der geringen Zahl der Ladestationen (64 Prozent), der Dauer des Ladens (53 Prozent) und der Reichweite der Fahrzeuge (59 Prozent). 58 Prozent der Befragten halten es für fraglich, ob E-Autos wirklich umweltfreundlicher sind als Verbrenner.

Der deutsche Staat fördert derzeit sowohl Batterie- als auch Wasserstoffautos. Käuferinnen und Käufer erhalten jeweils bis zu 6000 Euro Zuschuss vom Staat über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Hinzu kommen bis zu 3000 Euro (netto) Rabatt vom Hersteller. Gefördert werden in diesem Programm allerdings lediglich E-Autos, die höchstens 65.000 Euro kosten (Nettolistenpreis). Den vollen Satz gibt es nur für Wagen, die höchstens 40.000 Euro kosten. Somit bekommen Käufer des Toyota Mirai (ab 54.000 Euro) nur den geringeren Staatszuschuss in Höhe von 5000 Euro. Gar nicht auf der Förderliste steht der teurere Hyundai Nexo.

Weitere Wasserstoffauto-Serienmodelle gibt es derzeit in Deutschland nicht zu kaufen. Peugeot will bald einen Transporter mit dem Antrieb anbieten, BMW plant für Ende 2022 einen Brennstoffzellen-X5, erhältlich für einen ausgewählten Kundenkreis. Allerdings gibt es gerade einmal 92 Tankstellen und der Treibstoff ist deutlich teurer als Strom. Volkswagen-Chef Herbert Diess hat mehrfach betont, dass er die Wasserstofftechnologie für Pkw als weitgehend sinnlos erachtet.

Knackpunkt beim Wasserstoff ist dessen schlechte Energiebilanz: Für seine Herstellung sind große Mengen Strom erforderlich. Unterm Strich liegt die Effizienz des Wasserstoffantriebs laut VW nur bei 25 bis 35 Prozent, das Batterieauto kommt demnach auf 70 bis 80 Prozent.

Quelle: Spiegel – Welche Verkehrsmittel sollte der Staat fördern?

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Wunsch nach Förderung: Wasserstoff schlägt Akku-Auto“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
53 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Wasserstoff schlägt Elektroauto? Da würde ich den Wasserstoff mal auf die stille Treppe bitten. Geschlagen wird hier nicht.

Ansonsten ist das Rennen zu Gunsten des elektrischen Autos lange gelaufen, weil es eben ein Wasserstoffauto ohne den teuren Wasserstoffkram ist. Es ist also preiswerter herzustellen und trotzdem teuer genug zu verkaufen. Das zieht. Und der Netzausbau, der gerade erfolgt.

Als Beobachter am Rande kommen einem all die keifenden Batteriefreaks hier wie eine Sekte kurz vor dem Untergang vor: Alle anderen sind dumm und böswillig und alles ist eine riesige Verschwörung. Es ist in ihrem ganzen Horizont einfach nicht vorstellbar, dass ihr ganzes Gedankengebäude, dass sie sich rund um die Äusserungen ihres Guru zuweggerichtet haben, nicht richtig ist.
Dabei beginnt es schon bei ganz einfachen Fehleinschätzungen: Alle glauben, dass Wasserstofftechnik kompliziert und teuer sei, nur weil sie (für sie) neuer und noch weniger industrialisiert ist. Im Vergleich zu heutigen Top-Batterien ist eine Brennstoffzelle low tech. Jeder bessere Klempner kann eine brauchbare Brennstoffzelle herstellen, wohingegen die Produktion einer modernen Batterie Hightech ist, die kaum jemand beherrscht, wie z.B.die bisher erfolglosen Versuche von Tesla zeigen.
Sobald Brennstoffzellen und H2-Tanks in ein paar Jahren grossindustriell hergestellt werden, wird ein BZ-System für 150kWh oder mehr billiger sein als ein entsprechendes Batterie-System.

So ist es.

Glücklicherweise wächst ja grüner Wasserstoff auf Bäumen. Ich hab jedenfalls keine Lust, dann bei der Energie zu 100% von Saudis und Ölkonzernen abhängig zu sein. Es reicht ja schon, dass wir bei Chips völlig abhängig von Fernost sind.

Da frag ich meinen Klempner … leider halten die H2 Brennstoffzellenmembranen noch keine 100 tkm durch, dann ist auch das (Edelmetall) Schrott … Batterien sind schon deutlich haltbarer und die braucht die Brennstoffzellenkarre auch, denn Lastwechsel sind der Brenmstoffzelle früher tot!

Und das löst das Problem des 3 fachen Strombedarfs genau wie? Bloß kein Windrad für E-Autos vor meiner Tür. 3 Stück für H2 Autos sind hingegen überhaupt kein Problem!

Brennstoffzellen gibt es seit Ewigkeiten und es wurden Milliarden da drin versenkt. Und wie viele überzeugende Fahrzeuge gibt es? Und wieviele Kostengünstige? Nein, auch in 20 Jahren wird es noch keine preiswerten FCEV Kleinwagen geben, die irgendwie an BEV heranreichen können.

