Wunsch nach Förderung: Wasserstoff schlägt Akku-Auto

Wunsch nach Förderung: Wasserstoff schlägt Akku-Auto

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Geht die E-Mobilität an den Wünschen der Deutschen vorbei? Während die Hersteller immer stärker auf Akku-Antrieb setzen, plädieren viele Bürger in einer Umfrage für eine Förderung von Wasserstoff-Autos. Das berichtet der Spiegel. Batteriebetriebene Pkw schneiden demnach schwach ab, ebenso die jüngst in die Diskussion geratenen Lastenräder.

In Deutschland fuhr zuletzt knapp jeder neunte Neuwagen rein batterieelektrisch, heißt es. Insgesamt sind etwa eine Million E-Autos (inklusive Plug-in-Hybride) in Deutschland registriert. Wasserstoff-Autos hingegen sind noch in einer winzigen Nische unterwegs. Ihre Zahl wird in der offiziellen Statistik nicht gesondert ausgewiesen. Im Oktober 2020 ermittelte das Nachrichtenmagazin 507 zugelassene Fahrzeuge. Allerdings hoffen viele Deutsche weiterhin auf den Durchbruch.

Rund 39 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, Autos mit Brennstoffzellen dringend staatlich zu fördern, um die Verkehrswende voranzutreiben. Für batteriebetriebene E-Autos plädierten lediglich 14 Prozent. Besonders viele Fans hat die Brennstoffzelle laut Spiegel bei Wählerinnen und Wählern von Union und FDP. Fast jeder Zweite von ihnen wünscht sich Unterstützung für die Technik. Bei Grünen-Anhängern liegen Wasserstoff und Batterie am dichtesten beieinander (28 zu 23 Prozent).

Den größten Zuspruch in der Umfrage erhielt der öffentliche Personennahverkehr mit 61 Prozent. Dahinter folgte der Fernverkehr der Bahn mit 41 Prozent. Das Ergebnis repräsentiere stark die Wünsche der Mehrheit von Autofahrerinnen und Autofahrern, wird der Verkehrsexperte Andreas Knie zitiert. „Autofahrende wünschen sich den Ausbau des Nahverkehrs, damit dann mehr Platz auf der Straße ist. Selbst fahren sie damit aber nicht.“

Dass per App buchbare Verkehrsmittel wie Fahrgemeinschaften oder Carsharing wenig Begeisterung auslösen, überrascht Knie nicht. Das seien bis heute keine wirklich bekannten Verkehrsmittel – außer in großen Städten. „Ansonsten wissen nur rund ein Drittel der Bevölkerung, was Carsharing eigentlich ist.“ Wissenschaftler allerdings sprechen derartigen Systemen ein großes Potenzial zu.

Recht schwach schneiden demnach auch E-Bikes, Fahrräder und Lastenräder ab, die nur 15 Prozent der Wählerinnen und Wähler dringend vom Staat unterstützt wissen wollen. Besonders groß ist der Zuspruch für eine Förderung dieser Fahrzeuge bei Arbeitslosen (30 Prozent). Die Vorstellung, dass vor allem Gutverdienende in hippen Stadtvierteln Lastenräder nutzen oder nutzen wollen, scheint von der Realität eher nicht gedeckt.

Zuletzt hatten die Grünen angeregt, die öffentliche Hand solle den Kauf eines Lastenrades mit 1000 Euro fördern. Unions-Fraktionsvize Ulrich Lange warnte, das nütze nur einer „Klientel, deren Lebensart von anderen großzügig subventioniert werden soll“. Auch die FDP sorgte sich, dass Geringverdiener zugunsten von Reichen belastet würden. Nahezu auf ganzer Linie durchgefallen sind bei den Deutschen offenbar E-Scooter. Dass dieses Verkehrsmittel unterstützt wird, möchte nur ein Prozent.

Viele Menschen halten Batterie-Elektroautos trotz Kaufprämien noch für zu teuer, das ergab zuletzt eine Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Für 63 Prozent sprechen zu hohe Anschaffungskosten gegen einen Kauf. Weitere Kaufhindernisse sehen die Befragten in der geringen Zahl der Ladestationen (64 Prozent), der Dauer des Ladens (53 Prozent) und der Reichweite der Fahrzeuge (59 Prozent). 58 Prozent der Befragten halten es für fraglich, ob E-Autos wirklich umweltfreundlicher sind als Verbrenner.