Farnsworth

Und in 95% der täglichen Fahrstrecken brauche ich keinen Schnellader unterwegs!

Immer noch scharf auf H2? Was soll das? Es sollte doch allen klar sein, das dieser Zug abgefahren ist1 H2 ist doch viel zu teuer und passt nicht in den ragmen der Stromwirtschaft! alle reden vom Blackout und trotzdem wird nach H2 Autos gefordert! Allein die Kosten je H2tankstelle sind doch so hoch, dass doch ein Bau in kleinen Orten und Gemeinden ausgeschlossen ist. Wer will schon 1 Mio € für eine Ladesäule ausgeben wenn hier nur 20 H2-Autos im Monat tanken!!

Völlig egal, denn die Leute wollen einfach eine Flüssigkeit verbrennen. Nicht lachen! Alles andere ist Hexenwerk. Sonst müsste man ja zugeben, ein Leben lang etwas falsch gemacht zu haben.

Und man hofft natürlich, dass – weil da ja was verbrennt – man auch Pleulstangen, Kolbenbolzen und Ventiltriebe wiederverwenden kann.

Die Erde ist eine Scheibe und bildet die Erdachse. In der Mitte sitzt ein alter Mann und wartet darauf, dass jemand vorbei kommt, um über E-Autos zu labern. Er seufzt, „Warum in aller Welt habe ich nur so viel Wasserstoff gemacht?“ Zum Trost gibt es Lithium und das hier: https://youtu.be/iNYvhuZZ-nA

Moderne Hexen werden aus Umweltschutzgründen mit GRÜNEN WASSERSTOFF gegrillt! Akku braucht man für das Soundsystem.

Wenn man keine Argumente hat, wird man polemisch.

Farnsworth

„58 Prozent der Befragten halten es für fraglich, ob E-Autos wirklich umweltfreundlicher sind als Verbrenner.“ daran erkennt man was die ständige Fake-news Berieselung der Bürger angerichtet hat Genauso ist es mit den Wasserstoffbefürwortern die meisten von ihnen habe überhaupt keine Ahnung davon, wenn man ihnen dann erklärt das ein Wasserstoffauto im Prinzip auch ein e-Auto ist sieht man nur in ungläubige Gesichter. Viele sind dann noch der Meinung das der Wasserstoff wie Wasser getankt wird, keine ahnung davon das der Wasserstoff erst auf -30° grad gekühlt werden muss und dann noch auf 800bar Druck gebracht werden muss usw.

Weil wasserstoffbetriebene Fahrzeuge teurer sind und teurer bleiben werden als reine BEV’s wünschen sich deren Fans natürlich eine höhere Förderung. Zuladung und Platzangebot sind und bleiben mickrig, mit selbst erzeugtem Strom nachladen eine Unmöglichkeit. Und das alles für „ich kann aber in fünf Minuten volltanken“? Viel Spaß verspricht auch die komplexe Technik, wenn die Fahrzeuge mal etwas in die Jahre kommen…

Last edited 25 Tage zuvor by Martin

stimmt obwohl schon die wartungskosten nicht niedrig sein werden alle 10.000 km den Membranfilter für läppische 150-300 Euro tauschen nach spätestesn 200.000 km muss dann die brennstoffzelle getauscht werden weil durch die chemischen Prozesse das darin enthaltene Platin sich zu 50% aufgelöst hat. und dann noch der Tüv Druckprüfung der Tanks und aller schläuche auf Druckfestigkeit und die ganzen Sensoren auf funktionsfähigkeit usw.

In diesem Land sind offenbar so viele Laschets unterwegs, dass ich jetzt doch langsam beginne, mich über dessen schlechte Umfragewerte zu wundern.
Ist es denn nicht einmal möglich, solche Erhebungsstudien auch mit dem Kenntnisstand zum jeweiligen Thema zu korrelieren? Einfach nur drei einfache Fragen an jeden Studienteilnehmer, wie etwa:
Welche Aussage ist richtig:
1. a: Ein Wasserstoffauto besitzt einen Verbrennungsmotor, weil der Brennstoff in einer Brennstoffzelle oxidiert (verbrannt) wird.
b: Bei der Oxidation von Wasserstoff werden Elektronen frei, die einen Elektromotor antreiben.

2. a: Je niedriger der Wirkungsgrad des Motors, desto weniger Sprit muss ein Auto tanken, um eine bestimmte Strecke zurückzulegen.
b: Ein höherer Wirkungsgrad würde besagen, dass es bei der Umwandlung von einer Energieform in eine andere zu geringeren Verlusten kommt.

3. a: Die hohen Kosten für Siliziumbatterien sind nicht nachvollziehbar, denn diesen Grundstoff findet man wie Sand am Meer.
b: Eigentlich kommen alle Batterien auch ohne Silizium aus.
(Anmerkung: Ich weiß, Fangfragen sind fies aber es sind ja nur Beispiele)

Wenn dann Teilnehmer dreimal mit a: antworten, wären deren Voten eher mit Vorsicht zu genießen – es sei denn, es ginge bei der Studie nicht um Autos, sondern um die Effizienz unseres Bildungssystems.

„Viele Menschen halten Batterie-Elektroautos trotz Kaufprämien noch für zu teuer, das ergab zuletzt eine Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Für 63 Prozent sprechen zu hohe Anschaffungskosten gegen einen Kauf. Weitere Kaufhindernisse sehen die Befragten in der geringen Zahl der Ladestationen (64 Prozent), der Dauer des Ladens (53 Prozent) und der Reichweite der Fahrzeuge (59 Prozent). 58 Prozent der Befragten halten es für fraglich, ob E-Autos wirklich umweltfreundlicher sind als Verbrenner.“

Dieser Abschnitt entlarvt hier die Kenntnis an der Technik. Zusätzlich sollte zu Deinen Fragen noch die Kenntnis zu den Kosten und der Logistik gestellt werden – Fragen zum Tankstellennetzwerk, Reichweite und Kosten für die Anschaffung eines H2-Fahrzeugs. Denn da haben der Großteil der Befragten in Bezug zu Akku-betriebenen Fahrzeugen mal gar keine Ahnung.

BILDUNG wird hoffnungslos überschätzt!

Gut, dann geht die aktuelle Entwicklung in Afghanistan ja völlig in Ordnung.

Da müsste man ja glatt eine Meinung durch Wissen ersetzen – das geht mal gar nicht… das wäre der Tod jedes zweiten Politikers…

Das Land der Uninformierten.

Wasserstoff klingt ja auch toll. Aus dem Auspuff kommt schließlich nur Wasser. Und es wird irgendwie aus Wasser gewonnen und Wasser gibt es ja im Überfluss. Und da sind ja nicht so „große, böse“ Batterien drin. Dass der 125kg CFK Tank im Gegensatz zu einer Batterie nur schlecht zu recyceln ist interessiert ja nicht.
Dass man dafür die dreifache Energiemenge braucht weiß Otto Normal auch nicht. Den Leuten ist es schlichtweg egal woher die Energie kommen soll. Soll das doch irgendeinen Scheich irgendwann, irgendwo in der Wüste herstellen und hier rüber transportieren. Dass es in der Wüste kein Wasser gibt: geschenkt. Dass der Transport sehr verlustbehaftet ist: egal. Dass man viel mehr Tanklaster braucht als jetzt für Benzin: Nebensache.

Was auch viele nicht wissen ist wie unzuverlässig Wasserstofftankstellen sind. Meine Wasserstofftankstelle hier „um die Ecke“(10km:-) ) ist seit fast zwei Wochen defekt. Sie soll am 3.9 wieder einsatzbereit sein. Schauen wir mal, ob das dann auch so ist. Gestern habe ich gesehen dass die Tankstelle in Hannover ausgefallen ist und mindestens bis zum 12.9. nicht verfügbar ist. Außerdem werden Wasserstofftankstellen regelmäßig mal für drei Tage gewartet. Das Trauerspiel kann man auf der Webseite h2.live sehen. Einfach mal öfter vorbeischauen. Von 147 Tankstellen sind 20 gerade nicht in Betrieb. Das kenne ich weder von normalen Tankstellen noch von Ladesäulen. Und selbst wenn steht die nächste gleich ein paar km weiter.

Wasserstoff ist eine Nebelkerze, die große Hoffnung nichts im Verhalten ändern zu müssen.

Und offenbar wissen auch viele Leute nicht das Wasserstofffahrzeuge schon längst bis zu 21000 € gefördert werden, wenn eine Firma drei Fahrzeuge kauft.

Farnsworth

Last edited 25 Tage zuvor by Farnsworth

Wo ist denn das Problem in Hannover, da gibt es doch zwei Tankstellen! Die zweite ist nur läppische 25 Minuten entfernt am anderen Ende der Stadt. Und in Braunschweig ist doch auch noch eine!

Stell Dir vor Du lebst in Kassel und die Tankstelle fällt zwei Wochen aus…

In Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München hat man genug Redundanz für diese „Zuverlässigkeit“ der Tankstellen. Und dass noch mehr davon gebaut werden ist wohl abhängig von der Verbreitung. Bei ca. 500 Fahrzeugen im Oktober 2020, wie im Artikel erwähnt teilen sich 5 Fahrzeuge gerade eine Tankstelle für 1Mio Euro. Wie will der Betreiber je wieder die Investition reinholen? Will man die Kosten auf 10 Jahre abschreiben und nehmen wir an, dass der Betreiber 1 € pro kg Gewinn macht, und ein Auto durchschnittlich 13.000km fährt, dann müssten pro Tankstelle 769 Autos dort tanken um die Anfangsinvestition reinzubekommen. Es klingt zwar nicht unrealistisch, dass in Deutschland Mal 80.000 FCEVs rumfahren, aber das würde heißen kein weiterer Ausbau. Wenn es 200 Tankstellen gibt bräuchte man schon 160.000 Fahrzeuge. Wenn man aber die Ausfallhäufigkeit sieht, dann kommt da noch ein ordentlicher Batzen Wartungskosten drauf.