Der deutsche Staat fördert derzeit sowohl Batterie- als auch Wasserstoffautos. Käuferinnen und Käufer erhalten jeweils bis zu 6000 Euro Zuschuss vom Staat über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Hinzu kommen bis zu 3000 Euro (netto) Rabatt vom Hersteller. Gefördert werden in diesem Programm allerdings lediglich E-Autos, die höchstens 65.000 Euro kosten (Nettolistenpreis). Den vollen Satz gibt es nur für Wagen, die höchstens 40.000 Euro kosten. Somit bekommen Käufer des Toyota Mirai (ab 54.000 Euro) nur den geringeren Staatszuschuss in Höhe von 5000 Euro. Gar nicht auf der Förderliste steht der teurere Hyundai Nexo.

Weitere Wasserstoffauto-Serienmodelle gibt es derzeit in Deutschland nicht zu kaufen. Peugeot will bald einen Transporter mit dem Antrieb anbieten, BMW plant für Ende 2022 einen Brennstoffzellen-X5, erhältlich für einen ausgewählten Kundenkreis. Allerdings gibt es gerade einmal 92 Tankstellen und der Treibstoff ist deutlich teurer als Strom. Volkswagen-Chef Herbert Diess hat mehrfach betont, dass er die Wasserstofftechnologie für Pkw als weitgehend sinnlos erachtet.

Knackpunkt beim Wasserstoff ist dessen schlechte Energiebilanz: Für seine Herstellung sind große Mengen Strom erforderlich. Unterm Strich liegt die Effizienz des Wasserstoffantriebs laut VW nur bei 25 bis 35 Prozent, das Batterieauto kommt demnach auf 70 bis 80 Prozent.

Quelle: Spiegel – Welche Verkehrsmittel sollte der Staat fördern?

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Leider ein Artikel mit wenig Tiefgang und einer unseriösen Überschrift auf BILD-Niveau. Zum einen stimmt es schlicht nicht, dass Wasserstoffbrennstoffzellenantriebe in der offiziellen Statistrik des KBA nicht gesondert ausgewiesen werden. Einfach mal vorher die Statistik bzw. die PMs zu den Neuzulassungen prüfen…

Zum anderen werden diese Antriebe bereits über den Umweltbonus gefördert, wobei im Artikel suggeriert wird, es gäbe noch gar keine Förderung. Fragt sich nur, warum diese Fahrzeuge einen so geringen Anteil an den Neuzulassungen haben? Liegt es am nicht ausreichend vorhandenen grünen Wasserstoff (Ja, so wie die Batterie möglichst grün hergestellt und geladen werden muss, damit dem Klimaschutz Rechnung getragen wird, gilt dies ebenso für Wasserstoffbrennstoffzellenfahrzeuge!) oder dem noch mauen Tankstellenetz oder…?

Auf einer solchen Nachrichtenseite sollte man schon objektiver und gründlicher berichten, wenn man schon keine eigenen Inhalte hat.

Der viel entscheidenderer Knackpunkt ist, dass es praktisch keinen grünen Wasserstoff zurzeit gibt (und in den nächsten Jahren!). Und wenn er da ist, wird er dringend für die Industrie benötigt.

Warum wird bei Brennstoffzellen immer gleich Wasserstoff genannt. Auch Metanol, hergestellt aus Sonnenenergie wird in einer Brennstoffzelle zu Energie und den Ausgangsstoffen vor der Sonnenenergie-Aufnahme. Lagerung und Versorgung wie Benzin oder Diesel. Also ohne besondere Probleme. Auch im Winter bei minus 25 Grad und einer Geschwindigkeit von 130 km/h auf der Autobahn locker immer über 500 km drin. Aber die Politik, gesteuert vom Geldkapital will es nicht. Also werden die E-Auto-Befürworter gegen Brennstoff-Interessierte aufgehetzt, obwohl sie ökologisch sehr nah beieinander sind. Eigentlich Schade, wir sollten alle an einem Strang ziehen – weg vom fossilen Brennstoff.

Dieser Artikel sagt letztendlich nur aus, dass die Deutschen zu wenig informiert sind.

Die Deutschen lieben INEFFIZIENZ und Umweltverschmutzung!
Oder sind die meisten auf die brutalen Werbekampagnen der H2 Industrie rein gefallen – die sind ja auf jeder Seite irgendwo vertreten, vermutlich durch die Öl- und Gaslobby finanziert, denn die wollen GROSSTECHNISCHE Lösungen, da sie sonst außen vor und somit Überflüssig werden, was sie auch sind!

Gab es früher nicht 12.000€, oder warens sogar 20.000€ beim Mirai? Glaub das sagte die Dame von H2-Mobility mal.

Aber egal, vielen Menschen wird es nur um die Angst vor Veränderungen gehen, da bietet sich das FCEV an, das schiebt man schließlich schon 20 Jahre als Ausrede vor sich her.

Hallo
Ich finde es wird dringend Zeit Wasserstoffautos zu fördern!

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