Farnsworth

Ich weiß ja nicht, wer hier den Daumen nach unten geklickt hat.

Die Tankstelle um die Ecke ist die in Kamen. Die ist seit dem 16.8. außer Betrieb. Sie sollte am 21.8. wieder Einsatzbereit sein, dann am 26.8., dann heute. Ich bin mal gespannt, ob die heute um 18 Uhr wieder okay ist. Wie auch immer, die wäre jetzt über 2 Wochen nicht benutzbar gewesen.

Ich wäre jetzt in der „glücklichen Lage“, dass ich im Umkreis von 15km 2 H2 Tankstellen habe. In diesem Zeitraum des Defektes hatte die andere aber auch schon 2 Mal eine Störung von 24h. Das heißt die nächste wäre dann Wuppertal oder Herten. Die in Wuppertal hat seit 21h eine Störung und soll am 7.9. wieder einsatzbereit sein. Das ist alles keine graue Theorie: „Was wäre wenn?“ Sondern das ist eine Beobachtung, die ich seit ein paar Wochen mache. Wäre ich vorher Feuer und Flamme gewesen mir ein FCEV zu kaufen, wäre ich spätestens jetzt höchst verunsichert. Ich hätte keine Lust ständig auf eine Karte gucken zu müssen, ob die Tankstelle zu der ich gerade extra hinfahren muss defekt ist und ich evtl 50km zum Tanken fahren zu müssen. Wenn die Technologie zwar benutzbar ist, so ist sie sich sehr fehleranfällig. Das ist ein Fakt. Das kann man doof finden, aber auch ein Daumen runter macht das nicht besser.

Gestern war ich beim Baumarkt und habe mich an einen der 4 ENBW Schnelllader angestöpselt. Es war eigentlich nicht notwendig, aber ich wollte mal gucken, wieviel ich von dem Akku während meines Einkaufs nachladen kann. Ich habe von 30-70% geladen und das mit einem E-Up mit max. 35kW Ladeleistung. „Steht er, dann lädt er“. Ich sehe für mich keinen Vorteil bei einem FCEV. Es gibt inzwischen genügend AC-Ladesäulen und wenn auf immer mehr Parkplätze von Geschäften DC Lader installiert werden, sehe ich nichts was gegen E-Mobilität spricht, selbst wenn man keine Lademöglichkeit zu Hause hat.

Farnsworth

Die Tankstelle in Kamen ist immer noch nicht repariert. Nächster Termin 8.9. Das sind dann schon über 3 Wochen. Seitdem ich die Seite beobachte waren mindestens 12/147 Tankstellen nicht benutzbar. Das sind 8% aller Tankstellen. Nachts sind es immer etwas mehr, weil einige Tankstellen Öffnungszeiten haben. Aktuell sind 27/147 (18%) nicht verfügbar. In Bern ist seit ein paar Tagen der Wasserstoff ausgegangen: Lieferzeitpunkt unbekannt.

Farnsworth

Hannover ist plötzlich bis 24.09. nicht verfügbar. Bern hat dafür wieder Wasserstoff.

Farnsworth

Und defekte Stromtankstellen gibt es nicht? Und wehe es wollen schon 5 Autos vor mir tanken. Ach ja, habe ja mein Strom auf dem eigenen Dach für nur 25.000 Euro. Warum wird nur immer das Negative bei anderen Alternativen gesucht. Freut euch, das es viele Versuche gibt um die Umwelt zu schonen.

Ich habe noch nie gesehen, dass regelmäßig Ladesäulen wochenlang ausfallen und die nächste erst in 50km Entfernung steht. Ich war 1 Monat im Ausland ohne eigene Lademöglichkeit. Es war überhaupt kein Problem das Auto zu laden.

Eigene PV habe ich noch nicht. Der genannte Preis hört sich ja so hoch an. Ist aber selbst ohne Förderung nur der Preis für 15 Jahre Haushaltsstrom Prepaid. Danach kostenlos. Und vor allem ein Beitrag zur Energiewende. Dass die Anlage für die H2 Produktion 3 Mal so groß sein müsste ist ja scheinbar egal. „Mir doch egal, wo der Wasserstoff herkommt, Hauptsache billig!“ Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute…

Wir können nicht nennenswerte Anteile des Indidualverkehr mit grünem Wasserstoff versorgen. Der wird für die Industrie benötigt. Heute morgen noch in der Zeitung gelesen: Allein ThyssenKrupp benötigt in Zukunft 720.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr. Da bleibt nichts für Fahrzeuge über.

Farnsworth

„Das Land der Uninformierten.
Wasserstoff klingt ja auch toll. Aus dem Auspuff kommt schließlich nur Wasser. Und es wird irgendwie aus Wasser gewonnen und Wasser gibt es ja im Überfluss. “ Wasserstoff wird erst toll, wenn es gelingt, BIER aus dem „Auspuff“ tropfen zu lassen. Der wird dann Zapfhahn genannt. Ab 2 Mass Starkbier wird es richtig lustig und niemand mehr redet über Wirkunggrade, Auch Sparsamheit ist kein Thema mehr. Man fährt immer im SUV. Dazu gibt es klare Regel in Bayern: https://youtu.be/vf1HeIyfBAk

Eines macht diese „Studie” auf alle Fälle ziemlich deutlich:
Die Desinformationskampagne gegen die BEVs mit denen auch im öffentlich rechtlichen „informiert“ wurde hat beim Deutschen Durchschnittsbürger reichlich Früchte getragen.

ja leider war vor 2 Jahren auch noch so ein uninformierter der geglaubt hat was in der Zeitung steht bis ich es genauer wissen wollte und mich über diverse You tube Kanäle informiert habe und erkannt habe wie wir Bürger belogen werden das es nur so kracht und ausgerechnet die öffentlichen rechtlichen Medien haben hier einen grossen Anteil dran, obwohl das nicht ihrem Auftrag entspricht

Anno 1615, 1. handgeschriebene Ausgabe des Schmalkaldener Landboten
Große Umfrage unter den Gilden, Bauernsleuten und auch Gesindel:
Bekanntmachung der Zählung:
1578 Leut (auch Frauensleut): Die Erde ist flach!
2 Leut (etwa Ketzer und Hexen?): Die Erde ist rund!
Ergo
Beschluss des Gräflichen Rates: Verkauf und Einfuhr von Fernrohren und ähnlichem Frevel wird unter Androhung von zweitägigem Pranger abgelehnt.

400 Jahre später und die Umfrageergebnisse dieser Studie
Wo leben wir eigentlich? Im Mittelalter?

Was und Sie kennen den Malleus maleficarum noch gar nicht? Immer noch nicht? Wer soll Sie denn dann umweltfreundlich verbrennen? Der E-Stuhl wird mit Braunkohlestrom beheizt.

Es ging mir weniger um den Pranger oder die phantasievollen Methoden des Hexenhammers, sondern um das Votum von uninformierten Menschen und seine Bedeutung für zukünftige Entwicklungen. Daher ja auch mein Vorschlag, Meinungserhebungen grundsätzlich mir dem Kenntnisstand der Befragten zu korrelieren. Anderenfalls lassen sich die Peaks im Dunning-Kruger-Diagramm nicht differenzieren. Und für die Zukunft halte ich eine solche Zuordnung für extrem wichtig. Um dem Bezug zum Mittelalter wieder herzustellen: Die Selbsteinschätzung eines Johannes Kepler oder Galileo Galilei bezüglich astronomischer Themen dürfte in etwa genauso hoch gewesen sein wie die der spanischen Großinquisitoren. Ich persönlich halte die der einen Seite jedoch für zukunftsentscheidender als die der anderen.

Ja ich denke auch, dass der Ruf nach Wasserstoff im PKW nur mit Unwissen der Leute begründet werden kann. Praktisch alles spricht gegen Wasserstoff im PKW. Und für das BEV.
Die H2Autos sind technisch komplex, die Herstellkosten sind enorm, wie auch die Betriebs- und Wartungskosten. Der Wasserstoff ist nur in grau verfügbar und ohne jede Infrastruktur. Alles was künftig an grünem Wasserstoff hergestellt wird, muss in andere Bereiche gehen, wo er dringend benötigt wird und sein Einsatz ohne große Alternative ist. Die industrielle Anwendung eben. Wasserstofftankstellen sind erheblich teurer als Schnelladestationen.
Dann noch Faktor 3 beim Energieeinsatz im Auto gegenüber dem BEV. Nicht einmal ein CO2 Vorteil bei der Herstellung samt Akku des H2-PKW gegenüber dem BEV. Im Grunde ein BEV mit kleinerem Akku und locker doppeltem technischen Aufwand. Ohne richtigen Benefit.
Es bleibt ein einziger recht dünner Vorteil zum BEV. Man kann schneller tanken. Dazu auch 2 Gedanken. Etliche Wasserstofftankstellen sind unzuverlässig und viele haben thermische Probleme bei schneller Tankfolge. Die Batterietechnik entwickelt sich enorm, so dass man sich vorstellen kann, dass schon in wenigen Jahren die Ladezeit mit der Wassestoff-Tankzeit gleichzieht. Ich bin grundsätzlich ein Befürworter von Wasserstoff, aber ihm werden eben andere Bereiche gehören. Ich wäre auch mal gespannt, ob die Leute noch so gut dazu stehen, wenn Sie realisieren, dass sie auf 5 Kg Druckwasserstoff mit hunderten von bar sitzen. In Projekten von mir steigen schon welche das, wenn sie von Erdgas mir 20 mbar hören.
Grüße Wolfgang

Wasserstoff Autos sind cool zb toyota

BEV sind cooler z.B. Tesla/Porsche/Mercedes/BMW/VW/Audi/Skoda/Hyundai/Kia/Renault/Opel/Peugeot/Citroen/Polestar/Aiways/MG/BYD… (wen vergessen?)

Ich glaube es ist klar, wo die Reise hingeht.

Farnsworth

Leider spiegelt die Umfrage meine Erfahrungen aus dem näheren Umfeld wider. Als wir komplett auf E-Mobilität umgestiegen sind (Dezember 2020: Seat Mii Electric ersetzte Fabia Combi Diesel, Mai 2021: Skoda Enyaq ersetzt Seat Ibiza Diesel), gab es folgende Aussage: „Ihr wollt wohl nicht mehr in Urlaub fahren!“ (Meine derzeitige Antwort: Nö, wir fahren schon in den Urlaub und wenn der Akku leer ist, kaufen wir uns das nächste E-Auto auf der Strecke!)

Oder neulich hat eine Arbeitskollegin erzählt, dass sie auf H2-Autos wartet, da sie bei längeren Strecken keine 4 Stunden warten will bis sie weiterfahren kann. Auch hier habe ich geklärt und gesagt, dass dies nicht stimmt.
Wenn man dann fragt, was sie denn über H2-Autos denn so weiß: Technik, Wirkungsgrade bzw. Energieaufwand, Rohstoffgewinnung, Tankstellennetzwerk und das Tanken selber, Kosten für Anschaffung und laufende Kosten, aktuelle Modellpalette auf den Markt etc., dann sieht man schnell die Ahnungslosigkeit.

Auch kommen mir manche Leute mit der Argumentation, dass E-Autos umweltschädlicher hergestellt und schlecht entsorgt werden können. Als ob die Leute jetzt den grünen Daumen entdeckt haben und nicht hinterfragen, was so in ihren Smartphones, Akku-Schraubern, Akku-Staubsaugern etc. so drin ist. Wie werden die denn so hergestellt und recycelt?!
Und da bin ich noch weit vom Anspruch weg, dies mit Verbrennern zu vergleichen, vor allem mit heutigen Quellenangaben.

Ich habe ja nichts dagegen, wenn jemand keine Ahnung von neuen Technologien hat, aber da sollte man gefälligst auch leise sein. Aber die meisten Leute sind sich zu fein oder zu stolz um zu sagen: „Leute, passt mal auf: Ich kann dazu nichts sagen, da ich nicht im Thema drin bin“.

Vor allem sieht man hier auch, dass man mit immer mehr werdenden Nachteilen für Verbrenner die Akzeptanz für E-Autos (dazu zähle ich jetzt nicht H2 zu) nur langsam steigert. Ein großer Hebel für die E-Mobilität sind nun mal die Begünstigungen hierfür, wie z.B. die Umweltprämie. Ein weiterer Hebel wäre aus meiner Sicht auch die Senkung der Stromkosten für alle, gut zu sehen in Norwegen. Ich könnte mir auch Kombi-Angebote mit PV-Anlagen vorstellen. Und und und…

Bei meiner Frau kann ich gut sehen, dass sie auch keine Lust hat eine Langstrecke zu planen. Sie will losfahren und wenn der Akku sich gegen 20% nähert, möchte sie langsam in der Nähe eine Ladesäule finden. Dann möchte sie Transparenz bzw. was kostet es mich da an der Säule mit meiner Tankkarte? Und dann will sie nicht vorher schauen, welche Ladesäule sie nimmt, da die Leistung evtl. zu gering sein kann. Und und und…
Hier macht es Tesla vor wie es geht und ich verstehe es nicht, dass es der Rest nicht gebacken bekommt.

Nur wenn der Großteil der Bevölkerung überwiegend Vorteile beim Wechsel auf Strom hat, wird sich grundlegend was ändern.

„Ich habe ja nichts dagegen, wenn jemand keine Ahnung von neuen Technologien hat, aber da sollte man auch gefälligst leise sein.“ Richtig, aber nicht realisierbar. Man schlage nach unter dem Begriff „Dunning-Kruger-Effekt“, beruhend auf einer gesellschaftswissenschaftlich-psychologischen Untersuchung mit dem Ergebnis: Wer Informationsdefizite hat, kompensiert sie durch ein bis zum Unfehlbarkeitswahn übersteigertes Selbstbewusstsein.
Regierungsamtlich verordnete Kompetenz- und Methodenorientierte Pädagogik und Didaktik legen den Grund für diese Entwicklung an den Schulen, und ein Lehrer, der seinen Unterricht auf die Evidenz einer Sache baut, gilt inzwischen als Ketzer. Kompetenz als Mantra neoliberaler Bildungsreform heißt, der Schulabsolvent braucht keine Sachkenntnis einzubringen, sondern nur seine überall einsetzbare und nutzbare Kompetenz und methodische Fertigkeit. Die Welt ist nicht mehr Gegenstand, sondern frei wählbares beliebiges Übungsmaterial. Dem heiligen Klippert sei Dank, von führenden Funktionsträgern im Bildungsbetrieb als „Bibel“ verehrt. Keine Übertreibung von mir, sondern tatsächlich so von Funktionsträgern ernsthaft mir vorgebracht.
Politisch-administrative Entsprechung: Dilettanten ohne Fachkenntnis als Minister_innen über einem ihnen fachfremden Ressort.

Absoluter Mist. Die Effizienz eines Brennstoffzellen Autos ist einen reinem Elektro Auto weit unterlegen. Selbst wenn die Herstellung von Wasserstoff regenerativ wäre was aktuell mittelfristig gar nicht umzusetzen ist.
Und an alle die auf Elektroauto Akkus wegen der Rohstoffgewinnung schimpfen sollten wissen daß Brennstoffzellen Autos auch einen solchen Akku brauchen , zwar kleiner aber ohne geht’s nicht. Abgesehen davon ist eine Infrastruktur nicht existent.
Informationen gibt’s hier:

https://youtu.be/WBqNS0nQzPY

Man muss es ganz klar sagen:
39% der Befragten wünschen sich, dass ihre sauer erarbeiteten Steuergelder nach Asien versubventioniert werden sollen (denn von dort kommen die einzigen Wasserstoffautos).

Natürlich wünschen sie sich das tatsächlich nicht, sondern sie sind einfach nur grundlegend uninformiert und desinteressiert. Unser Zeitgeist bringt es aber mit sich, dass man zu allem eine Meinung meint haben zu müssen, um nicht zugeben zu müssen, dass man sich einfach mit einem Thema überhaupt nicht auskennt. Eine Gesellschaft voll von denkfaulen Hochstaplern.

Ja, es ist wirklich traurig.

Mich ärgert, dass so gut wie jeder Politiker und jede Politikerin Umweltschutz und Wasserstoff in einem Atemzug nennt
Als würde Wasserstoff zur Zeit nicht sehr umweltschädlich hergestellt und als wäre Wasserstoff für sich alleine schon eine klimaverbessernde Maßnahme.
Dabei ist Wasserstoff nur eine Möglichkeit Energie zu speicher. Und die Auswirkungen auf die Umwelt sind ausschliesslich davon ab hängig ist, das die Grundstoffe (Energie) umweltgerecht sind.

Was haben Trump und Shell gemeinsam?

Vertrauliche Shell-Studie

Wie ein Ölkonzern sein Wissen über den Klimawandel geheim hielt

Vor mehr als 30 Jahren wollten auch Manager des niederländisch-britischen Mineralölriesen Shell wissen, ob der Klimawandel real sei.

Eine Vielzahl der Phänomene, die heute von Klimaforschern diskutiert und teilweise auch in der Natur beobachtet werden, hatten die Shell-Forscher bereits auf dem Schirm – den steigenden Meeresspiegel, den Schwund der Korallenriffe, die Abnahme der polaren Eismassen, die wachsende Instabilität von Ökosystemen, die existenzielle Bedrohung für Länder wie Bangladesch, häufigere Extremwetterereignisse.

In den USA tat sich Shell 1989 mit Ölmultis wie Chevron, BP und Exxon zusammen, die auch schon recht gut Bescheid wussten über den Klimawandel. Gemeinsam gründeten sie die Lobbyorganisation „Global Climate Coalition“.

Mit einem Millionenetat schürte der Verband in der Öffentlichkeit systematisch Zweifel am Wahrheitsgehalt der Klimaforschung.

(Quelle: spiegel.de – 16.04.2018)

Was verschwieg Trump?

Donald Trump wusste früh Bescheid, wie gefährlich das Coronavirus ist. Am 28. Januar (Anm.: 2020) teilte sein Sicherheitsberater ihm mit, dass von Sars-CoV-2 die größte Bedrohung für die nationale Sicherheit Amerikas während seiner Präsidentschaft ausgehen werde. …

Als er dem renommierten Journalisten Bob Woodward am 7. Februar (Anm.: 2020) ein (auf Band aufgenommenes) Interview gab, relativierte Trump auch gar nicht die Gefährlichkeit des „tödlichen Zeugs“ – aber öffentlich verharmloste er das Virus als einfache Grippe und als Erfindung der demokratischen Opposition. Nicht aus Ahnungslosigkeit, sondern aus kalter politischer Berechnung verlangte er, die Beschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft wieder aufzuheben.

(Quelle: faz.net – Aktualisiert am 10.09.2020)

Und was macht die Wasserstoff-Lobby?

Wasserstoff gilt vielen Industrien als Hoffnungsträger – doch zurecht?

Er wird derzeit zum Wundermittel im Kampf gegen den Klimawandel stilisiert. Zahlreiche Industrien sehen ihn als Lösung für die Energiewende. Denn er weckt bei vielen Branchen die Hoffnung, ihr bisheriges Geschäft mit ein paar kleineren Veränderungen einfach weiterführen zu können.

„Technologieoffenheit“ als Mantra der Lobbyisten

Stellt die Gasindustrie also die Weichen geschickt und kann die Nutzung von Wasserstoff und synthetischen Gasen (auf Basis von Wasserstoff) für möglichst viele Bereiche durchsetzen, müsste man noch lange auf Wasserstoff zurückgreifen, der in irgendeiner Weise mit Hilfe von Erdgas hergestellt wird. Ein Schlüsselbegriff in der Lobbydebatte ist hierbei die „Technologieoffenheit“.

(Quelle: lobbycontrol.de – 29. Januar 2021)

Die Wasserstoff-Lobby möchte also möglichst viele Leute in ihr Wasserstoff-Boot (bzw. -Auto und -Haus) holen und auch die ganzen Gasnetze dafür nutzen, so dass dann fast alle Bürger vom Wasserstoff, der im Prinzip weitgehend umgewandeltes Erdgas wäre, abhängig wird.

Wenn es schon knapp wird mit Hilfe von PV- und Windkraftanlagen genügend Ökostrom für E-Auto und Wärmepumpen zu erzeugen, wie soll das dann mit der 3-fachen Menge für grünen Wasserstoff gehen?

Die Wasserstoff-Lobby weis vermutlich genau, dass für Fahrzeuge und Gebäude garnicht genug grüner Wasserstoff bereitgestellt werden kann, denn die südlichen Länder brauchen den Ökostrom für ihre eigene Bevölkerung und den Wasserstoff für ihre eigene Industrie, damit sich auch dort CO2-Ausstoß veringert.

Shell und die Erdölindustrie, Trump und seine Fans, ebenso die Gasindustrie müssen sich der Realität stellen, dass wir den Strom weitgehend CO2-frei erzeugen und möglichst effizient einsetzen müssen, wenn wir es noch einige Jahrzehnte auf der Erde aushalten wollen – und das geht nicht mit H2/BZ-Fahrzeugen.

Da haben ja die Verbrennerhersteller alles richtig gemacht. Die Leute kaufen erstmal ein Hybrid und warten auf H2 Autos die dann doppelt soviel kosten wie BEV.

Du hast “Ironie Off” vergessen – sonst versteht das nicht jeder richtig 😉

Leider ein Artikel mit wenig Tiefgang und einer unseriösen Überschrift auf BILD-Niveau. Zum einen stimmt es schlicht nicht, dass Wasserstoffbrennstoffzellenantriebe in der offiziellen Statistrik des KBA nicht gesondert ausgewiesen werden. Einfach mal vorher die Statistik bzw. die PMs zu den Neuzulassungen prüfen…

Zum anderen werden diese Antriebe bereits über den Umweltbonus gefördert, wobei im Artikel suggeriert wird, es gäbe noch gar keine Förderung. Fragt sich nur, warum diese Fahrzeuge einen so geringen Anteil an den Neuzulassungen haben? Liegt es am nicht ausreichend vorhandenen grünen Wasserstoff (Ja, so wie die Batterie möglichst grün hergestellt und geladen werden muss, damit dem Klimaschutz Rechnung getragen wird, gilt dies ebenso für Wasserstoffbrennstoffzellenfahrzeuge!) oder dem noch mauen Tankstellenetz oder…?

Auf einer solchen Nachrichtenseite sollte man schon objektiver und gründlicher berichten, wenn man schon keine eigenen Inhalte hat.

Der viel entscheidenderer Knackpunkt ist, dass es praktisch keinen grünen Wasserstoff zurzeit gibt (und in den nächsten Jahren!). Und wenn er da ist, wird er dringend für die Industrie benötigt.

Warum wird bei Brennstoffzellen immer gleich Wasserstoff genannt. Auch Metanol, hergestellt aus Sonnenenergie wird in einer Brennstoffzelle zu Energie und den Ausgangsstoffen vor der Sonnenenergie-Aufnahme. Lagerung und Versorgung wie Benzin oder Diesel. Also ohne besondere Probleme. Auch im Winter bei minus 25 Grad und einer Geschwindigkeit von 130 km/h auf der Autobahn locker immer über 500 km drin. Aber die Politik, gesteuert vom Geldkapital will es nicht. Also werden die E-Auto-Befürworter gegen Brennstoff-Interessierte aufgehetzt, obwohl sie ökologisch sehr nah beieinander sind. Eigentlich Schade, wir sollten alle an einem Strang ziehen – weg vom fossilen Brennstoff.

So und jetzt schlägst Du bitte Physik- und Chemiebuch auf und rechnest bitte selber nach warum Methanol noch schlechter ist als Wasserstoff. Google hilft notfalls auch.

Farnsworth

Dieser Artikel sagt letztendlich nur aus, dass die Deutschen zu wenig informiert sind.

Die Deutschen lieben INEFFIZIENZ und Umweltverschmutzung!
Oder sind die meisten auf die brutalen Werbekampagnen der H2 Industrie rein gefallen – die sind ja auf jeder Seite irgendwo vertreten, vermutlich durch die Öl- und Gaslobby finanziert, denn die wollen GROSSTECHNISCHE Lösungen, da sie sonst außen vor und somit Überflüssig werden, was sie auch sind!

Gab es früher nicht 12.000€, oder warens sogar 20.000€ beim Mirai? Glaub das sagte die Dame von H2-Mobility mal.

Aber egal, vielen Menschen wird es nur um die Angst vor Veränderungen gehen, da bietet sich das FCEV an, das schiebt man schließlich schon 20 Jahre als Ausrede vor sich her.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Meinung: Künstliche Intelligenz als massiver Wachstumshebel für Tesla
Jona Christians über den Stand der Dinge bei Sono Motors und deren SION
GM enthüllt neue E-Auto-Motoren für seine vollelektrische Zukunft
53
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).